Das Paradoxon der Digitalisierung

Das Paradoxon der Digitalisierung

Es mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen. Aber wenn wir heute über Digitalisierung sprechen, geht es nicht mehr in erster Linie um die Anwendung unterschiedlicher Technologien, sondern vielmehr um Strategien für das Unternehmen als Ganzes. Die Zeiten, in denen IT lediglich ein Instrument war, das wie eine Kostenstelle verwaltet wurde, sind längst vorbei. IT sollte heute ein Innovationsmotor und -katalysator sein, der ganzheitlich – also für das gesamte Unternehmen – entwickelt wird.

Kaum ein neues Produkt oder neuer Service kommt heute ohne moderne Technologie aus. Kein Unternehmen kann auf moderne Technologie verzichten. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Corona-Pandemie: Dank digitaler Technologien – insbesondere Softwarelösungen – konnten sich Unternehmen und ganze Branchen über Wasser halten. Wir haben gesehen, dass digitale Technologien eine höhere Effizienz ermöglichen. Wir haben erkannt, was digitale Technologien leisten können – und was passiert, wenn sie fehlen.

Das Paradoxon der Digitalisierung

Obwohl digitale Technologien immer relevanter werden, sind sie selten der Schlüsselfaktor. Das kann man getrost als Paradoxon bezeichnen. Hardware wird immer austauschbarer, weil sich Leistungsunterschiede nicht mehr auf ein bestimmtes Gerät oder eine bestimmte Komponente zurückführen lassen. Und Unternehmen, die eine Cloud nutzen, haben sowieso kaum Einfluss auf die eingesetzten Server, Netzwerkkomponenten oder Datenbanken. Auch auf die Frage nach der der richtigen Anwendung für datengestützte Geschäfts- und Ertragsmodelle gibt es kaum eindeutige Antworten. Selbst KI-gestützten Algorithmen fehlen Alleinstellungsmerkmale, durch die sie sich grundlegend von anderen unterscheiden. Worauf es wirklich ankommt, ist die Zusammenführung und Integration hybrider und heterogener IT-Systeme sowie die Verbindung traditioneller IT und moderner Cloud-Technologien. Das bedeutet: je wichtiger digitale Technologien werden, umso unwichtiger werden einzelne Lösungen.

Dieses Paradoxon lässt sich nicht mithilfe von Technologie auflösen. Dafür braucht es eine unternehmensweite Strategie, in deren Mittelpunkt ein überlegenes und reibungsloses Kundenerlebnis steht.

Eine Strategie macht ein Stück Technik – einen Sensor, eine Netzwerkkomponente, selbst einen Algorithmus – zu einem Geschäftsmodell. Erst eine Strategie beantwortet die Frage nach dem passenden Geschäftsmodell oder der geeigneten Technologie.

Vernetzt und aufeinander abgestimmt

Damit diese Strategie funktioniert (und hier sind wir wieder bei der Technologie), muss ein Unternehmen sich auf ihre Umsetzung vorbereiten. Dazu gehören meiner Meinung nach eine durchgängige Digitalisierung und Vernetzung, die alle Prozesse und die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens einschließt. Nur so wird ein Unternehmen in der Lage sein, die Datenqualität zu erreichen, die es für neue Geschäftsmodelle und detaillierte Einblicke in seine Prozesse braucht. Die meisten Unternehmen verfügen bereits über das für die Datenerfassung, -speicherung und -analyse wichtigste System: das ERP-System. Was ihnen häufig noch fehlt, ist die Fähigkeit, ihre Assets, Maschinen und Produkte durchgängig mit ihrer traditionellen IT zu verbinden, die nur in der Cloud beliebig skalierbar, hoch verfügbar und sicher ist. Nur wenn diese Konnektivität gegeben ist, lassen sich Daten aus der Produktion, dem Anlagenbetrieb und der tatsächlichen Nutzung der Produkte gewinnen.

Digitale Zwillinge, Edge Computing, IoT: Möglichkeiten für vernetzte Unternehmen

Der digitale Zwilling ist eines des augenfälligsten Beispiel für eine neue Technologie, die nur in einem digitalisierten Unternehmen funktioniert. Ein digitaler Zwilling ist das digitale Abbild eines Objekts und arbeitet genauso wie sein reales Gegenstück. Die Daten des digitalen Zwillings können beispielweise verwendet werden, um den Betrieb eines realen Objekts zu simulieren, Predictive-Maintenance-Zyklen festzulegen und Funktionen und Funktionserweiterungen unter realistischen Bedingungen zu testen. Er hilft Unternehmen beim Betrieb von Maschinen und Anlagen Zeit und Geld zu sparen und neue marktreife Produkte schnell und kostengünstig zu entwickeln.

Daten in der Cloud und am Edge

Digitale Zwillinge, vernetzte Produktionsanlagen und ERP-Systeme erzeugen entlang der Wertschöpfungskette riesige Datenmengen. Die Cloud bietet die Skalierbarkeit, Performance und Sicherheit, um diese Daten zu speichern und zu verarbeiten. Aber nicht immer ist eine solch komplizierte Speicherung und Verarbeitung möglich, sinnvoll oder nötig, etwa bei entfernten Produktionsanlagen und Stromgeneratoren oder Sensoren in schwer zugänglichen Gebäuden, die dennoch wertvolle Daten erzeugen.

Edge Computing – über Sensoren, Aktoren und Gateways – erlaubt es Unternehmen Daten vor Ort zu verarbeiten, ohne auf die Cloud oder ein großes Rechenzentrum zurückzugreifen. Um aber große Datenmengen zu analysieren und zu nutzen, ist eine temporäre Verbindung mit der Cloud unabdingbar. Edge- und Cloud-Computing sind keine Gegensätze. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille: bei beidem geht es darum, aus Daten operative und strategische Entscheidungen abzuleiten.

Für welches Konzepten man sich auch entscheidet, es gibt einen klaren Verlierer: Reine On-Premise-Anwendungen und firmeneigene Rechenzentren mögen temporär aufgrund von gewachsenen Infrastrukturen und Legacy- und Nischenanwendungen ihre Berechtigung haben. Sie werden diese jedoch nach und nach verlieren. Doch selbst wenn mit jeder Modernisierungsstufe ihre Daseinsberechtigung bröckelt, werden Unternehmen noch eine Weile an ihnen festhalten. Daher sind auch im Zeitalter von Cloud und Edge Integratoren wichtig, die traditionelle und zukunftsorientierte IT verbinden.

Verbindung mit dem Business

All diese technischen und operativen Fragen ergeben sich aus der Geschäftsstrategie. Auch für uns als Anbieter von Integrations- und Cloud-Lösungen verändert sich das Geschäft dadurch grundlegend. Wir bieten nach wie vor traditionelle IT-Lösungen und Middleware an. Aber wir arbeiten immer stärker mit Business-Expertinnen und Experten zusammen, die sich kaum oder gar nicht für Technologie interessieren, dafür aber umso für den Business Case dahinter. Sie wollen keine komplizierten Datenblätter sehen. Ihnen geht es um Antworten auf ihre Fragen, schnelle Verfügbarkeit, intuitive Benutzeroberflächen und ein überlegenes, reibungsloses Kundenerlebnis.

Dies ist die neue, wirklich digitale Generation, die in den kommenden Jahren nicht nur Unternehmen, sondern auch unsere Welt verändern wird. Sowohl Anbieter als auch Anwenderunternehmen müssen sich dieser neuen Realität stellen. Im Schulterschluss zwischen Business und IT müssen sie die nächste Stufe der Digitalisierung erklimmen, sonst werden sie bald schon Geschichte sein.

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Der Mittelstand: Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und die treibende Kraft für die wirtschaftliche Erholung

Der Mittelstand: Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und die treibende Kraft für die wirtschaftliche Erholung

Die Wirtschaft befindet sich in einer Rezession: Für die globale Wirtschaftsleistung wird ein Rückgang um 8,5 Billionen Dollar über die nächsten zwei Jahre erwartet. Alle wichtigen Länder in der OECD verzeichneten im zweiten Quartal 2020 ein negatives BIP-Wachstum. In Deutschland hingegen zeichnet sich mit einem Minus von 9,7 Prozent ein weitaus geringerer Rückgang ab als in anderen europäischen Ländern.

Anzeichen für Resilienz und Erholung

In Deutschland müssen wir jetzt einen nachhaltigen und kräftigen Aufschwung anstreben, was mit Resilienz gegenüber jenen Schwachstellen erreicht werden kann, die die Pandemie aufgedeckt hat. Die Wirtschaft hat einen Schlag erlitten, aber die Unternehmen müssen proaktiv bleiben. Sie müssen neue Wege für ihre Geschäftsmodelle finden, in ihren täglichen Aktivitäten effizienter sein und international mit neuen Handelspartnern expandieren.

Der Mittelstand wird das Wachstum antreiben

Der deutsche Mittelstand hat sich als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. Wenn die Wirtschaft sich schnell erholen sollte, wird es der Mittelstand sein, der diese Erholung treibt. Als Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind die mittelständischen Unternehmen eher konservativ, nicht an der Börse notiert und werden für ihre präzise Ingenieurskunst und hohe Qualität geschätzt.

Mehr als die Hälfte der deutschen KMU (54 Prozent), die den Mittelstand ausmachen, halten neue Technologien für absolut notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Digitalisierung ist für 76 Prozent eine strategische Priorität. Ihre Situation ist ähnlich wie die der meisten Unternehmen weltweit.

Technologie ist die Grundlage für die Resilienz von Unternehmen. Investitionen in die digitale Transformation sind der Grund dafür, dass Unternehmen auch unter schwierigen Bedingungen leistungsfähig bleiben können. Nur so können Unternehmen schnell Entscheidungen treffen und die nötigen Veränderungen vornehmen. Es mag einfach aussehen, aber all das ist nur möglich, weil in der Wirtschaft kontinuierlich in Digitalisierung investiert wird.

Ein gutes Beispiel hierfür ist ADAMOS, ein Joint Venture zwischen Maschinenbauern und Software- und Serviceunternehmen. Unternehmen wie Dürr und DMG Mori haben in Technologie investiert, um ihre Roboter miteinander zu verbinden, Lösungen für die digitale Fertigung zu entwickeln, neue Geschäftsmodelle umzusetzen und einen Standard für die Fertigungsindustrie zu etablieren. Dadurch wurden sie zu digitalen Unternehmen, was ihre Resilienz stärkt und sie widerstandsfähiger gegen die pandemiebedingten Einschränkungen macht. Die aktuelle Situation ist besonders hart für Familienbetriebe, die die Sicherheit ihrer Belegschaft gegen die Notwendigkeit der Rückkehr zu einer normalen Produktion abwägen müssen. Die Bäckerei Göbecke in Leipzig setzt zum Beispiel eine Lösung ein, in der intelligente Badges für einen sicheren Abstand zwischen den Mitarbeitern sorgen: Ein akustisches Signal ertönt, wenn sich Kollegen über eine gewisse Zeit in zu engem Abstand zueinander befinden. Dies ist ein Beispiel, wie Technologie helfen kann, dass Mitarbeiter in eine sichere Arbeitsumgebung zurückkehren können.

Der digitale Eiserne Vorhang

Das Wachstum des Mittelstands wird grenzüberscheitenden Handel erfordern. Deshalb müssen die Unternehmen neue Partner auf der ganzen Welt finden. Der Digitalisierungsgrad wird für den schnellen Aufbau und die einfache Integration dieser neuen Beziehungen entscheidend sein. Es sind jedoch noch andere Kräfte am Werk, die dies zu einer Herausforderung machen.

Ein „Digitaler Eiserner Vorhang“ trennt die Welt. Durch konkurrierende geopolitische Ziele und Spannungen entstehen zwei Systeme, die zunehmend inkompatibel sind. Auf der einen Seite gibt es US-Sanktionen, die chinesische Unternehmen einschränken, die auf US-Mikrochips und Software angewiesen sind. Auf der anderen Seite steht China, das seine eigenen Systeme und Software entwickelt. Langsam aber sicher entsteht eine zweigeteilte Welt, die nicht mehr in der Lage sein wird, zusammenzuarbeiten. Unternehmen müssen daher entweder einen Weg finden, mit diesen verschiedenen Systemen zu arbeiten, oder sich zwischen ihnen entscheiden.

Der Aufschwung ist gefährdet, wenn man seine Produkte nur in eine Hälfte der Welt verkaufen kann. Digitale Unternehmen sind in der Tat am besten positioniert, um durch den „Digitalen Eisernen Vorhang“ zu gelangen, weil sie flexibler sind, wenn es um neue Technologien geht. Aus diesem Grund sind sie auch widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen der Pandemie und der Rezession.

Die Regierung spielt eine wichtige Rolle für den Neustart

Die deutsche Regierung hat während der Krise schnell und entschlossen gehandelt, und damit das Ausmaß an Turbulenzen vermieden, die anderswo zu beobachten waren. Weiche Lockdowns und Konjunkturpakete halfen, die Menschen und Unternehmen zu unterstützen. Die jüngste Entscheidung, die Kurzarbeitsregelung bis 2021 zu verlängern, zeugt von einem anhaltenden Engagement zur Abwendung weiterer wirtschaftlicher Härten.

Die Unterstützung ist da, aber die Regierungen müssen nachlegen und die Unternehmen – entweder durch Richtlinien oder finanzielle Anreize – zu den richtigen Investitionen führen. Die Unternehmen ihrerseits müssen sich bewusst zu mehr digitalen Lösungen verpflichten. Dadurch wird sichergestellt, dass die vorhandene Unterstützung zu den bestmöglichen Ergebnissen führt.

Wenn Technologie die Grundlage für Veränderungen ist, können sich Unternehmen schnell weiterentwickeln. Sie können digitale Barrieren und eine schrumpfende Wirtschaft verhindern. Digitale Unternehmen sind in der Lage, Chancen zu erkennen und zu ergreifen, sobald sie sich bieten. Ein starker und nachhaltiger Aufschwung setzt voraus, dass dies mehr Unternehmen tun – vom deutschen Mittelstand bis zu allen Unternehmen weltweit. Das nächste Jahr wird eine weitere Bewährungsprobe für ihre Resilienz sein.

Hier lesen Sie, wie Unternehmen die Digitalisierung gemeistert haben

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Durch den digitalen Eisernen Vorhang greifen

Durch den digitalen Eisernen Vorhang greifen

Die Weltwirtschaft steht an einem Scheideweg. Das zeigt der alarmierende Rückgang des OECD-Bruttoinlandsprodukts um 9,8 Prozent im zweiten Quartal 2020. Um die Krise dauerhaft zu bewältigen, müssen wir alle sofort und entschlossen handeln.

Um widerstandsfähiger zu werden, müssen Unternehmen und Regierungen zuallererst in großem Maßstab in Technologie investieren. Sowohl in der Wirtschaft als auch im Privatleben haben wir gesehen, dass Technologie uns verbindet und die sozialen, wirtschaftlichen und ideellen Folgen der Corona-Pandemie abfedert. Technologie bringt uns zusammen und hält den Handel in Schwung.

Außerdem müssen wir darüber nachdenken, wie sich verhindern lässt, dass die Technologiestandards des Ostens und des Westens sich immer weiter voneinander entfernen. Technologie kann viele Probleme lösen. Wenn aber die Standards auseinanderdriften, laufen wir Gefahr, auf der Stelle zu treten.

Ein „digitaler eiserner Vorhang“ senkt sich. Gerade jetzt, wo wir doch stärker zusammenarbeiten sollten, entstehen durch diesen Vorhang Risiken für die Zusammenarbeit. Wohin wird der Weg gehen? Meine Hoffnung ist, dass digitale Unternehmen mithilfe von Technologie den Vorhang durchdringen können. Das wird entscheidend sein, um die internationale Wirtschaft aus der aktuellen Krise zu führen.

Spaltung zwischen Ost und West

Die Kluft zwischen Ost und West wächst. Mit seiner Strukturinitiative „neue Seidenstraße“ (Belt and Road Initiative) will China Asien, den Nahen Osten und Afrika verbinden und die Grundlage für das künftige Wachstum der Weltwirtschaft schaffen. China errichtet damit ein unabhängiges Wirtschaftssystem, in dem Unternehmen wie Alibaba, Tencent, WeChat und TikTok florieren und sich zu den größten Technologieunternehmen der Welt entwickeln können.

Belt and Road Initiative © Lommes/Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Länder wie Kasachstan, Usbekistan, Kenia, Sri Lanka, Vietnam und Indonesien leihen sich in China Geld, um Infrastrukturprojekte zu finanzieren (die von chinesischen Unternehmen durchgeführt werden) und mit chinesischen Unternehmen Geschäfte zu machen. Damit binden sie sich an chinesische Technologie und Arbeitsmethoden. Tatsächlich haben viele der beteiligten Länder sich verpflichtet, bei modernen Kommunikationstechnologien, etwa bei 5G-Netzen, mit China zusammenzuarbeiten.

Einige Konflikte mit dem Westen sind bereits entstanden. Ein offensichtliches Beispiel ist Huawei: Der Westen verzögert oder verhindert die Nutzung der 5G-Technologie von Huawei. Dies hat enorme Folgen für die Telekommunikationseinrichtungen, die sowohl in Europa als auch in China genutzt werden. Hier stehen den europäischen Telekommunikationsunternehmen noch einige heikle Entscheidungen bevor – und den Regierungen ebenfalls.

Handelsrisiko Technologie?

Ein anderes Beispiel ist TikTok (und seine Muttergesellschaft ByteDance). Wegen der Zurückhaltung bei der Nutzung chinesischer Technologie hat das Unternehmen seine Pläne für den Bau eines Headquarters in London bereits aufgegeben. Es hat selbst den Verkauf seiner TikTok-App in Erwägung gezogen, um eine Version der App für westliche Länder zu schaffen, die für die US-Behörden akzeptabel ist.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Henry Jackson Society kommt zu dem Ergebnis, dass Großbritannien bei der Lieferung bestimmter Waren, beispielsweise bei Laptops, Mobiltelefonen, verschiedenen Arzneiwirkstoffen, oder Gütern wie Sicherheitsglas und Stahlkappenstiefel, zu mehr als 50 Prozent von China abhängig ist.

Die Technologieabhängigkeit des Bankensektors nimmt zu. Eine weitere Spaltung zwischen Ost und West könnte für diese Branche zum Problem werden. Die HSBC hat traditionell Verbindungen mit China und Großbritannien, macht aber in Asien den größten Teil ihres Geschäfts. Heißt das, sie wird sich von ihren britischen Kunden abwenden müssen, weil sie ihre Technologie an chinesische Standards anpassen muss? Es klingt unvorstellbar, aber solche Fragen werden vermehrt aufkommen.

Wiedervereinigung zweier Technologiewelten

Es gibt pragmatische Möglichkeiten, die Spaltung zu überwinden. Unternehmen können zum Beispiel an Börsen in Ost und West notiert sein. Alibaba ist mit einer Notierung an den Börsen in Hongkong und New York diesen Weg gegangen und sich damit der Tatsache gestellt, dass es ein Standbein auf beiden Seiten des digitalen Eisernen Vorhangs braucht.

Damit ist jedoch das Problem der auseinanderdriftenden Technologiestandards nicht gelöst. Für Unternehmen ist es wichtiger denn je, über Grenzen hinweg Handel treiben zu können. Wie aber sollen unsere Unternehmen krisenfester werden, wenn der Pool an möglichen Partnern von Jahr zu Jahr kleiner wird? Wir sprechen hier nicht von einer fernen Zukunft. Nein, dies passiert tatsächlich bereits heute.

Als Mitglieder der globalen Technologie-Community müssen digitale Unternehmen wie die Software AG Möglichkeiten finden, um andere Unternehmen bei der Bewältigung dieses Problems zu unterstützen. Während die politischen Entscheidungsträger daran arbeiten, beide Seiten der geopolitischen Debatte einzubinden, ist es unsere Aufgabe als Technologieexperten, abweichende Standards wieder zusammenzuführen.

Kluge, zielgerichtete Investitionen in eine schlanke und unabhängige Integrationsschicht zwischen den Systemen auf beiden Seiten des Vorhangs können Unternehmen voranbringen. Wenn wir Unternehmen dabei helfen können, konkurrierende Standards, komplexe Migrationen sowie Multi-Cloud- und hybride Umgebungen in den Griff zu bekommen, kann die Technologiebranche sich auf die Fahne schreiben, dass sie Teil der weltweiten Post-Corona-Lösung war, nicht Teil des Problems.

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Corona-Krise: Social Distancing am Arbeitsplatz mit smarter IoT-Lösung

Corona-Krise: Social Distancing am Arbeitsplatz mit smarter IoT-Lösung

Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen kalt erwischt, doch viele Entscheider haben schnell reagiert und mit Hilfe ihrer IT Abhilfe in Form von Homeoffice geschaffen. Doch nicht für alle Betriebe ist die Arbeit von zu Hause eine Alternative.

Reine Büroarbeiten mögen gut im Homeoffice zu erledigen sein, aber für Branchen wie den Einzelhandel oder das produzierende Gewerbe ist die weitreichende Verlagerung von Wertschöpfung nicht möglich. Fabrikhallen sind etwa trotz aller Automatisierung noch immer voller Menschen. In Deutschland sind es daher 40% der Angestellten, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Viele der anderen 60% sind in der Zwischenzeit zudem an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Für Arbeitgeber bestehen daher zusätzliche Herausforderungen:

  • Die Gesundheit der Mitarbeiter muss wirksam geschützt werden
  • Bei einem Corona-Ausbruch drohen die komplette Betriebsschließung und hohe Verluste
  • Infektionsketten müssen im Fall der Fälle durch Kontaktdokumentation unterbrochen werden

Um am Arbeitsplatz trotzdem die Corona-Abstandsregeln einzuhalten, eine smarte Dokumentation von Kontakten zu ermöglichen und gleichzeitig einen möglichst reibungslosen Betriebsablauf zu garantieren, gibt es jetzt eine digitale Social-Distancing-Lösung.

Voraussetzungen für intelligentes Social Distancing am Arbeitsplatz schaffen

Für Verkäufer, Werker oder Logistikmitarbeiter sind die Abstandsregelungen mehr als nur eine Unannehmlichkeit. Viele betriebliche Abläufe erfordern in normalen Zeiten zwingend eine im wahrsten Sinne des Wortes enge Zusammenarbeit. Unternehmen haben in der Pandemie nun spezielle Hygiene-Konzepte erarbeitet, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Zur Einhaltung und Überwachung der Konzepte gibt es jetzt digitale Unterstützung in Form von Wearables, die über das Internet of Things (IoT) verknüpft sind.

Smart Social Distancing ermöglicht Ihnen folgende Vorteile:

  • Einfache Nutzbarkeit
    Mitarbeiter können ganz einfach mit smarten Tags, also intelligenten Ausweisen, ausgestattet werden. Diese werden vorab mit den jeweils gültigen, gesetzlichen Abstandsregeln programmiert, sodass Angestellte das handliche Gerät nur noch an ihre Kleidung klippen oder in der Tasche verstauen müssen.
  • Warnung bei Regelbrüchen
    Sobald Mitarbeiter sich in einer zu geringen Entfernung voneinander befinden, wird ein Alarm in Form eines akustischen Signals oder Vibrationen ausgelöst. Dies dient einerseits der Sensibilisierung für die Regeln, aber auch ganz praktisch der Verhaltensänderung und somit dem Gesundheitsschutz.
  • Nachvollziehen von Infektionsketten
    Im Falle einer Infektion mit Covid-19 können Kontaktpersonen schnell und unkompliziert nachvollzogen werden, denn Regelverstöße werden nach 15 Sekunden ohne Verhaltensänderung aufgezeichnet. Infektionsketten können so zielgerichtet unterbrochen werden.
  • Effizient und anpassungsfähig
    Smart Social Distancing unterstützt Fabriken, Betriebe und Büros dabei den Lockdown zu vermeiden. Die Lösung ist schnell eingeführt und kann jederzeit und extrem einfach an neue Regulierungen angepasst werden.
  • Immer konform mit den gesetzlichen Vorgaben
    Mit der IoT-basierten Lösung können Sie die Durchführung von Maßnahmen zum Schutz Ihrer Mitarbeiter dokumentieren und im Fall der Fälle Strafen vermeiden.
  • Gutes Marketing
    Vertrauen ist der Kern jeder Marke. Mit Smart Social Distancing können Unternehmen ihren Mitarbeitern und Kunden die nötige Sicherheit für ihre Gesundheit garantieren.

So funktioniert smartes Social Distancing am Arbeitsplatz.

Ist Smart Social Distancing in meinem Unternehmen möglich?

Smart Social Distancing ist prinzipiell für den Einsatz an allen Arbeitsplätzen mit Zugangsbeschränkung in geschlossenen Räumen geeignet. Arbeitsorte mit viel Laufkundschaft sind dagegen nicht besonders gut für die Lösung geeignet. Damit ist Smart Social Distancing für eine breite Mehrheit von Arbeitsorten geeignet:

  • Produktion und Fabrik
    Mitarbeiter in der Fertigung müssen konzentriert arbeiten, denn ihre Tätigkeiten sind oft nicht ohne Risiko. Smart Tags sind eine gute Möglichkeit den Mindestabstand durchzusetzen, ohne die Aufmerksamkeit von der eigentlichen Arbeit abzulenken.
  • Chemie und Labor
    In einer Laborumgebung zählen Präzision und die Einhaltung von Arbeitsschritten. Ablenkungen sind zu vermeiden. Smart Social Distancing ist die richtige Antwort, um trotz Pandemie fokussiert und sicher zu arbeiten.
  • Büro
    Im Büro kommt es auf den Austausch an. Dazu kommt der soziale Kontakt, etwa im Pausenraum. Smart Social Distancing erlaubt es Ihren Mitarbeitern, die Regeln auf einfache Art und Weise zu befolgen.

Ein Praxisbeispiel: Bäckerei Göbecke setzt auf IoT-basiertes Smart Social Distancing

Die Bäckerei Göbecke ist ein echtes Familienunternehmen. Bereits in vierter Generation führen Christine Göbecke und ihr Bruder Matthias das Leipziger Unternehmen. Wie viele andere Unternehmen auch traf die Covid-19 Krise die Bäckerei unerwartet und erzwang neues Denken. Trotz Lockdown und Abstandsregeln ging der Betrieb weiter, denn die Brotversorgung der treuen Kundschaft musste sichergestellt werden. Einer dieser Stammkunden ist das Leipziger Büro der Software AG, das an der Entwicklung der schlauen Lösung beteiligt ist.

Ein Glücksfall, denn gemeinsam konnten die Bäckerei Göbecke, die Software AG und der Partner safectory GmbH unkompliziert Smart Social Distancing testen und den Beweis antreten, dass die digitale Abstandslösung funktioniert und die schnelle und sichere Öffnung von Betrieben ermöglicht. „Mit Smart Social Distancing können wir die Sicherheit unserer Mitarbeiter gewährleisten und zu einer gewissen Normalität in unserer Produktion zurückkehren“, resümiert Christine Göbecke.

Räumliche Distanzierung per IoT entspricht allen Datenschutz-Anforderungen

Smart Social Distancing ist voll mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) konform. Technische Vorkehrungen und eine stringente Rollenverwaltung garantieren den Schutz persönlicher Daten:

  • Daten werden anonymisiert erfasst
  • Nur autorisiertes Personal kann auf Informationen über Vorfälle zugreifen
  • Ausschließliche Erfassung von für die Lösung relevanten Daten (es wird also z.B. nur die Distanz der Mitarbeiter zueinander aufgezeichnet, nicht aber der Standort)
  • Kurze Reichweite der Datenübertragung

Der Datenschutz ist bei Smart Social Distancing in vollem Umfang gegeben.

Mit IoT-Technologie gegen Corona kämpfen

Die Smart Social Distancing Lösung nutzt mit Bluetooth Low Energy (BLE) ausgestatte Smart Tags, die jedem Mitarbeiter ausgehändigt werden. Die Smart Tags speichern bis zu 10.000 Kontakte, verfügen über eine leicht ersetzbare Batterie, können desinfiziert und wiederbenutzt werden. Per Bluetooth Gateway werden Meldungen über Verstöße in die Cloud an die Cumulocity-IoT-Plattform weitergeben und dokumentiert. Dort sind sie in Form von Dashboards in Echtzeit für berechtigte Personen wie den Arbeitsschutzbeauftragen einsehbar.

Fazit: Durch Digitalisierung am Arbeitsplatz Corona-Regeln schnell und effektiv einhalten

Die Lösung der Software AG hat großes Potenzial, in einer Zeit, in der wir alle lernen uns in einer neuen Normalität zurecht zu finden. Smart Social Distancing ist eine Triple-Win-Chance für Arbeitgeber, Arbeitsschutzverantwortliche und Mitarbeiter:

  • Sofort verfügbar
  • Einführung in weniger als einer Woche
  • Geringe Kosten
  • Modular und skalierbar

Smart Social Distancing funktioniert: Erste Tests wie bei der Bäckerei Göbecke haben ergeben, dass die Zahl an Vorfällen, also Brüchen der Abstandsregeln, bereits in der ersten Woche um 50 % zurückgeht.

Die Lösung hilft Mitarbeitern dabei ihre Gesundheit zu schützen, die Ausbreitung des Virus effektiv zu verhindern, die Sorgfaltspflicht als Arbeitsgeber zu erfüllen und den Geschäftsbetrieb zu normalisieren.

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Process Mining: Prozessanalyse erkennt und beseitigt fehlerhafte Abläufe

Process Mining: Prozessanalyse erkennt und beseitigt fehlerhafte Abläufe

Wieso sollten Unternehmen sich für eine Software für Process Mining entscheiden? Und was hat Process Mining mit den Simpsons zu tun?

In Folge 14 der sechsten Staffel ist Bart in einem Observatorium. Er schaut zufällig durch ein Teleskop und sieht einen Kometen, der direkt auf Springfield zurast. Nachdem der verheerende Einschlag ausbleibt, macht der Barkeeper Moe den Vorschlag, wie man solche Gefahren für den Planeten in Zukunft vermeiden könnte:

„Wir brennen einfach das Observatorium nieder, dann kann so etwas nie wieder passieren!“

Erkennen Sie hier Analogien zu Ihrem Unternehmen? Sicher, zu viele Informationen können einem den Tag verderben. Aber es hilft auch nicht, die Augen vor den Tatsachen zu verschließen. Welche Art von „Teleskop“ brauchen Sie für Ihren Geschäftsbereich, und worauf sollten Sie es richten?

Prozessmanagement: Kernprozesse analysieren und Schwachstellen identifizieren

Sie müssen die Leistung Ihrer relevanten End-to-End-Kernprozesse kennen und wissen, welche Probleme auftreten:

  • Order to Cash (von der Bestellung bis zum Zahlungseingang, Procure to Pay (vom Wareneinkauf bis zur Zahlungsanweisung), Kundenservice (allgemein)
  • Kredite/Darlehen/Hypotheken (Bankwesen)
  • Schadenbearbeitung (Versicherung)
  • Bereitstellung, Abrechnung (Versorger, Telekommunikationsanbieter)
  • Rücksendungen/Beschwerdemanagement (Fertigung)
  • Versand und Transport (Fertigung)

An vielen dieser Prozesse sind Ihre Kunden direkt beteiligt – bestimmte Prozessschritte sind die Berührungspunkte mit den Kunden. Das bedeutet: Lange Reaktionszeiten oder schlechte Qualität können sich unmittelbar auf die Kundenzufriedenheit auswirken.

Es ist notwendig, Bedrohungen (Kometen) zu identifizieren, die entweder für einen konkreten Einzelfall bestehen oder sogar struktureller Natur sind. Mit anderen Worten: Es reicht nicht aus, Durchschnittswerte der relevanten KPIs zu berechnen. Sie müssen jede einzelne Prozessausführung überwachen, um bei Problemen direkt eingreifen zu können. Die Einwohner von Springfield können ein Lied davon singen, wie wenig hilfreich es ist, dass Kometen in 99,99 Prozent der Fälle die Erde verfehlen, wenn sie zu den anderen 0,01 Prozent gehören.

Prozess Mining: Strukturelle Probleme erkennen und Optimierungen ermöglichen

Sie müssen feststellen, ob es strukturelle Probleme gibt, die immer wieder Schwierigkeiten verursachen. Diese sind zum Beispiel:

  • Unklare Zuständigkeiten im Kundenservice-Center
    Diese haben Ping-Pong-Effekte und lange Ticket-Bearbeitungszeiten zur Folge
  • Häufige Auftragsänderungen und komplexe Genehmigungsregel
    Speziell im Einkauf resultieren daraus zeitraubende Prozess-Schleifen und lange Vorlaufzeiten
  • Unzureichende Koordination von Geschäftsprozessen
    Bei der Bearbeitung von Anträgen für Lebens- und Krankenversicherungen kann unzureichende Abstimmung mit dem medizinischen Dienst zu wiederholten Nachfragen beim Antragssteller und langen Antwortzeiten führen. Im schlimmsten Fall verlieren Sie Kunden an einen Wettbewerber.

ARIS Process Mining ist branchenübergreifend die Lösung für diese Herausforderungen: Es erlaubt die Analyse aller End-to-End-Prozesse und hilft Ihnen, Probleme zu erkennen und sofort zu beseitigen.

Zünden Sie nicht das Observatorium an. Lassen Sie lieber Ihre Fachbereichsleiter in Ihr Process-Mining-Observatorium.

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In unsicheren Zeiten geben Cloud-Services Sicherheit

In unsicheren Zeiten geben Cloud-Services Sicherheit

In unsicheren Zeiten ist Wahlfreiheit ganz besonders wichtig – und wir leben und arbeiten definitiv in unsicheren Zeiten.

Unter Wahlfreiheit verstehen wir bei der Software AG, dass wir Ihnen anbieten, Ihre Integrationen in einer Multi-Cloud-Umgebung zu hosten, damit Sie flexibel bleiben und sich jederzeit auf neue Geschäftsanforderungen einstellen können. Tatsächlich arbeiten die meisten Unternehmen, die Cloud-Services nutzen, mit mehr als einem Cloud-Provider zusammen. In einer jüngst veröffentlichten Gartner-Studie über Public-Cloud-Nutzer geben 81 Prozent der Teilnehmer an, dass sie mit zwei oder mehr Anbietern zusammenarbeiten.

Das neue Release der webMethods.io Integration Platform-as-a-Service (iPaaS) der Software AG für Microsoft Azure ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine Multi-Cloud-Lösung, die Ihnen eine weitere Option bereitstellt, Ihre Integrationsanforderungen zu erfüllen. Mithilfe dieser iPaaS können Sie Ihren Cloud-Infrastruktur-Anbieter entsprechend der Besonderheiten Ihres Workloads auswählen. Genau das brauchen Integrationsspezialisten und Entwickler, um eine Cloud-Strategie festzulegen, die mit sich verändernden Geschäftsanforderungen umgehen kann und sich bedarfsgemäß skalieren lässt.

Wenn sie in Microsoft Azure beispielsweise Daten aus mehreren Anwendungen erhalten, können Sie diese Integrationen in der Microsoft-Azure-Instanz von webMethods.io betreiben. Gleichzeitig kann eine andere Abteilung Ihres Unternehmens mit einem anderen Cloud-Service-Anbieter zusammenarbeiten und ihre Integrationen auf der webMethods.io-Instanz für diesen Cloud-Provider hosten.

Da die Workloads näher an Ihrer Infrastruktur verarbeitet werden, steigen Geschwindigkeit und Qualität, und damit verbessert sich das Cloud-Erlebnis insgesamt. Durch die erfolgreiche Kombination aus branchenführenden Cloud-Plattformen und Integrationskompetenz der Software AG entsteht die Art von Multi-Cloud-Lösung, die Ihnen hilft, wettbewerbsfähig zu bleiben und die Zukunft Ihres Unternehmens zu sichern.

Wahlfreiheit ist wichtig, wenn Sie sicher, schnell und unkompliziert auf Informationen und Anwendungen zugreifen müssen. Die Software AG bietet Ihnen die zusätzliche Unterstützung, die Sie benötigen, um relevant und widerstandsfähig zu bleiben.

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