Intelligente Fertigung dank IoT – Smart Field Analytics mit SMC, Dell Technologies und Software AG

Intelligente Fertigung dank IoT – Smart Field Analytics mit SMC, Dell Technologies und Software AG

Jede Minute zählt, wenn es darum geht, Daten und Informationen effektiv zu interpretieren und zu nutzen, die Produktion zu beschleunigen und nachhaltiger zu machen. Hier hilft der Einsatz von Edge Computing.

SMC Deutschland (führender Hersteller, Partner und Lösungsanbieter für pneumatische und elektrische Automati­sierungstechnik) hat sich ein hohes Ziel gesteckt: eine neue Automatisierungslösung zu entwickeln, die Daten von der Feldebene in die Cloud-Plattform transferiert.
Gemeinsam mit Dell Technologies (ein Unternehmen, dass Kunden das branchenweit umfangreichste und innovativste Technologie- und Services-Portfolio bietet) und der Software AG (Hersteller der Cumulocity IoT Plattform) wurde ein Konzept entwickelt, dass Prozesse in der Produktion fit macht  für Industrie 4.0: Smart Field Analytics. Der Fokus liegt auf der einfachen Vernetzung intelligenter Sensoren und Aktoren sowie der schnellen Verarbeitung der Daten mit Edge Computing. Ein erster Prototyp belegt, welche Vorteile Smart Field Analytics für den Betreiber hat: schnelle Reaktionszeiten, optimierte Prozesse und Kostenersparnis.

SMC setzt beim Thema Industrie 4.0 auf den konsequenten Ausbau der Produktlinien in Richtung Vernetzung und dezentraler Intelligenz. Die Anbindung an übergeordnete Systeme muss schnell und einfach realisierbar sein und Anwender in die Lage versetzen, ihre Produktionsabläufe permanent zu optimieren. Um eine reibungslose Produktion und vorausschauende Planung sicherzustellen, müssen deshalb die Massen an Daten, die Maschinen und Sensoren in Werkshallen erzeugen, in Echtzeit an ihrem Entstehungsort überwacht werden. Hier kommt Edge Computing zum Einsatz: Die Daten werden vor ihrer Analyse nicht zuerst in die Cloud übertragen, sondern direkt in der Edge verarbeitet. Latenzzeiten werden somit massiv verringert, drohende Fehlproduktionen oder -funktionen können verhindert und Maschinenstillstand oder Ausschuss vermieden werden – vorausschauende Wartung in ihrer Perfektion.

Smart Field Analytics kann aber noch mehr

Energieeffizienz ist das erklärte Ziel. Der bewusste und schonende Umgang mit Ressourcen konfrontiert auch die Produktionsindustrie mit der Herausforderung, stets ressourcenschonend und gleichzeitig kosteneffizient zu agieren.
Durch die dauerhafte Überwachung der Maschinendaten wird die Energieeffizienz gesteigert. Auftretende Leckagen in den Maschinen, Druckschwankungen oder Verbrauchsspitzen werden erkannt, analysiert und bilden die Grundlage für Maßnahmen zur langfristigen Energieeinsparung. So konnte beispielsweise das Leckage-Management von pneumatischen Zylindern unter Einsatz eines Machine-Learning-Modells analysiert und automatisiert werden: Anhand historischer Daten wurde einem Algorithmus durch Machine-Learning antrainiert, drohende Leckagen in der pneumatischen Anlage selbstständig sofort zu erkennen. Per Internet-Protokoll werden die Daten direkt an die Cloud-Plattform geschickt und automatisch ein Ticket für das Wartungspersonal erstellt.

Jeder der drei Projektpartner hat für Smart Field Analytics sein individuelles Know-how eingebracht. Das gemeinsam entwickelte Konzept ist praktisch umsetzbar und nutzt die Potenziale der Industrie 4.0 für höhere Produktivität und Energieeffizienz.

 

Nicht alle IoT-Projekte sind so erfolgreich. Die Ursachen des Scheitern können Sie hier nachlesen.

 

Hier geht es zu unserem Guide, der hilft, IoT-Projekte zum Erfolg zu führen.

 

Sie wollen die Success Story von SMC genau nachlesen?

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4 Schritte zum Erfolg Ihres IoT-Projekts

4 Schritte zum Erfolg Ihres IoT-Projekts

Wie schaffen Sie es, dass Ihr nächstes Internet-of-Things-Projekt kein Misserfolg wird?

Fast 75 % aller IoT-Projekte scheitern. Die meisten von ihnen (96 %) führen nicht einmal zu neuen Geschäftsmodellen, und 60 % lassen sich nicht richtig skalieren. Warum ist das so?

Die Probleme beginnen damit, dass Unternehmensziele nicht genau geplant werden. Das ganze Projekt ist zum Scheitern verurteilt, wenn Sie Ihren Vorgesetzten nicht vermitteln können, was warum getan werden muss.

Unser Bericht „Warum IoT-Projekte scheitern und was Sie dagegen tun können“ basiert auf den Ergebnissen einer Studie von Beecham Research und benennt die Gründe für die häufigen Misserfolge:

Nummer 1: Unternehmensziele nicht ausreichend durchdacht

Das IoT kann einen durchaus überfordern. Mit neuen Geschäftsmodellen treten oft vermehrte Schwierigkeiten und organisatorische Hindernisse auf. Dies trifft sogar auf Unternehmen zu, die tatsächlich eine Vorstellung davon haben, wie sie vorgehen sollen. Vielen fehlt die Detailplanung. Das Problem ist nicht IoT an sich, sondern dass sie nicht ausreichend informiert sind, wie und warum das IoT ihre geschäftlichen Probleme lösen und neue Chancen eröffnen kann.

Nummer 2: Organisatorische Schwierigkeiten im Unternehmen

Kämpft Ihr Unternehmen auch mit den Herausforderungen, die übergreifende Zusammenarbeit, widersprüchliche Ziele, Datensilos und Prozessüberschneidungen zwischen Abteilungen mit sich bringen? Beecham zufolge führt mangelnde Kohärenz zwischen Abteilungen bei mehr als 90 % der befragten Unternehmen zum Misserfolg.

Eine der Hauptstärken des IoT ist, dass es auf viele verschiedene Arten das ganze Unternehmen effizienter machen kann. Kurz gesagt: IoT betrifft nicht nur die IT-Abteilung, sondern alle Mitarbeiter.

Nummer 3: Technologische Hürden

Es ist offensichtlich, weshalb viele Unternehmen mit dem IoT zu kämpfen haben: 87 % der Befragten haben laut eigener Aussage nicht das nötige Know-how, um die richtige Konnektivität zu realisieren. Alle Befragten gaben an, dass Konnektivität für sie eine besondere Herausforderung darstellt.

Nummer 4: Zahlreiche Probleme mit Kunden und Anbietern

Echter Fortschritt tritt dann ein, wenn die internen Ressourcen eines Unternehmens auf Augenhöhe mit einem erfahrenen Lösungsanbieter zusammenarbeiten. Dieser Punkt ist besonders relevant, denn bei 57 % der Befragten scheiterten die Projekte, wenn sie sich fast ausschließlich auf interne Ressourcen verließen.

Es nützt aber auch nichts, das Projekt komplett in fremde Hände zu geben. Ein Unternehmen muss von Anfang bis Ende intern eingebunden sein, um die Komplexität eines IoT-Projekts verstehen zu können.

IoT ist nicht das Problem

Es ist die Lösung – und viele Unternehmen erzielen mit ihren IoT-Projekten verblüffende Ergebnisse. Dass so viele daran scheitern, legt folgenden Schluss nahe: IoT ist nicht einfach – es erfordert Konsistenz und Zusammenarbeit.

Damit Sie die Herausforderungen meistern und das riesige Potenzial des IoT ausschöpfen können, haben wir einen Plan aufgestellt, der Sie in zehn Schritten zum Erfolg führt. Weitere Gründe für das Scheitern von Projekten, aber auch Erfolgstipps, finden Sie in unserem Whitepaper Why IoT projects fail and how to beat the odds („Warum IoT-Projekte scheitern und was Sie dagegen tun können“).

Whitepaper hier herunterladen

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Wenn Sensordaten die Arbeit des Mitarbeiters ab 55 erleichtern

Wenn Sensordaten die Arbeit des Mitarbeiters ab 55 erleichtern

Antonio ist 61 Jahre alt und an der Fertigungslinie bei FIAT tätig. Bei ihm wurden Bluthochdruck und chronischer Stress diagnostiziert. Er leidet häufig unter Schmerzen in der Schulter, dennoch führt er viele schwere händische Arbeiten aus. Infolgedessen ist er regelmäßig in ärztlicher Behandlung und hat bereits mehrere Reha-Aufenthalte hinter sich. Da seine derzeitigen Rentenansprüche wegen des laufenden Hauskredits nicht ausreichend sind, muss er bis zur Erreichung des Rentenalters arbeiten. Auf FIAT als Arbeitgeber kommen damit zusätzliche Kosten zu: Trotz krankheitsbedingter Abwesenheit muss das Automobilunternehmen ihn weiterhin bezahlen und seine Position kurzfristig mit einem anderen Mitarbeiter besetzen.

So oder ähnlich geht es in vielen Betrieben zu. Mit steigendem Rentenalter gilt es, bessere Arbeitsbedingungen für ältere Mitarbeiter zu schaffen. Damit befasst sich das EU-Forschungsprojekt sustAGE. Dort entwickelt und erforscht die Software AG gemeinsam mit zehn europäischen Partnern Lösungen, um arbeitsintensive Unternehmen dabei zu unterstützen, den Arbeitsalltag besonders von älteren Arbeitnehmern so zu entlasten, dass diese länger und gesünder ihren Beruf ausüben können. Mit diesem Projekt leistet die Software AG einen bedeutenden Beitrag für das achte Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen: Decent Work and Economic Growth

 

Wie funktioniert sustAGE?

Das sustAGE-System stellt anhand der Schichtpläne fest, dass Antonio in seiner aktuellen Schicht an der Fertigungslinie schon längere Zeit dieselbe Tätigkeit ausübt. Sein bekanntes Schulterleiden und monoton wiederkehrende Arbeitsabläufe sind ermüdend für Antonio und verursachen ihm Stress. Das sustAGE-System erkennt dies und empfiehlt Antonio eine Pause. Diese Empfehlung bekommt er direkt auf sein Smartphone. Auch der Schichtleiter erhält eine Benachrichtigung, dass Antonio an der Fertigungslinie bald abgelöst werden muss. Um weitere gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden, wird ihm nach seiner Pause eine andere Aufgabe zugewiesen. Diese Zuweisung sendet das System ebenfalls an Antonios Smartphone, zusammen mit weiteren hilfreichen Informationen über die neue Tätigkeit. Und sustAGE kann noch mehr: Es stellt nach einiger Zeit fest, dass aufgrund eines defekten Ventilators die Raumtemperatur gestiegen ist. Da Antonios Vitalparameter ebenfalls sensorisch erfasst werden, werden frühzeitig Anzeichen für einen zu hohen Blutdruck erkannt. Diese Information wird über eine erneute Benachrichtigung an den Schichtleiter gesendet, mit der Empfehlung, Antonio eine weniger komplexe Aufgabe in einem kühleren Raum zuzuweisen. Auch nach Beendigung seiner Schicht erhält Antonio Empfehlungen von sustAGE: Da sein Blutdruck im Laufe des Tages zu hoch war, schlägt die sustAGE-App ihm auf seinem Mobiltelefon vor, am Abend noch Sport zu treiben.

 

Mit sustAGE ist es möglich, die Gesundheit von Arbeitnehmern langfristig zu fördern, sodass sie länger und gesünder in ihrem Beruf bleiben können. Hierfür werden IoT-Sensor-Daten zu allen Aufgaben und Tätigkeiten sowie die Stimmung und das Wohlbefinden der Arbeiter überwacht – natürlich unter strenger Einhaltung des Datenschutzes. Erfasst werden die Daten mithilfe von Smart Wearables und am Arbeitsplatz verbauten Sensoren. Anwendungsfälle für die Test- und Validierungsphase werden von FIAT als Endnutzer in der Fertigungsindustrie und vom Hafen in Heraklion als Endnutzer in den Bereichen Transport und Logistik zur Verfügung gestellt.

 

Mit Apama, Universal Messaging und Zementis kommt der Software AG die Aufgabe zu, Daten zu sammeln und durch maschinelles Lernen Empfehlungen an Arbeiter auszusprechen. Konkret ist es die Aufgabe der Software AG, Sensordaten von IoT-Geräten und Ortungssystemen mithilfe von Universal Messaging verlässlich zu sammeln und innerhalb der sustAGE-Plattform zu verteilen. Über komplexe Ereignisverarbeitung mit Apama werden – durch gleichzeitige Überwachung mehrerer Ereignisströme – kritische Situationen oder Alarmbedingungen erkannt. Dabei werden Daten überwacht, korreliert oder aggregiert und entsprechende Empfehlungen ausgesprochen.

 

Basierend auf gesammelten historischen Daten werden durch Datenanalyse Vorhersagemodelle trainiert, die Prognosen mit sehr hoher Präzision und Wahrscheinlichkeit erlauben. Dies ist möglich, da die Modelle aus Daten und Mustern der Vergangenheit gelernt haben und die erlernten Hypothesen implementieren („Was könnte als Nächstes passieren?“). Eine Integration von Universal Messaging, Apama und Datenanalyse erfolgt über das Konzept der Lambda-Architektur, die eine Trennung in zwei Kernschichten, Speed Layer und Batch Layer, vorsieht.

 

Win-win für Antonio und Arbeitgeber

Der Vorteil von sustAGE für den Arbeitnehmer liegt am Ende auf der Hand: Gefährliche Situationen werden erkannt und können verhindert werden, die Unfallgefahr am Arbeitsplatz sinkt. Der Arbeitnehmer erhält zudem kontinuierlich Informationen über seinen Gesundheitszustand, sodass Krankheiten früh entdeckt und behandelt werden können. Langfristig bedeutet das ein längeres und gesünderes Leben. Da auch Schlafzeiten erfasst und Freizeitaktivitäten empfohlen werden, kann der Arbeitnehmer einen idealen Ausgleich zwischen Arbeit, Sport und Entspannung finden.

 

Doch auch der Arbeitgeber hat Vorteile, wenn seine Angestellten die sustAGE-Plattform nutzen. Gibt es weniger Stress und Überarbeitung, wird die Motivation und die Produktivität der Mitarbeiter steigen. Sind Arbeitnehmer gesünder, sinken die Kosten, da es weniger Krankheitstage gibt und Arbeitnehmer länger in ihrem Beruf arbeiten können.

 

Mit sustAGE werden also ältere Beschäftigte unterstützt und ihre körperlichen und geistigen Kompetenzen durch physisches und kognitives Training auf einem hohen Niveau gehalten. Und wenn die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleistet ist und das Unternehmen ein effektives Personalmanagement betreibt bleiben die positiven Folgen nicht aus: krankheitsbedingter Ausfall sowie Kosten sinken und die Effektivität steigt.

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Software AG unterstützt internationale Nachhaltigkeitsziele

Software AG unterstützt internationale Nachhaltigkeitsziele

Die 17 „Sustainable Development Goals“ (SDGs) geben eine Agenda vor im weltweiten Kampf gegen Missstände wie Hunger und Armut. Das Research-Team der Software AG unterstützt diese Ziele.

Software AG Research treibt und koordiniert alle öffentlich finanzierten Forschungsaktivitäten unseres Unternehmens. Das Team führt Forschungsarbeiten durch, die es uns ermöglichen, innovative Ideen und Technologien für Produkte umfassend zu evaluieren, damit sich unsere Kunden den zukünftigen Herausforderungen stellen können. Dabei werden die Kolleginnen und Kollegen von Research immer wieder mit den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit konfrontiert. Ganz konkret hat sich bei einigen Forschungsprojekten herauskristallisiert, dass die zu erarbeitenden Innovationen neue Optionen für die Umsetzung nachhaltiger Ziele bedeuten können.

Eine spannende Frage begleitet also das Forscherteam:

“Kann ich mit meinem Projekt bzw. mit meinem Konsortium aus Universitäten, Forschungsinstituten, Privatunternehmen, Behörden und Verbänden einen Beitrag zur Umsetzung der Sustainable Development Goals leisten? Und welche spezifischen und praktisch umsetzbaren Unterziele passen nun genau zu meinem Forschungsvorhaben?”

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Antwort auf diese Frage ist eine umfangreiche Tabelle, in der elf Projekte insgesamt 16 Unterzielen zugeordnet werden konnten. Eine motivierende Zahl. Lassen Sie uns beispielhaft einen Blick auf vier ausgewählte Forschungsprojekte mit der Einordnung in ein oder mehrere nachhaltige Ziele werfen.

 

Sustainable Development Goal # 3:

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Dieses Ziel verfolgen wir mit dem Projekt SAUBER. Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Projekt baut eine Informationsplattform für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung auf. Dabei werden die Daten und Services des Raumfahrtprogramms Copernicus erschlossen und in digitale Dienste überführt. SAUBER wird nicht nur einen flächendeckenden und detaillierten Überblick über die aktuelle Lage, sondern – dank des Einsatzes Künstlicher Intelligenz – auch Prognosen und Simulationen der zukünftigen Luftqualität bieten.

Neben ihrer Rolle als Konsortialführer entwickelt die Software AG in dem Projekt die SAUBER-Plattform, eine zentrale Infrastruktur für Geodaten. Dort werden alle relevanten Daten eingespielt und – sofern für Dritte geeignet – als Open Data zur Verfügung gestellt. Außerdem werden auf der Plattform die im Projekt entwickelten bzw. adaptierten Algorithmen der Künstlichen Intelligenz angebunden und den ebenfalls auf der Plattform integrierten SAUBER-Diensten bereitgestellt. Für die Realisierung der SAUBER-Plattform greift die Software AG auf Universal Messaging und Mashzone NG zurück.

Mit SAUBER trägt die Software AG dazu bei, das Unterziel 3. 9 zu erreichen, nämlich bis 2030 die Zahl der Todesfälle und Erkrankungen aufgrund gefährlicher Chemikalien und der Verschmutzung und Verunreinigung von Luft, Wasser und Boden erheblich zu verringern.

Und nicht nur das. SAUBER leistet darüber hinaus auch einen Beitrag zum Sustainable Development Goal # 13, in dem es darum geht, umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen.  Das Unterziel 13.3 benennt die Nachhaltigkeit von SAUBER präziser: Die Aufklärung und Sensibilisierung sowie die personellen und institutionellen Kapazitäten im Bereich der Abschwächung des Klimawandels, der Klimaanpassung, der Reduzierung der Klimaauswirkungen sowie der Frühwarnung verbessern.

 

Sustainable Development Goal # 7:

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern

Mit PHI-Factory, enera und SynErgie  forscht die Software AG in mehreren Projekten, in denen erneuerbare Energie im Fokus steht. Lasst Sie uns aber ein viertes Projekt herausgreifen: DESPRIMA, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, will es Getränkeabfüllern ermöglichen, ihren Stromverbrauch dem schwankenden Stromangebot flexibel anzupassen und damit ihre Stromkosten zu reduzieren. Ist das Stromangebot groß – z.B. an besonders sonnigen oder windigen Tagen – und der Strompreis damit niedrig, erhöhen die Abfüller ihre Stromnachfrage, indem sie die Produktion hochfahren bzw. energieintensive Prozesse vorziehen. Ist das Stromangebot  dagegen niedrig – der Strompreis also hoch – handeln sie gerade umgekehrt. Durch diese flexible Anpassung sparen die Getränkeabfüller nicht nur Geld, sondern tragen auch zur Stabilität der Stromnetze bei. Die Aufgabe der Software AG in DESPRIMA ist die Konzeption, Entwicklung und mithilfe von Cumulocity IoT prototypische Realisierung der Middleware.

DESPRIMA trägt dazu bei, die Unterziele 7.2. und 7.3 zu erreichen, nämlich bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich zu erhöhen und die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz zu verdoppeln.

 

Sustainable Development Goal # 8:

Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

sustAGE ist ein von der EU gefördertes Projekt. Darin geht es um die Entwicklung eines personenzentrierten, digitalen Empfehlungssystems, das die kognitive, emotionale und körperliche Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer steigern soll. Dazu entwickelt ein internationales Konsortium aus Ingenieuren, Softwareentwicklern und Psychologen gerade ein intelligentes System, das auf Basis von Herzfrequenzmessungen oder Sprachanalysen personenzentrierte Rückmeldungen zur aktuellen Arbeitsbelastung gibt und gesundheitsförderliche Empfehlungen ausspricht. Die Software AG bringt in das Projekt ihre Expertise in der Anwendungs- und Lösungsentwicklung sowie in der Streaming-Analyse ein, um den sustAGE-Prototypen zu entwerfen. Mit Apama, Zementis, Cumulocity und Universal Messaging stellt die Software AG Technologien für Echtzeit- und prädiktive Analysen zur Verfügung.  Bei den SDGs kann sich das Projekt gleich auf drei Teilziele beziehen:

2: eine höhere wirtschaftliche Produktivität durch Diversifizierung, technologische Modernisierung und Innovation erreichen, einschließlich durch Konzentration auf mit hoher Wertschöpfung verbundene und arbeitsintensive Sektoren.

4: die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen

5: produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle Frauen und Männer, einschließlich junger Menschen und Menschen mit Behinderungen, sowie gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit erreichen.

 

Sustainable Development Goal # 12:

Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen

Kürzlich ist das von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt REIF gestartet. Es will Lebensmittelverschwendung entlang der Lebensmittelkette verringern. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen Stellschrauben zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung bei der Molke-, Fleisch- und Backwarenproduktion erkannt werden. Denn diese Lebensmittel sind schnell verderblich und verursachen viel Lebensmittelabfall. In REIF verantwortet die Software AG die Entwicklung und den Aufbau der REIF-Plattform, die als Datendrehscheibe fungiert. Auf ihr laufen die Daten aus der Wertschöpfungskette zusammen. Sie werden über die Plattform den KI-Algorithmen sowie den auf ihnen basierenden Diensten bereitgestellt. Die Dienste und KI-Algorithmen können dann auf der Plattform bezogen werden, die dafür einen generischen Marktplatz bietet. Dafür wird die Software AG insbesondere auf Cumulocity IoT (z.B. zur Anbindung von Sensorik, Maschinen und Anlagen) sowie webMethods (z.B. zur Realisierung des generischen Marktplatzes) zurückgreifen.

Mit REIF unterstützt die Software AG das Teilziel 12.3, in dem es darum geht, bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten zu verringern.

Übrigens gilt die Agenda gleichermaßen für Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer. Im Gegensatz zu ihren Vorläufern, den Millenniumszielen, rufen die SDGs ausdrücklich alle Unternehmen auf, ihre Kreativität und ihr Innovationspotenzial zu nutzen, um die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Zwar haben sich alle Regierungen auf die SDGs geeinigt, doch wird der Erfolg bei der Umsetzung maßgeblich vom Handeln und der Zusammenarbeit aller Akteure abhängen. Ein enormer Ansporn für das Forscherteam der Software AG.

 

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Interne und externe Expertise im Unternehmen bündeln

Interne und externe Expertise im Unternehmen bündeln

Innovationsfähigkeit durch strategische Partnerschaften erhöhen

 

Eine unglaubliche Zahl gibt einen Vorgeschmack, was Unternehmen in den kommenden Jahren bevorsteht: Bis zum Jahr 2025 werden 75 Mrd. Smart Devices in Gebrauch sein. Von derzeit drei Devices pro Kopf wird sich diese Zahl also binnen der kommenden fünf Jahre verdreifachen. Um am Markt überzeugende Smart Devices entwickeln zu können, braucht es eine klare, vom gesamten Unternehmen getragene  Digitalisierungsstrategie. Diese Strategie legt den Grundstein für die Erschließung des enormen Potentials dieser Prognose für den eigenen Markt und das eigene Unternehmen.

 

Viele Firmen stellen sich selbst ein Bein – und verhindern so Innovation

 

Voraussetzung für den Erfolg smarter Produkte – neben Kosteneffizienz in der Herstellung und Qualität des Endergebnisses – ist, dass sie für den Kunden im Betrieb eine Innovation darstellen. Heute sind erst 0,9% der potentiell IoT-fähigen Geräte als solche umgesetzt. Das heißt erst für wenige Gerätetypen wurden innovative Softwarelösungen entwickelt. Woran liegt das? Sind die Gerätehersteller zu langsam, die am Markt verfügbaren IoT Plattformen für die eigenen Produkte zu nutzen, oder überlassen den wenigen Innovationstreibern, die Hard- und Software aus einer Hand liefern können, das Feld?

Zentrales Hindernis für viele Smart Device Manufacturer bei der Durchführung einer erfolgreichen Digitalisierungsstrategie ist heute das von uns in Kundengesprächen häufig beobachtete „fractured enterprise“. Produzierende Unternehmen stehen sich allzu oft durch ineffiziente interne Abläufe, sowie silohaft getrennter Abläufe und Verantwortlichkeiten Verarbeitung selbst im Weg und verhindern so die Entwicklung von innovativen Lösungen. Häufig wehren sich einzelne Abteilungen mit anderen im Team zu arbeiten, aus Angst, dass eigene Teamgrößen reduziert oder Verantwortungsbereiche eingeschränkt werden könnten.

 

Die eigenen Stärken kennen, um Potentiale auszuschöpfen

 
Die unterschiedlichen Abteilungen eines Herstellers sollten diese internen Hürden schnellstmöglich erkennen und überwinden um gemeinsam die Stärken des Unternehmens herauszuarbeiten, um selbst zu einem Innovationstreiber zu werden. Ist einem Unternehmen erst einmal klar erkannt und definiert, in welchem Bereich die größte Expertise der Firma liegt, bietet sich genau hier eine vielversprechende Chance: Wo ein Unternehmen so schnell von der Konkurrenz nicht eingeholt werden kann, lohnt es sich, die Entwicklung maßgeschneiderter Software selbst in die Hand zu nehmen anstelle die Standard-Lösungen „von der Stange“ großer Hersteller einzukaufen und in die eigene Hardware zu implementieren. Umgekehrt ist es ein Trugschluss, dass man mit einer vorhanden IT -Abteilung in kurzer Zeit einen eigene, konkurrenzfähige IoT Plattform entwickeln kann.

Das Stichwort Fertigungstiefe ist hier entscheidend. Viele Unternehmen im Bereich Maschinen- und Werkzeugbau setzten sich seit Jahrzehnten erfolgreich mit dem Thema Fertigungstiefe auseinander. Alles was nicht zur Differenzierung am Markt dient, kann kostengünstiger von Drittanbietern hergestellt werden. Wir beobachten, dass diese Erkenntnisse häufig nicht in die Digitalisierungsstrategien übernommen werden was dazu führt, dass Firmen im Bereich IoT versuchen den gesamt „Stack“ selbst herzustellen. Nach ein bis zwei Jahren wird dann erkannt, dass Entwicklung und vor allem Betrieb einer eigenen IoT Plattform ein sehr arbeits- und kostenaufwendiges Unterfangen ist, welches sich ökonomisch nicht rentiert, wenn nicht eine sehr große Zahl an Kunden und Geräten mit der Plattform betrieben werden. Erst die Skalierung macht eine Cloud-Anwendung profitabel.

Ein erfolgreiche Digitalisierungsstrategie muss daher zunächst auf die Brüche im Unternehmen schauen. Wo werden Komponenten gebaut, die nicht zusammenpassen, wo ist die Fertigungstiefe, gerade bei der Software nicht optimal?

Vertrauen Sie bei der Entwicklung ihrer Smart Devices einem externen Team, das weiß, was es braucht, um Ihre Lösung zum Marktführer zu machen. Innerhalb einer Partnerschaft auf Augenhöhe lässt sich die eigene, interne mit der externen Expertise eines Software-Partners bündeln. Sie setzen die Expertise, die Sie heute schon vom Mark differenziert in Software um, wir bringen die passende, marktführende IoT Plattform als Basis.

 

Ein IoT-Device inklusive einer passenden Plattform zu entwickeln, setzt einiges an Erfahrung voraus.

 

„Das Internet der Dinge füllt immer mehr den Alltag der Menschen aus. Vor allem der kommende Mobilfunkstandard 5G wird der IoT-Entwicklung noch einmal einen kräftigen Schub geben. Bereits jetzt sind 27 Milliarden Iot-Devices im Umlauf. Das sind drei Geräte pro Mensch. Bis 2025 soll sich die Anzahl genutzter Iot-Devices auf 75 Milliarden verdreifachen.

 

 

Weitere Infos finden Sie hier:

M2M – Kommunikation

SAP

Statista

Intel

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