APIs und das Prinzip Hoffnung

APIs und das Prinzip Hoffnung

Sind Sie agil? Ich möchte nicht wissen, ob Sie eine Brücke können (sie wissen schon, die Gymnastikübung), ohne sich etwas zu verrenken. Ich möchte wissen, ob Ihr Unternehmen in einer digitalen Umgebung skalieren und wenn nötig 1.000 bis 10.000 neue Benutzer aufnehmen kann.

Viele Unternehmen können das nicht – und diese Unternehmen bleiben auf der Strecke. Was ist das Problem? Sie nicht agil, weil sie nicht ausreichend digitalisiert sind. Agile Unternehmen können auf Ereignisse reagieren, die Richtung wechseln, sich auf eine veränderte Situation einstellen, indem sie ihre Online-Maßnahmen verstärken oder Lieferketten anpassen, um ihre Bestände proaktiv zu steuern. Sie können Maßnahmen nach oben fahren und zurücknehmen, damit sie widerstandfähig bleiben und ihre Kosten im Griff behalten.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten dank einer IT, die auf Innovation und Agilität ausgelegt ist:

  • Schneller auf neue Trends (oder eine Pandemie) reagieren
  • Ihr Angebot differenzieren und neue Geschäftsmodelle und Umsatzchancen entwickeln

Was Sie dafür brauchen? APIs und Microservices!

APIs, kombiniert mit Microservices, sind die Grundlage für digitale Anwendungen. Sie stellen die Daten und Services bereit, die das digitale Geschäft ermöglichen. Und weil Sie wissen müssen, wer Ihre APIs nutzt, damit Sie Sicherheit und Transparenz gewährleisten können, ist eine API-Management-Plattform unabdingbar.

Steuerung: Mit API-Management strategisch und vorausschauend handeln

Cloud-Architekturen werden immer populärer. Deshalb müssen API-Management-Plattformen in der Lage sein, Implementierungen zu managen, die sich aus Microservices und APIs zusammensetzen. In der Cloud gehostete Microservices schaffen die Zuverlässigkeit (über 99,99 Prozent) und die Skalierbarkeit (deren Umfang zum Zeitpunkt der Bereitstellung der Anwendung nicht vorhersehbar ist) die mobile, Remote-, Edge- und Device-Anwendungen erfordern.

Um Ihre Projekte zu steuern, benötigen Sie außerdem Regeln für Ihre APIs und Microservices. Fehlt ein unternehmensweiter Plan für APIs und API-Management, fangen Sie bei jedem Projekt wieder von vorne an. Sie können nicht einfach APIs einführen und hoffen, dass sie zusammenarbeiten. (Womit wir bei der Hoffnung wären.) Eine API-Management-Lösung managt die Beziehungen zwischen den APIs von Drittanbietern und den API-Nutzern. Ohne eine solche Lösung, haben Sie einen chaotischen Mischmasch aus APIs, es entstehen Sicherheitsrisiken und Sie können nicht beliebig viele weitere Nutzer hinzufügen.

Ein Beispiel: Ein globaler Reifenhersteller stellte fest, dass überall im Unternehmen Abteilungen ihre eigenen APIs entwickelten. Es gab keinerlei Kontrolle, Probleme waren die Folge. Also entschied sich das Unternehmen für ein einheitliches Vorgehen und führte die webMethods-API-Management-Plattform ein. Heute kann es seine Reifen über Drittanbieter-APIs, die es zentral steuert, weltweit vertreiben. Bei Nachfragespitzen kann es theoretisch pro Tag 10.000 neue Benutzer aufnehmen, denn seine API-Management-Plattform ist bombensicher.

Entscheidung für einen Leader

Mit der Entscheidung für die webMethods-Plattform und AppMesh (Microservices-Management in der Cloud) der Software AG setzen Unternehmen auf einen Leader. In der Forrester Wave™ für API-Management-Lösungen (Q3 2020) erhielt die Software AG die beste Bewertung in der Kategorie „Current Offering“. Ausschlaggebend dafür war unserer Meinung nach AppMesh (auf das der Forrester-Report Bezug nimmt); wir vereinfachen damit auf Anwendungsebene die Entwicklung von Anwendungen, die auf Microservices basieren, auf die APIs zugreifen.

Jetzt den Report herunterladen! Software AG ist ein Leader beim API Management.

AppMesh gewährleistet Application Awareness, erlaubt die Steuerung Ihrer Anwendungen und verschafft Ihnen einen Überblick über sie. Es erfüllt das Versprechen digitaler Geschäftsmodelle, die auch das Internet of Things einbeziehen. Ja, es ist etwas für Technikfreaks, aber es befördert die digitale Transformation und hilft Unternehmen, innovative digitale Produkte und Services bereitzustellen.

Der Forrester-Report stellt fest: „Die Lösung der Software AG hat bei den meisten unserer Kriterien gut abgeschnitten, insbesondere beim Portal, bei der Einbindung der API-Nutzer und der Produktarchitektur … Bei Kunden mit integrierten API- und Microservices-Umgebungen erweitert AppMesh [der Software AG] die Container- und Service-Mesh-Umgebungen und ermöglicht eine bessere gemeinsame Verwaltung, Überwachung und Steuerung.“

Im Anbieterprofil des Forrester-Reports heißt es abschließend: „Insgesamt ist die Lösung so flexibel, dass sie ein breites Spektrum an API-Strategien unterstützen kann, besonders bei Kunden, die bereit sind, den strategischen Erfolg ihres API-Programms durch eine strenge Steuerung und Disziplin zu unterstützen.“

 

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Fragen und Antworten vor der IoT-Auswahl: So klappt es mit dem Internet of Things

Fragen und Antworten vor der IoT-Auswahl: So klappt es mit dem Internet of Things

Prinzipiell gibt es unterschiedliche Wege, wie Sie das Internet of Things (IoT) in Ihrem Unternehmen Realität werden lassen können. Dazu kommen eine Vielzahl an Partnern und Einführungsmethoden, die in Frage kommen. Last but not least sollten Sie einen validen Business Case oder strategische Ziele für Ihr Projekt durchplanen, um Ihr Geschäft tatsächlich voranzubringen.

Das Internet der Dinge klingt für Sie nach einer guten Sache, doch der Weg bis zur finalen Entscheidung für eine Lösung erscheint Ihnen zu unübersichtlich? Wir geben einen Überblick, welche Aspekte Sie vor dem Auswahlprozess für Ihr IoT-Projekt im Blick behalten sollten.

IoT-Komponenten: Daraus besteht das Internet der Dinge

Ein Blick ins Netz verrät: Die Auswahl an Dingen, die mit dem Label IoT beworben werden, ist schier unendlich. Doch was ist für Unternehmen wichtig, was ist optional, was essenziell? Werfen wir einen Blick auf die Kernstücke des IoT:

Geräte

Sensoren sammeln zwar Daten, doch der eigentliche Versand erfolgt über Geräte – im englischen „devices“. Es gibt unzählige Geräte und diese sind mehr oder weniger komplex. Je nach Komplexitätsgrad versenden sie „nur“ Daten oder empfangen darüber hinaus selbst Daten, Instruktionen oder Firmware-Updates.

Geräte-Management

Je nachdem wie umfangreich Sie Ihr IoT-Projekt gestalten möchten, könnten Sie es mit 5 oder 100.000 Geräten zu tun haben. Das hat Auswirkungen auf die Art der Verbindung und Kommunikation zwischen den Geräten, die Datenspeicherung, das Monitoring und die Instandhaltung. Betrachten wir die einzelnen Aspekte genauer:

  • Verbindung & Konnektivität
    Jedes Gerät muss die erfassten Messungen als Daten weiterkommunizieren. Dafür kommen prinzipiell verschiedene Übertragungsarten in Betracht: kabelgebunden, per WiFi, 5G, Bluetooth, LPWA, LoRa® und viele mehr. Jedes Gerät unterstützt unterschiedliche Kommunikationsprotokolle und Übertragungsmöglichkeiten.

  • Authentifizierung
    Daten (und besonders Kundendaten) sind wertvoll und müssen geschützt werden. Hier ist sicherzustellen, dass nur eigene Geräte im Netzwerk sind und Daten nur an die eigene IoT-Plattform gesendet werden. Gewöhnlich wird dies mittels einer einzigartigen ID sichergestellt.
  • Monitoring & Wartung
    Sie benötigen jederzeit einen Überblick über Ihre Geräte, um Stillstände und Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Dazu tragen u.a. Firmenwareupdates und das schnelle Fixen von Bugs bei.

Edge Installationen

Wenn Daten direkt an der „Edge“ verarbeitet werden, meint dies, dass sie nah am Entstehungsort verarbeitet werden (z.B. direkt in der Produktionshalle). Dies ist immer dann hilfreich, wenn es darauf ankommt, schnell zu handeln. Wenn Daten erst einmal in die Cloud hochgeladen werden müssen, diese dort verarbeitet werden und das Ergebnis zurückgesendet werden muss, ist dies zeitaufwändig. Dadurch kann bereits ein möglicher Schaden eingetreten sein.

 

Ein Beispiel: Bei einer großtechnischen Anlage wie einem Windrad werden Vibrationen gemessen, um Schäden an der Maschine vorzubeugen. Wenn ein gewisser Wert überschritten ist, muss das Windrad abgeschaltet werden. Wenn diese Daten direkt am Entstehungsort (eben an der Edge) verarbeitet werden, kann schneller reagiert und Schäden an der Maschine oder gar Verletzungen bei Menschen werden verhindert.

 

Digitaler Zwilling

Eine weitere Überlegung im Auswahlprozess für Ihren IoT-Partner (und für den entsprechenden Business Case) sollten digitale Zwillinge sein. Bei einem digitalen Zwilling handelt es sich um eine digitale Abbildung eines physischen Objektes.

Wenn Sie beispielsweise einen 3D-Drucker besitzen und etwas ausdrucken, wäre die Druckdatei eine virtuelle Abbildung des physischen Objektes. Mit digitalen Zwillingen lassen sich großartige Simulationen und Analysen durchführen. Je nach Branche sollten Sie die Potenziale genauer evaluieren.

IoT Plattform

Ihre IoT-Plattform bringt alle Sachen rund ums IoT zusammen. Dort verwalten und überwachen Sie alle Verbindungen, führen Analysen aus und integrieren die Daten mit anderen Anwendungen (um sie letztlich dort nutzbar zu machen). Die Plattform fungiert damit als großer Daten-Hub, der Daten von allen Sensoren und Orten in der Cloud zusammenbringt.

Daten

Was wäre das IoT ohne Daten? Wenn Daten das neue Öl sind, kann man davon nicht genug haben, oder? Machen Sie sich trotz des viel bemühten Bonmots Gedanken darüber, wie viele Daten Sie wirklich und vor allem in welcher Form benötigen, um sie sinnvoll auswerten zu können. Auch Speicherplatz ist (gerade bei langfristig laufenden Projekten) ggf. mit nicht unerheblichen Kosten verbunden.

Integration & Analytics

Behalten Sie bei der Entscheidung, welche Messungen Sie durchführen (und welche Daten erfasst werden), immer das eigentliche Ziel Ihres IoT-Projekts im Blick. Denken Sie voraus und überlegen Sie, wie Sie ihr digitales Gold analysieren möchten, und wie genau Sie eine Verbesserung Ihrer Geschäftsabläufe voranbringen soll. Prüfen Sie, ob es bereits Tools gibt, die diese Aufgabe übernehmen können (und diese ggf. „nur“ angebunden werden ) oder ob Sie neue Software anschaffen müssen.

 

Die Entwicklung des Internets der Dinge im Überblick.

 

Bestehende IT-Landschaft

Das digitale Ökosystem Ihres Unternehmens muss den Bedürfnissen aller Abteilungen und derer Teilsysteme gerecht werden. Die Anforderungen an IoT-Daten fallen dementsprechend unterschiedlich aus. Neue Datenquellen können vollkommen neue Prozesse erfordern (aber auch ermöglichen). Prozessintegration ist deswegen mindestens genauso wichtig wie Datenintegration und ausschlaggebend für das Gelingen von IoT-Projekten.

Welche Anbietern eignen sich für die Umsetzung eines IoT-Projektes?

Die Weichen für den Erfolg eines IoT-Projektes werden oft schon bereits im Auswahlprozess gestellt. Die alles entscheidenden Fragen sind:

  • Mit welcher Art Anbieter möchten Sie zusammenarbeiten?
  • Welcher Anbieter kann Ihre Anforderungen am besten erfüllen?

IoT-Projekte sind komplex, denn sie basieren auf dem Einsatz verschiedener Technologien, die in der Regel nicht von einem einzigen Anbieter stammen. Mit diesen Anbietern sollten Sie sprechen, wenn Sie auf der Suche nach einer IoT-Lösung sind:

Lösungsanbieter

Für jede Branche gibt es Anbieter, die für Unternehmen mit spezifischen Anforderungen fachgerechte Gesamtlösungen entwickelt haben. Wenn Sie nach einer IoT-Lösung für die typischen Herausforderungen Ihrer Branche suchen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass bereits eine Lösung dafür existiert. Die Optimierung der Fertigung für produzierende Unternehmen ist ein Beispiel dafür das es bereits hervorragende Lösungen gibt.

Reseller

Reseller verkaufen die IoT-Plattformen anderer Anbieter – üblicherweise über die Cloud. Meistens haben diese Anbieter Partnerschaften mit anderen Unternehmen aus IoT-relevanten Bereichen (wie Geräteverwaltung oder Systemintegration). Damit können Reseller Unternehmen helfen, ihr IoT-Ökosystem unkompliziert und aus einer Hand aufzubauen.

IoT-Netzwerkanbieter

Diese kommen oft aus der Telekommunikationsbranche und ähneln in vielerlei Hinsicht den Lösungsanbietern und Resellern. Sie verkaufen wie Reseller die IoT-Plattform eines anderen Anbieters und sind wie Lösungsanbieter meist auf Branchenlösungen spezialisiert. Als Telekommunikationsunternehmen können sie zusätzlich jedoch ein eigenes Netzwerk anbieten und so die Kommunikation in Ihrem IoT mit abdecken.

Plattformanbieter

Lösungsanbieter, Reseller oder interessierte Unternehmen beziehen die Plattform, also das software-seitige Gerüst, für ihre IoT-Projekte von Plattformanbietern. Die Plattformen sind mehr oder weniger komplex, können teils von einfachen Anwendern, teils nur von einer Heerschaar an Entwicklern bedient werden.

Beachten Sie bei der Auswahl: Sie werden meist nicht nur mit einem einzelnen Anbieter für Ihr IoT zusammenarbeiten. Je nach Anforderungen und benötigten Services werden viele Anbieter andere Unternehmen mit einbeziehen, um das beste Ergebnis zu erzielen.

 

 

Drei Typen von IoT Plattformen

IoT-Plattformen verfolgen unterschiedliche Philosophien. Vor Ihrer Entscheidung für einen Anbieter sollten Sie wissen, welche drei Optionen Sie haben:

  • Entwickler-Plattform
    Diese Art von IoT-Plattform ist am wenigsten weit entwickelt. Open Source Anbieter setzen gewöhnlich auf diesen Ansatz. Auf der einen Seite gibt Ihnen diese Art von Plattform große Freiheiten bei der Ausgestaltung Ihres IoT. Sie können sich frei für eine Programmiersprache entscheiden, sind nicht an die Restriktionen von Service Development Tools gebunden und müssen sich nicht auf nativ unterstützte Geräte beschränken. Auf der anderen Seite bedarf es viel Zeit, Wissen und Ressourcen, um eine funktionierende Lösung an den Start zu bringen.
  • Plattformen mit Gebrauchsanweisung
    Dieser Typ von Plattform bringt alle Zutaten mit, die Sie für eine umfassende IoT-Lösung benötigen. Der Anbieter gibt Ihren Entwicklern Hilfe in Form von Software Development Tools an die Hand und stellt eine Cloud bereit, in der der geschriebene Code direkt gespeichert und verwaltet wird. Solche Plattformen stammen oft von Unternehmen aus dem Cloud-Bereich und deren IoT-Angebote finden meist auch in den Umgebungen dieser Cloud-Anbieter statt. Da IoT nicht das Kerngeschäft dieser Anbieter ist, sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie sich an einen Cloud-Anbieter binden wollen.
  • Sofort nutzbare Plattformen
    Wollen Sie direkt loslegen und nicht sehr viele Ressourcen in die Entwicklung stecken, sollten Sie sich für diese Art Anbieter entscheiden. Diese Option kommt außerdem Ihren Fachabteilungen (z.B. OT) und -experten entgegen, die nicht unbedingt IT-affin sind, aber Innovationen in Produkt und Prozessen voranbringen.

Hosting und Skalierung

Sie können im Markt zwischen einigen Varianten wählen, wenn es um das Hosting für Ihre IoT-Plattform geht. Zusammengefasst lassen sich die Angebote auf folgende Typen herunterbrechen:

Software-as-a-Service (SaaS)

Mit diesem Cloud-basierten IoT können Unternehmen sofort mit der Arbeit beginnen. Reseller und Lösungsanbieter setzen in der Regel auf diesen Ansatz. Hardware, Softwareinstallation und Coding werden komplett vom Anbieter übernommen, sodass Sie Geräte direkt anschließen und Daten sammeln können. SaaS-Plattformen werden gewöhnlich in Cloud-Umgebungen zusammen mit vielen weiteren Kunden gehostet – Zugang und Daten werden allerdings nicht geteilt.

Dedicated Cloud Plattformen

Bei dieser Art des Hostings erhalten Sie vom Cloud-Anbieter einen komplett eigenen Bereich, der nur für Sie und Ihr Unternehmen bestimmt ist. Je nach Anbieter wird die Software ebenfalls als Software-as-a-service angeboten.

On-premises

Wieder andere Anbieter erlauben die Installation ihrer Angebote auf Hardware oder Cloud-Infrastruktur, die dem Kunden gehört. Damit sichern sich Unternehmen die volle Kontrolle über Update-Zeitpläne, Security und Skalierung. Der Nachteil: Gleichzeitig müssen Sie sich um all diese zusätzlichen Dinge kümmern, was die Komplexität des Projektes weiter vergrößert.

Einen Business Case erstellen

IoT-Projekte mögen komplex sein, doch mit einem sorgsam ausgearbeiteten Business Case (und der richtigen Plattform) lohnt sich die Anstrengung. Hier sind Aspekte, die Sie bei der Ausarbeitung Ihres Business Case beachten sollten:

Ziele im Blick behalten

Führen Sie IoT nicht um der Technologie Willen ein, sondern richten Sie Ihr Projekt an Ihren Unternehmenszielen aus. Prüfen Sie, ob IoT Ihre Anforderungen wirklich erfüllt, denn die IoT-Einführung ist ein Langzeitinvestment. Die entsprechenden Ziele sollten Sie daher bei allen Entscheidungen im Hinterkopf behalten. Die alles entscheidende Frage ist: Was wollen Sie mit Ihrem IoT-Projekt erreichen?

 

Mit der richtigen Herangehensweise können Sie schnell Ergebnisse mit dem IoT liefern.

 

Stakeholder einbinden

Wenn Sie sich Gedanken über das Ziel Ihres IoT-Projektes gemacht haben, sollten Sie andere von der Lösung betroffenen Abteilungen und Mitarbeiter ansprechen und nach Ihren Anforderungen fragen. Typischerweise sind dies:

  • Fachabteilungen
  • Einführungsteam (Hard- und Software)
  • Datenschutzbeauftragter
  • Juristische Abteilung
  • Einkauf

Go-to-Market-Strategie

Einer der wichtigsten Ansatzpunkte für den Erfolg Ihres IoT Projektes ist Ihre Go-to-Market -Strategie (GTM), der Fahrplan für alle Entscheidungen. Mit dem GTM definieren Sie Ihre Zielgruppe, das Produkt, notwendige Serviceleistungen, Vertriebsarten und mögliche Konkurrenten. Denken Sie beim GTM immer daran, dass zusätzliche IoT-Anwendungen mit der Zeit hinzukommen könnten.

Integration in die bestehende Systemlandschaft

Wie generiert das IoT Werte? Es geht natürlich um Daten, also sollten Sie einen genauen Plan haben, wie Sie die Daten nutzbar machen. Folgende Fragen helfen:

  • Wie und in welcher Form sollen die User die Daten nutzen?
  • Wird ein Zugang direkt an der Edge benötigt?
  • Können alle gewünschten Auswertungen direkt in der IoT-Plattform durchgeführt werden oder muss ein anderes System angebunden werden?

 

 

Anbieter-Auswahl

Hier gibt es zahlreiche Aspekte, die man anführen könnte, doch ein Punkt ist von enormer Bedeutung. Stellen Sie sicher, dass der Anbieter Ihrer Wahl alle gewünschten Geräte unterstützt, die benötigten Daten erhebt, die relevanten Analysen durchführt und die notwendigen Integrationen bereitstellt.

Anbieter-Bindung

Es gibt Unterschiede darin, welche Freiheiten die Anbieter Ihren Kunden gewähren. Es kann ein großes Risiko sein, wenn man sich zu sehr an einen Anbieter und sein Ökosystem bindet, denn der Absprung fällt schwer, wenn alles auf eine Lösung ausgerichtet ist (die aber vielleicht irgendwann nicht mehr den Anforderungen genügt). Achten Sie daher genau auf die Antworten zu diesen Fragen:

  • Kann der Cloud-Partner frei gewählt werden?
  • Kann der Hardware-Partner frei gewählt werden?
  • Wird die bestehende Systemlandschaft angebunden oder sind neue Lösungen erforderlich?
  • Werden die eigenen Prozesse, Standards und regulatorischen Anforderungen unterstützt?

Sicherheit

Wie bei jedem IT-Projekt sollten Sie auch beim IoT darauf achten, sensible Unternehmensinformationen zu sichern. Wenn Sie die Verwaltung Ihres IoT komplett selbst übernehmen, steigt der Aufwand hierfür immens. Dies kann ein entscheidender Faktor sein, für welche Art Plattform sich ein Unternehmen entscheidet, denn betreute Plattformen garantieren einen hohen Grad an Sicherheit.

Ergebnisse überprüfen

Viele IoT-Projekte werden angestoßen, um das Unternehmen effizienter zu machen und damit Geld zu sparen. Sie sollten regelmäßig überprüfen, welchen Nutzen das IoT Ihrem Unternehmen bringt.

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IoT in der Logistik: Smarte Technologie für neue Dienstleistungen entlang der Lieferkette

IoT in der Logistik: Smarte Technologie für neue Dienstleistungen entlang der Lieferkette

Es ist eine Reise voller Unwägbarkeiten. Zirka 30 Tage ist ein Container vom chinesischen Ningbo-Zhoushan nach Hamburg per Schiff unterwegs. Durch drei verschiedene Klimazonen führt der Weg, Tropenstürme, Salzwasser-Fluten und starke Temperaturen-Schwankungen setzen der Fracht zu. Wie kann das Internet of Things (IoT) Logistikunternehmen bei dieser Herausforderung helfen?

Schätzungen zufolge gehen Tausende von Containern jedes Jahr verloren. Obendrein ist die Reise mit dem Erreichen des Elbehafens selten vorbei, Subunternehmer und verschiedene Transportsysteme wie Straße und Schiene wechseln sich ab. Den Kunden und Logistikern bleibt bei alldem oft nur eines: Abwarten. Doch für das Prinzip Hoffnung zahlen sie einen hohen Preis, wenn der Schaden an wertvollen oder verderblichen Gütern erst nach dem wochenlangen Transport offenkundig wird.

Chance IoT: Neues Geschäftsmodelle High Value Goods Transportation

Die Logistik befindet sich inmitten einer radikalen Transformation. Daher ist es nicht nur wichtig, das eigene Geschäftsmodell zu optimieren, sondern auch neue Business-Modelle zu entwickeln, die zusätzliche Umsatzmöglichkeiten und Alleinstellungsmerkmale in einem immer härteren Wettbewerb schaffen. Die besagten Unwägbarkeiten des Transportweges bieten dafür die Chance, wenn Gewissheit zum Service wird.

Davon ist auch die Software AG überzeugt. Für den Bereich des sogenannten High Value Goods Transportation hat sie eine Lösung entwickelt, die sich für Logistiker und deren Kunden gleichermaßen auszahlt. Reinhold Peters, Business Consultant bei dem Unternehmen aus Darmstadt, fasst zusammen:

„Wir schaffen den 360-Grad-Blick auf die Supply-Chain und sorgen so für maximale Transparenz.“

Smarte Container, ausgestattet mit Sensoren, liefern alle Daten rund um das transportierte Gut in Echtzeit an die IoT-Plattform Cumulocity. Die IoT-Devices übertragen beim Transport z.B. diese Daten:

  • Standort
  • Temperatur
  • Umgebungslicht
  • Luftfeuchtigkeit
  • Vibration

Mit Hilfe intelligenter Regeln werden daraus Warnungen, wenn Schwellwerte erreicht und die Bestellungen gefährdet sind. Über ein Dashboard haben Logistiker wie Auftraggeber gleichermaßen die Möglichkeit, den Zustand der Ware und ihren Weg zu verfolgen und frühzeitig auf alle Eventualitäten zu reagieren. Peters:

„Im Ergebnis haben wir hier eine umfassende End-to-End-IoT-Lösung für die Logistik-Industrie.“

Oft heißt es, dass jede Reise mit dem ersten Schritt beginne, doch so eine Reise will zuvor bereits gut geplant sein. Daher kommt neben dem Monitoring des Transports auch Process Mining schon bei der Planung und Vorbereitung zum Einsatz. Die Software AG kann dafür auf eine eigene Integrationslösung zurückgreifen und über mehrere 100 Connectoren beispielsweise die Daten eines SAP-Systems oder sämtliche andere Quellen des Kunden nutzen. Der Clou: So wird es möglich, alle Prozesse transparent zu machen – vom ersten Kontakt mit dem Kunden bis zum Abschluss der Lieferung. Logistikunternehmen können jederzeit all ihre Fragen beantworten:

  • Wo sind manuelle Arbeiten erforderlich?
  • Wo gibt es Verzögerungen?
  • Wo Probleme?

Künstliche Intelligenz und Machine Learning helfen künftig dabei Ergebnisse selbst komplexester Prozesse richtig zu deuten“, skizziert Peters die mögliche Zukunft. Dabei dient das Process Mining nicht zur einmaligen, sondern durch die Verbindung mit dem Produktivsystem in der Cloud-Umgebung Aris zur permanenten Optimierung.

Das Ergebnis sind höhere Effizienz, absolute Transparenz und ein Logistik-Geschäftsmodell, das bereit ist für alle Unwägbarkeiten. Ganz gleich, wohin die Reise geht.

 

Seit 50 Jahren unterstützen wir von der Software AG Firmen bei der digitalen Transformation. Als einer der Weltmarktführer bei Software-Lösungen für Unternehmen kennen wir die Herausforderungen des täglichen Business und wissen um die Besonderheiten der jeweiligen Branchen. Gerade für die Logistikbranche sehen wir ein enormes Potenzial durch den Einsatz smarter Technologien. Daher freuen wir uns auch, vom 21. Oktober bis 23. Oktober beim diesjährigen BVL Kongress dabei zu sein. Nutzen Sie die Gelegenheit und kommen Sie mit uns zur digitalen Zukunft der Logistik ins Gespräch.

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10 Vorteile von Process Mining: Wieso Unternehmen bei der Optimierung ihrer Prozesse auf Software setzen sollten

10 Vorteile von Process Mining: Wieso Unternehmen bei der Optimierung ihrer Prozesse auf Software setzen sollten

Wieso eigentlich Process Mining? Immer mehr Unternehmen optimieren ihre Geschäftsprozesse mithilfe von Software. Der Grund dafür sind fundamentale Veränderungen: Digitalisierung und Globalisierung haben den Wettbewerb für immer verändert.

Die Welt von heute ist volatil und komplex. Lösungswege sind nicht immer eindeutig und mit Unsicherheiten behaftet. Kundenanforderungen und Geschäftsmodelle wandeln sich schneller denn je. Selbst bei einer ausgeklügelten Planung sind Unternehmen nicht sicher, ob sich der gewünschte Effekt einstellt. Jedes Unternehmen muss die eigenen Prozesse daher kontinuierlich überprüfen und verbessern. Wenn Unternehmen auf den konstanten Wandel und neuartige Mitbewerber vorbereitet sein möchten, sollten Sie sich mit Process Mining befassen. In diesem Artikel blicken wir darauf, welche konkreten Vorteile Sie in der Praxis mit Process Mining für Ihr Unternehmen realisieren können.

Welche Unternehmen profitieren von Process Mining?

Die Verbesserung von Prozesse kann ein schwieriges Geschäft sein, denn meist ist nicht offensichtlich wo die Engpässe liegen und Ursachen für schlechte Prozesse zu suchen sind. Process Mining hilft dabei zu verstehen, wo Zeit verschwendet wird und Optimierungspotenzial verborgen liegt.

Woran erkennen Sie, dass Ihr Unternehmen von Process Mining profitieren kann?

  • Prozesse sind ineffizient
  • Zuständigkeiten sind unklar
  • Prozesse orientieren sich an Silos bzw. sind an organisatorischen Einheiten ausgerichtet
  • Best Practices werden nicht weitergegeben
  • Änderungen erfolgen reaktiv und beseitigen nicht die Ursachen, sondern lediglich die Symptome
  • Der Erfolg von Prozessänderungen kann nur mit hohem Aufwand gemessen werden
  • Starre Abläufe verhindern eine agile, flexible und innovative Arbeitsweise
  • Workarounds sind Teil der Unternehmenskultur

Process Mining ermöglicht es Unternehmen aus allen Branchen, diese Probleme anzugehen, ihre Prozesse zu harmonisieren und beispielsweise Durchlaufzeiten, Prozesskosten, Prozessstabilität oder Compliance zu optimieren.

Wie kann Process Mining konkret helfen?

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen schreitet voran. Folglich sollten Prozesse auch digital optimiert werden. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Vergleich der Anbieter besonders achten sollten, und welche Vorteile Process Mining per Software bietet:

Transparenz: Das Unternehmen wirklich verstehen

Sinnvolle Änderungsprozesse beginnen mit einem tiefgreifenden Verständnis für das zugrundeliegende Problem. Wenn Sie Ihre Prozesse verbessern möchten, muss der erste Schritt eine intensive Analyse des Ist-Zustandes sein:

  • Dokumentieren und visualisieren Sie Ihre Prozesse: Grafische Darstellung statt unstrukturierter Daten und Dokumente
  • Vergleichen Sie Soll- und Ist-Zustand
  • Datenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl
  • Identifizieren Sie Muster, Anomalien, Ursachen und Wirkung
  • Betrachten Sie Ihr Unternehmen aus verschiedenen Perspektiven – intern oder extern (beispielsweise aus der Kundenperspektive) – und gewinnen Sie so neue Erkenntnisse

Unternehmensstrategie umsetzen: Halten Sie Ihre Prozesse tatsächlich ein?

Wenn es um die Konsistenz Ihrer Prozesse (und damit Konsistenz der Ergebnisse) geht, sollten Sie sich nicht auf Vermutungen verlassen. Finden Sie heraus, wie Ihre Prozesse tatsächlich ablaufen! Dabei hilft Ihnen Process Mining. Darüber hinaus zeigt Process Mining Zusammenhänge auf und ermöglicht es Ihnen:

  • Strategien strukturiert zu entwickeln, zu simulieren und auszurollen
  • Kennzahlen (KPIs) für relevante Geschäftsprozesse zu definieren, zu überwachen und zu bewerten
  • Probleme bei der Umsetzung und Ausführung von Prozessen zu erkennen

Prozesseffizienz optimieren: Mehr als Kosten senken

Die (fortlaufende) Optimierung von Prozessen ist das Kernanliegen von Process Mining. Die Software hilft Ihnen dabei Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren und Ihr Unternehmen effizienter zu machen. Dies bedeutet in der Praxis:

  • Prozessabweichungen erkennen, Korrekturen vornehmen und Prozesse transformieren
  • Prozesseffizienz erhöhen: Interaktive Analytics erkennen Leistungstreiber, unnötige Schritte und Korrelationen zwischen Erfolgsfaktoren
  • Kosten, Zeit und manuelle Aufwände sparen
  • Engpässe und Schwachstellen identifizieren und beseitigen
  • Prozessharmonisierung: Bei Zielkonflikten zwischen Prozessen kann eine Harmonisierung die negativen Effekte minimieren
  • Unklare Zuständigkeiten beseitigen
  • Kostenoptimierungen durch Outsourcing oder Zusammenfassung von internen Dienstleistungen in zentralen Einheiten aufzeigen (Shared Services)
  • Investitionsmöglichkeiten erkennen, etwa wo Automatisierungsaktivitäten (wie Robotic Process Automation) Sinn machen oder Mitarbeiter zusätzliches Training benötigen

Use Cases für Process Mining

Best Practices zum Standard machen

Sie wissen zwar, welche Abteilungen die besten Ergebnisse liefern, aber Sie können diese Best Practices nicht auf andere Bereiche übertragen? Process Mining identifiziert die besten Prozesse und hilft, diese zu reproduzieren.

Wenn alle Ihre Teams fehlerfreie, schnelle Prozesse einhalten, können Sie z.B. ambitionierte SLAs einhalten und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Mitarbeiterzufriedenheit: Bessere Prozesse für höhere Mitarbeiterbindung

Wissen und Know-How sind heute das A und O für den Unternehmenserfolg. Diese Kompetenz möchten Sie in Form Ihrer Mitarbeiter im Unternehmen halten. Process Mining trägt dazu bei durch:

  • Die Erhöhung der Prozessqualität: Verkürzen Sie z.B. Freigabeprozesse und ersparen Sie Mitarbeitern Aufwände
  • Eine kontinuierliche Verbesserung und Überprüfung der Prozesse signalisiert Ihren Mitarbeitern, dass sich Ihr Unternehmen in die richtige Richtung bewegt

Schnelle Anpassungen an veränderte Marktbedingungen

Process Mining unterstützt Sie dabei, selbst bei einer einschneidenden Veränderung von Marktbedingungen und Kundenanforderungen (etwa aufgrund einer Pandemie) die notwendigen Anpassungen schnell zu durchdenken, ihre Auswirkungen abzuschätzen und Ihre Prozesse adäquat anzupassen.

Compliance vereinfachen
Gesetze und Regeln einzuhalten wird für Unternehmen immer schwieriger und aufwändiger. Auch hier kann Process Mining unterstützen:

  • Non-Compliance verhindern: Effiziente Identifizierung von Compliance-Problemen und Einführung von Standardprozessen für Compliance in der gesamten Organisation
  • Schnellere Erkennung von Abweichungen von den Compliance-Prozessen in Unternehmensteilen
  • Risiken überwachen und Strafen vermeiden
  • Unterstützen Sie interne und externe Audits und senken Sie die entsprechenden Kosten und Aufwände

Leichter Start

Viele Process Mining Anbieter setzen darauf, dass Sie direkt mit der Arbeit loslegen können. Die Einstiegshürden sind niedrig:

  • Das Process Mining Tool kann direkt in der Cloud genutzt werden
  • Prozessoptimierung per grafischen Editor – ganz ohne Programmierkenntnisse und Beratungsleistungen
  • Ad-hoc Optimierungen anhand von Datenuploads aus abgegrenzten Prozesse
  • Übernahme von Best Practices als Startpunkt der Prozessdokumentation
Geschäftsprozessanalyse-as-a-Service: ARIS aus der Cloud ist Ihre Process-Mining-Software mit sehr niedrigen Einstiegsbarrieren. Sie müssen nichts installieren und können sofort starten. Die Software ist in verschiedenen Editionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang verfügbar. Auch als kleines Team können Sie also direkt beginnen und später tiefer einsteigen.

 

Einfache Umsetzung von Änderungen

Prozessänderungen können bei vielen Process-Mining-Tools direkt angestoßen, freigegeben und ausgerollt werden. Die betroffenen Mitarbeiter werden sofort über die Veränderungen informiert. Eine grafische Darstellung der Änderungen hilft ihnen, die Verbesserungen zu verstehen.

Kundenzufriedenheit: Customer Experience optimieren

Innovative Unternehmen haben zufriedene Kunden. Mit Process Mining können Unternehmen besser und flexibler auf die Anforderungen ihrer Kunden eingehen und z.B. analysieren, ob die Customer Experience wie gewünscht funktioniert. So lassen sich etwa die Ursachen von Lieferverspätungen aufdecken, die Reaktionszeiten des Kundenservices verringern oder das Kunden-Onboarding drastisch beschleunigen.

Wieso Sie jetzt mit Process Mining starten sollten

Unternehmen sind heute mehr denn je darauf angewiesen, Schwachstellen in ihren Prozessen zu identifizieren und zu verbessern sowie Optimierungspotenziale auszuschöpfen. Process Mining ist in Zeiten von Big Data ein sehr effizienter Weg, um Daten im logischen Kontext mit dem Prozesswissen zu analysieren und Zusammenhänge besser zu verstehen. Unternehmen bietet sich die Chance Ihr Geschäftsprozess-Management digital aufzustellen und Mehrwerte schnell zu heben.

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10 Tipps für Ihr Internet of Things

10 Tipps für Ihr Internet of Things

Das Internet of Things (IoT) ist in aller Munde. Egal ob Einzelhandel oder Maschinenbau – fast alle Branchen haben mittlerweile tragfähige Use Cases entwickelt und ausgerollt.

Es gibt immer mehr Best Practices, wie man Abläufe optimieren kann. Wenn auch Ihr Unternehmen über die Einführung einer IoT-Lösung nachdenkt, haben wir zehn praktische Tipps für Sie:

  1. Groß denken, aber klein anfangen

Beginnen Sie ein IoT-Projekt im kleinen Rahmen und wachsen Sie von dort aus. Wählen Sie ein Projekt mit einem konkreten Unternehmensziel, das einen echten und unmittelbaren geschäftlichen Nutzen aufweist.

  1. Erstellen Sie einen Business Case

Denken Sie über IoT in Bezug auf den praktischen Nutzen für Ihr Geschäft und die langfristige Produktstrategie nach. Was versuchen Sie zu erreichen? Werden Sie die Anlageneffizienz verbessern, Kunden in Echtzeit bedienen oder innovative Produkte als Dienstleistungen einführen?

  1. Integration ist alles

Vermeiden Sie Silos! Planen Sie die Integration Ihrer IoT-Daten mit den entsprechenden IT-Systemen, wie CRM- und ERP-System. Wenn Sie in diesen Systemen IoT-Daten in Zusammenhang mit anderen Geschäftsdaten bringen, können Sie bessere Entscheidungen treffen.

  1. IoT für jedermann

Sowohl IT-Spezialisten als auch „normale“ Mitarbeiter müssen in der Lage sein, die Prozesse und Effizienz Ihres Unternehmens mit Hilfe des IoT zu verbessern. Suchen Sie nach Lösungen mit Benutzeroberflächen, die es den Fachabteilungen ermöglichen, selbst das Beste aus Ihren IoT-Investitionen zu machen.

  1. Planen Sie Sicherheit von Anfang an mit ein

Keine Chance für Hacker und Datenpannen! Stellen Sie sicher, dass Ihre IoT-Daten von Anfang bis Ende geschützt sind. Sichern Sie Ihre Geräte z. B. mit rollenbasierten Zugriffsrechten.

  1. IoT überall aufbauen

Sie wissen nie, wo das IoT in Zukunft einmal benötigt werden könnte. Entwerfen Sie Ihre Lösung so, dass sie überall funktioniert: Vor Ort, in der Cloud und sogar an Orten, an denen Ressourcen (Stromversorgung?) begrenzt sind.

  1. Offen bleiben

Um mit IoT erfolgreich zu sein, müssen Sie in der Lage sein, „Dinge“ schnell miteinander zu verbinden. Vermeiden Sie also Plattformen, die Sie an eine bestimmte Cloud-Infrastruktur, Bereitstellungsoptionen, proprietäre Standards und/oder Hardware binden.

  1. IoT einfach machen

Konzentrieren Sie sich weniger auf das Ausrollen des IoT und mehr auf die Innovation für Prozesse und Produkt. Erwägen Sie die Verwendung einer IoT-Plattform, die mit gebrauchsfertiger Geräteverwaltung, Anwendungsaktivierung, Integration und Analyse ausgestattet ist.

  1. Analytics sind der Schlüssel zum Erfolg des IoT

Was nützen Ihnen IoT-Daten, wenn man sie nicht analysieren kann? Planen Sie den Einsatz von Analysen, um schnelle und fundierte Entscheidungen zu treffen. Wenn Sie beispielsweise Streaming-Analysen nutzen, können Sie einen Prozess in Echtzeit verbessern, Kunden auf der Grundlage ihres Echtzeitverhaltens passende Angebote unterbreiten oder Wartungen einplanen, bevor ein Schaden eintritt.

  1. Starten Sie nicht allein ins IoT

Wählen Sie einen Plattformanbieter, der Verbindungen hat. Profitieren Sie von einem System mit Partnern und Experten, die Ihnen bei jedem Schritt der Entwicklung zur Seite stehen und neue Anwendungsfälle finden, den Proof of Concept erstellen oder bei der Verwaltung der IoT-Lösungen unterstützen.

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Das Paradoxon der Digitalisierung

Das Paradoxon der Digitalisierung

Es mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen. Aber wenn wir heute über Digitalisierung sprechen, geht es nicht mehr in erster Linie um die Anwendung unterschiedlicher Technologien, sondern vielmehr um Strategien für das Unternehmen als Ganzes. Die Zeiten, in denen IT lediglich ein Instrument war, das wie eine Kostenstelle verwaltet wurde, sind längst vorbei. IT sollte heute ein Innovationsmotor und -katalysator sein, der ganzheitlich – also für das gesamte Unternehmen – entwickelt wird.

Kaum ein neues Produkt oder neuer Service kommt heute ohne moderne Technologie aus. Kein Unternehmen kann auf moderne Technologie verzichten. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Corona-Pandemie: Dank digitaler Technologien – insbesondere Softwarelösungen – konnten sich Unternehmen und ganze Branchen über Wasser halten. Wir haben gesehen, dass digitale Technologien eine höhere Effizienz ermöglichen. Wir haben erkannt, was digitale Technologien leisten können – und was passiert, wenn sie fehlen.

Das Paradoxon der Digitalisierung

Obwohl digitale Technologien immer relevanter werden, sind sie selten der Schlüsselfaktor. Das kann man getrost als Paradoxon bezeichnen. Hardware wird immer austauschbarer, weil sich Leistungsunterschiede nicht mehr auf ein bestimmtes Gerät oder eine bestimmte Komponente zurückführen lassen. Und Unternehmen, die eine Cloud nutzen, haben sowieso kaum Einfluss auf die eingesetzten Server, Netzwerkkomponenten oder Datenbanken. Auch auf die Frage nach der der richtigen Anwendung für datengestützte Geschäfts- und Ertragsmodelle gibt es kaum eindeutige Antworten. Selbst KI-gestützten Algorithmen fehlen Alleinstellungsmerkmale, durch die sie sich grundlegend von anderen unterscheiden. Worauf es wirklich ankommt, ist die Zusammenführung und Integration hybrider und heterogener IT-Systeme sowie die Verbindung traditioneller IT und moderner Cloud-Technologien. Das bedeutet: je wichtiger digitale Technologien werden, umso unwichtiger werden einzelne Lösungen.

Dieses Paradoxon lässt sich nicht mithilfe von Technologie auflösen. Dafür braucht es eine unternehmensweite Strategie, in deren Mittelpunkt ein überlegenes und reibungsloses Kundenerlebnis steht.

Eine Strategie macht ein Stück Technik – einen Sensor, eine Netzwerkkomponente, selbst einen Algorithmus – zu einem Geschäftsmodell. Erst eine Strategie beantwortet die Frage nach dem passenden Geschäftsmodell oder der geeigneten Technologie.

Vernetzt und aufeinander abgestimmt

Damit diese Strategie funktioniert (und hier sind wir wieder bei der Technologie), muss ein Unternehmen sich auf ihre Umsetzung vorbereiten. Dazu gehören meiner Meinung nach eine durchgängige Digitalisierung und Vernetzung, die alle Prozesse und die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens einschließt. Nur so wird ein Unternehmen in der Lage sein, die Datenqualität zu erreichen, die es für neue Geschäftsmodelle und detaillierte Einblicke in seine Prozesse braucht. Die meisten Unternehmen verfügen bereits über das für die Datenerfassung, -speicherung und -analyse wichtigste System: das ERP-System. Was ihnen häufig noch fehlt, ist die Fähigkeit, ihre Assets, Maschinen und Produkte durchgängig mit ihrer traditionellen IT zu verbinden, die nur in der Cloud beliebig skalierbar, hoch verfügbar und sicher ist. Nur wenn diese Konnektivität gegeben ist, lassen sich Daten aus der Produktion, dem Anlagenbetrieb und der tatsächlichen Nutzung der Produkte gewinnen.

Digitale Zwillinge, Edge Computing, IoT: Möglichkeiten für vernetzte Unternehmen

Der digitale Zwilling ist eines des augenfälligsten Beispiel für eine neue Technologie, die nur in einem digitalisierten Unternehmen funktioniert. Ein digitaler Zwilling ist das digitale Abbild eines Objekts und arbeitet genauso wie sein reales Gegenstück. Die Daten des digitalen Zwillings können beispielweise verwendet werden, um den Betrieb eines realen Objekts zu simulieren, Predictive-Maintenance-Zyklen festzulegen und Funktionen und Funktionserweiterungen unter realistischen Bedingungen zu testen. Er hilft Unternehmen beim Betrieb von Maschinen und Anlagen Zeit und Geld zu sparen und neue marktreife Produkte schnell und kostengünstig zu entwickeln.

Daten in der Cloud und am Edge

Digitale Zwillinge, vernetzte Produktionsanlagen und ERP-Systeme erzeugen entlang der Wertschöpfungskette riesige Datenmengen. Die Cloud bietet die Skalierbarkeit, Performance und Sicherheit, um diese Daten zu speichern und zu verarbeiten. Aber nicht immer ist eine solch komplizierte Speicherung und Verarbeitung möglich, sinnvoll oder nötig, etwa bei entfernten Produktionsanlagen und Stromgeneratoren oder Sensoren in schwer zugänglichen Gebäuden, die dennoch wertvolle Daten erzeugen.

Edge Computing – über Sensoren, Aktoren und Gateways – erlaubt es Unternehmen Daten vor Ort zu verarbeiten, ohne auf die Cloud oder ein großes Rechenzentrum zurückzugreifen. Um aber große Datenmengen zu analysieren und zu nutzen, ist eine temporäre Verbindung mit der Cloud unabdingbar. Edge- und Cloud-Computing sind keine Gegensätze. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille: bei beidem geht es darum, aus Daten operative und strategische Entscheidungen abzuleiten.

Für welches Konzepten man sich auch entscheidet, es gibt einen klaren Verlierer: Reine On-Premise-Anwendungen und firmeneigene Rechenzentren mögen temporär aufgrund von gewachsenen Infrastrukturen und Legacy- und Nischenanwendungen ihre Berechtigung haben. Sie werden diese jedoch nach und nach verlieren. Doch selbst wenn mit jeder Modernisierungsstufe ihre Daseinsberechtigung bröckelt, werden Unternehmen noch eine Weile an ihnen festhalten. Daher sind auch im Zeitalter von Cloud und Edge Integratoren wichtig, die traditionelle und zukunftsorientierte IT verbinden.

Verbindung mit dem Business

All diese technischen und operativen Fragen ergeben sich aus der Geschäftsstrategie. Auch für uns als Anbieter von Integrations- und Cloud-Lösungen verändert sich das Geschäft dadurch grundlegend. Wir bieten nach wie vor traditionelle IT-Lösungen und Middleware an. Aber wir arbeiten immer stärker mit Business-Expertinnen und Experten zusammen, die sich kaum oder gar nicht für Technologie interessieren, dafür aber umso für den Business Case dahinter. Sie wollen keine komplizierten Datenblätter sehen. Ihnen geht es um Antworten auf ihre Fragen, schnelle Verfügbarkeit, intuitive Benutzeroberflächen und ein überlegenes, reibungsloses Kundenerlebnis.

Dies ist die neue, wirklich digitale Generation, die in den kommenden Jahren nicht nur Unternehmen, sondern auch unsere Welt verändern wird. Sowohl Anbieter als auch Anwenderunternehmen müssen sich dieser neuen Realität stellen. Im Schulterschluss zwischen Business und IT müssen sie die nächste Stufe der Digitalisierung erklimmen, sonst werden sie bald schon Geschichte sein.

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