Das Internet of Things (IoT) überrascht jeden Tag mit neuen technischen Wundern.

Auch wenn ich mich wiederhole: wir leben in einer Zeit, in der Science-Fiction zur Realität wird. Wenigstens für diejenigen, die sich noch an eine vollständig analoge Welt erinnern.

Wir erschaffen eine digitale Welt, die nicht nur ein Spiegel der realen Welt ist. Über diese digitale Welt können wir die reale Welt in einem Umfang und mit einer Präzision managen und steuern, die bisher unvorstellbar war. Die IT erfüllt ihr jahrzehntealtes Versprechen der grenzenlosen Innovation.

Aber, ein großes Aber: Wohl zählen wir heute 20 Milliarden vernetzter Geräte, Tendenz steigend. Aber was ist mit den zig Milliarden Geräten, die nicht vernetzt sind und vielleicht auch nie vernetzt werden? In einem meiner früheren Blogs habe ich gesagt, die Anwendungen von heute würden uns noch hundert Jahre begleiten: „Hardware geht kaputt, wenn sie lange im Einsatz ist, Software funktioniert dann endlich.“ Das impliziert, dass analoge Geräte schneller verschwinden werden als Softwareanwendungen.

Wird es also neben der smarten digitalen Welt auf ewig eine viel größere stumme, unvernetzte Welt geben, werden die beiden Welten nie zusammenkommen? Ist es einfach zu teuer, die Welt nachzurüsten?

Vielleicht, aber schauen Sie sich mal dieses Startup-Unternehmen an. Es rüstet Lichtschalter nach, sodass sie über eine Smartphone-App ein- und ausgeschaltet werden können.

Das bringt Ihre Großmutter ins digitale Zeitalter. Sie kann in ihrem bequemen Lehnstuhl sitzen bleiben und von dort den Lichtschalter bedienen. Wäre das nicht eine Idee, für das nächste Geburtstagsgeschenk? Die Freude darüber wird sicher größer sein als über Socken oder einen Schal. Und, falls das nur mit US-Lichtschaltern funktioniert, wie wäre es, wenn jemand einen Adapter für Afrika, Asien und Europa entwickelte?

Dieses Beispiel für die Nachrüstung von Geräten lässt darauf schließen, dass die Zahl der mit dem IoT vernetzten Dinge die Prognosen um ein Vielfaches übertreffen könnte, und das heute größte Integrationsprogramm der Welt noch viel größer werden könnte.

Stellen Sie sich vor, welches Geschäftspotenzial diese unvernetzten Geräte bieten. Sie warten nur darauf, zum Leben erweckt zu werden. Unternehmer der Welt, los geht’s! Wo immer Sie sind, wir werden Sie vernetzen und die Relevanz des industriellen Internets maximieren.

Eric Duffaut


CCO bei Software AG

Eric Duffaut, Jahrgang 1962, ist seit Oktober 2014 Mitglied des Vorstands der Software AG und verantwortlich für die Bereiche Global Sales, Consulting Services und Marketing.

Eric Duffaut hat über 20 Jahre internationale Management- und Vertriebserfahrung in der IT-Industrie, wobei sich die Bandbreite des Kundenspektrums von Fortune-500-Konzernen bis hin zu Mittelstands- und Kleinunternehmen erstreckt.

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