Bei der Integration vom Internet der Dinge verfährt man am besten wie bei der Zubereitung einer leckeren Mahlzeit: Man hält sich an ein bewährtes Rezept und ergänzt je nach Anlass eine persönliche Note. Im Fall der IoT-Hauptspeise sind die Zutaten vernetzte Geräte und als Gewürz dienen die Daten, die von den Geräten erzeugt werden und dem ganzen sinngemäß den richtigen Geschmack geben. Spannend wird es in der Versuchsküche dann, wenn es im eigenen Unternehmen noch nie ein Rezept, sprich noch nie eine IoT-Integrationsstrategie gab.

Man nehme eine Million Internet-fähiger Geräte, vernetze sie in einer Rührschüssel namens IoT-Plattform und mixt sie solange, bis die gewünschten Daten im Data Lake zusammenfließen. Als Ofen dienen Big-Data- und Analyse-Tools und bei 180 Grad Umluft, auch als Algorithmen bekannt, entfaltet die Mahlzeit ihren endgültigen Geschmack in Form konkreter Mehrwerte.

Die Herausforderung ist, die richtigen Zutaten in der richtigen Menge in die Rührschüssel zu geben und sicherzustellen, dass sie sich gut miteinander verbinden. In der Küche braucht es für neue Gerichte, wie eben IoT-Lösungen, zum Teil auch neue Küchengeräte. Doch auch Bestandswerkzeuge der IT-Abteilung können zum Einsatz kommen – Mixer bleibt Mixer. Integration ist der Schlüssel für die Verbindung aller vorhandenen Lösungen – von der neuesten ERP-Lösung bis zur Legacy-Technologie – zu einem IoT-Framework.

Ein Modul für die IoT-Integration kann diesen Prozess vereinfachen und ermöglicht folgende Integrationsschritte:

  • Integration von Anwendungen
  •  

IoT-Programme benötigen häufig Daten aus Backend-Systemen, um Kontext und Erkenntnisse zu den Daten aus den Sensoren und anderen Geräten bereitzustellen. Die Point-zu-Point-Integration dieser Systeme ist aber teuer und komplex. Anwendungsintegration senkt die Integrationskosten und die Entwicklungszeit, verbessert die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens und macht alle Systeme durchgängig transparent – vom ERP- bis zum Backoffice-System.

  • Integration von Big Data

Sobald ein Unternehmen Datenanalysen einsetzen will, um sich von der Konkurrenz abzusetzen, spielt eine entsprechende Integration eine enorm wichtige Rolle. Eine Integrationsplattform kann Unternehmen helfen, Sensordaten in Big-Data-Quellen einzuspeisen und zu visualisieren. Das wiederum vereinfacht die Gestaltung und Verbesserung der Customer Experience und ermöglicht so präventive Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette.

  • Integration von Cloud-Services

Moderne Unternehmen wünschen sich die Flexibilität, ihre Anwendungen On-Premises oder in der Cloud betreiben zu können – oder beides. Die Herausforderung besteht darin, die Anwendungen zu integrieren, und zwar unabhängig davon, wo sie betrieben werden und ob sie als Cloud-Service innerhalb der Unternehmens-Firewall oder bei einem Partner implementiert sind. Wie jede traditionelle Anwendung muss auch ein IoT-Projekt in die Cloud eingebunden werden können, um sicherzustellen, dass alle IT-Komponenten immer verfügbar sind. So können jederzeit Daten erfasst und Prozesse angestoßen werden.

  • B2B-Integration

B2B-Integration bezieht sich auf den elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten zwischen Unternehmen. Ein B2B-Gateway vereinfacht den Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen B2B-Systemen und verbessert die Effizienz und Effektivität. In einem vollständig automatisierten IoT-Projekt optimieren Unternehmen ihren Service, indem sie ihre B2B-Prozesse integrieren, zum Beispiel die Teilebestellung oder die Planung von Serviceterminen.

  • API-Management

API-Management ist in vielerlei Hinsicht eine Erweiterung der Integrationstechnologie. Viele Unternehmen definieren über Integrationstechnologien ihre Datenstrukturen und bauen damit die Services auf, die sie dann als APIs bereitstellen. Bei einem offenen IoT-Projekt, bei dem dritte Teilnehmer Endgeräte für die Datenerfassung liefern, können Unternehmen die gesamte Entwickler-Community über ein dafür eingerichtetes Portal darüber informieren, wie die Verknüpfung mit ihrem System funktioniert. APIs werden außerdem oft eingesetzt, um Data-as-a-Service-Erkenntnisse aus dem IoT internen und externen Empfängern bereitzustellen.

Mehr zum Thema IoT-Integration finden Sie hier.

Christian Zimmermann

Director Marketing bei Software AG
Christian Zimmermann ist im Marketing der Software AG Deutschland zuständig für das Geschäft mit den Öffentlichen Auftraggebern und für das Thema Internet of Things (IoT). Zuvor war er in verschiedenen Positionen im Consulting, als Projektleiter in Kundenprojekten und im Produkt-Marketing der Software AG tätig. An der Technischen Hochschule Darmstadt studierte Christian Zimmermann Wirtschaftsinformatik. Heute beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit den Herausforderungen der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft (IoT), dem Management der Kundenorganisation (User Groups) der Software AG und der Modernisierung von Adabas & Natural-Applikationen (Adabas & Natural 2050+). Christian Zimmermann ist Mitbegründer und im Beirat vom Expertennetz Prozessmanagement in der öffentlichen Verwaltung, einer Kommunikationsplattform mit Fokus auf das Prozessmanagement für Verantwortliche aus Ministerien, Behörden und Institutionen des Bundes, der Länder und Kommunen. Zudem ist Christian Zimmermann Mitglied des Aufsichtsrates der Software AG.
Teilen:
%d Bloggern gefällt das: