Wenn Sensordaten die Arbeit des Mitarbeiters ab 55 erleichtern

Wenn Sensordaten die Arbeit des Mitarbeiters ab 55 erleichtern

Antonio ist 61 Jahre alt und an der Fertigungslinie bei FIAT tätig. Bei ihm wurden Bluthochdruck und chronischer Stress diagnostiziert. Er leidet häufig unter Schmerzen in der Schulter, dennoch führt er viele schwere händische Arbeiten aus. Infolgedessen ist er regelmäßig in ärztlicher Behandlung und hat bereits mehrere Reha-Aufenthalte hinter sich. Da seine derzeitigen Rentenansprüche wegen des laufenden Hauskredits nicht ausreichend sind, muss er bis zur Erreichung des Rentenalters arbeiten. Auf FIAT als Arbeitgeber kommen damit zusätzliche Kosten zu: Trotz krankheitsbedingter Abwesenheit muss das Automobilunternehmen ihn weiterhin bezahlen und seine Position kurzfristig mit einem anderen Mitarbeiter besetzen.

So oder ähnlich geht es in vielen Betrieben zu. Mit steigendem Rentenalter gilt es, bessere Arbeitsbedingungen für ältere Mitarbeiter zu schaffen. Damit befasst sich das EU-Forschungsprojekt sustAGE. Dort entwickelt und erforscht die Software AG gemeinsam mit zehn europäischen Partnern Lösungen, um arbeitsintensive Unternehmen dabei zu unterstützen, den Arbeitsalltag besonders von älteren Arbeitnehmern so zu entlasten, dass diese länger und gesünder ihren Beruf ausüben können. Mit diesem Projekt leistet die Software AG einen bedeutenden Beitrag für das achte Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen: Decent Work and Economic Growth

 

Wie funktioniert sustAGE?

Das sustAGE-System stellt anhand der Schichtpläne fest, dass Antonio in seiner aktuellen Schicht an der Fertigungslinie schon längere Zeit dieselbe Tätigkeit ausübt. Sein bekanntes Schulterleiden und monoton wiederkehrende Arbeitsabläufe sind ermüdend für Antonio und verursachen ihm Stress. Das sustAGE-System erkennt dies und empfiehlt Antonio eine Pause. Diese Empfehlung bekommt er direkt auf sein Smartphone. Auch der Schichtleiter erhält eine Benachrichtigung, dass Antonio an der Fertigungslinie bald abgelöst werden muss. Um weitere gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden, wird ihm nach seiner Pause eine andere Aufgabe zugewiesen. Diese Zuweisung sendet das System ebenfalls an Antonios Smartphone, zusammen mit weiteren hilfreichen Informationen über die neue Tätigkeit. Und sustAGE kann noch mehr: Es stellt nach einiger Zeit fest, dass aufgrund eines defekten Ventilators die Raumtemperatur gestiegen ist. Da Antonios Vitalparameter ebenfalls sensorisch erfasst werden, werden frühzeitig Anzeichen für einen zu hohen Blutdruck erkannt. Diese Information wird über eine erneute Benachrichtigung an den Schichtleiter gesendet, mit der Empfehlung, Antonio eine weniger komplexe Aufgabe in einem kühleren Raum zuzuweisen. Auch nach Beendigung seiner Schicht erhält Antonio Empfehlungen von sustAGE: Da sein Blutdruck im Laufe des Tages zu hoch war, schlägt die sustAGE-App ihm auf seinem Mobiltelefon vor, am Abend noch Sport zu treiben.

 

Mit sustAGE ist es möglich, die Gesundheit von Arbeitnehmern langfristig zu fördern, sodass sie länger und gesünder in ihrem Beruf bleiben können. Hierfür werden IoT-Sensor-Daten zu allen Aufgaben und Tätigkeiten sowie die Stimmung und das Wohlbefinden der Arbeiter überwacht – natürlich unter strenger Einhaltung des Datenschutzes. Erfasst werden die Daten mithilfe von Smart Wearables und am Arbeitsplatz verbauten Sensoren. Anwendungsfälle für die Test- und Validierungsphase werden von FIAT als Endnutzer in der Fertigungsindustrie und vom Hafen in Heraklion als Endnutzer in den Bereichen Transport und Logistik zur Verfügung gestellt.

 

Mit Apama, Universal Messaging und Zementis kommt der Software AG die Aufgabe zu, Daten zu sammeln und durch maschinelles Lernen Empfehlungen an Arbeiter auszusprechen. Konkret ist es die Aufgabe der Software AG, Sensordaten von IoT-Geräten und Ortungssystemen mithilfe von Universal Messaging verlässlich zu sammeln und innerhalb der sustAGE-Plattform zu verteilen. Über komplexe Ereignisverarbeitung mit Apama werden – durch gleichzeitige Überwachung mehrerer Ereignisströme – kritische Situationen oder Alarmbedingungen erkannt. Dabei werden Daten überwacht, korreliert oder aggregiert und entsprechende Empfehlungen ausgesprochen.

 

Basierend auf gesammelten historischen Daten werden durch Datenanalyse Vorhersagemodelle trainiert, die Prognosen mit sehr hoher Präzision und Wahrscheinlichkeit erlauben. Dies ist möglich, da die Modelle aus Daten und Mustern der Vergangenheit gelernt haben und die erlernten Hypothesen implementieren („Was könnte als Nächstes passieren?“). Eine Integration von Universal Messaging, Apama und Datenanalyse erfolgt über das Konzept der Lambda-Architektur, die eine Trennung in zwei Kernschichten, Speed Layer und Batch Layer, vorsieht.

 

Win-win für Antonio und Arbeitgeber

Der Vorteil von sustAGE für den Arbeitnehmer liegt am Ende auf der Hand: Gefährliche Situationen werden erkannt und können verhindert werden, die Unfallgefahr am Arbeitsplatz sinkt. Der Arbeitnehmer erhält zudem kontinuierlich Informationen über seinen Gesundheitszustand, sodass Krankheiten früh entdeckt und behandelt werden können. Langfristig bedeutet das ein längeres und gesünderes Leben. Da auch Schlafzeiten erfasst und Freizeitaktivitäten empfohlen werden, kann der Arbeitnehmer einen idealen Ausgleich zwischen Arbeit, Sport und Entspannung finden.

 

Doch auch der Arbeitgeber hat Vorteile, wenn seine Angestellten die sustAGE-Plattform nutzen. Gibt es weniger Stress und Überarbeitung, wird die Motivation und die Produktivität der Mitarbeiter steigen. Sind Arbeitnehmer gesünder, sinken die Kosten, da es weniger Krankheitstage gibt und Arbeitnehmer länger in ihrem Beruf arbeiten können.

 

Mit sustAGE werden also ältere Beschäftigte unterstützt und ihre körperlichen und geistigen Kompetenzen durch physisches und kognitives Training auf einem hohen Niveau gehalten. Und wenn die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleistet ist und das Unternehmen ein effektives Personalmanagement betreibt bleiben die positiven Folgen nicht aus: krankheitsbedingter Ausfall sowie Kosten sinken und die Effektivität steigt.

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Immer mehr API-Hubs? webMethods AppMesh ist eine Steuerungsschicht zur Bändigung des Service-Mesh-Chaos

Immer mehr API-Hubs? webMethods AppMesh ist eine Steuerungsschicht zur Bändigung des Service-Mesh-Chaos

Oracle hat einen API-Hub, die SAP hat einen und Infor auch. WorkDay und Salesforce? Nun, Sie können es sich denken… RESTful- und SOAP-APIs sind mittlerweile so verbreitet, dass selbst dort, wo sie verwaltet werden sollten, ein ziemlich Chaos herrscht.

Natürlich hat auch die Software AG ein API-Gateway. Jetzt bieten wir eine Steuerungsschicht an, die hilft, Ordnung in das Chaos zu bringen. Bei webMethods AppMesh geht es um Workload-Steuerung, Zugriffskontrolle, Protokollierung und Service-zu-Service-Kommunikation.

AppMesh ist eine Erweiterung der webMethods API Acceleration Platform. AppMesh hilft Unternehmen, APIs nicht anhand ihrer technischen Eigenschaften, sondern entsprechend ihrem Geschäftskontext, also den Transaktionen, für die sie genutzt werden, zu organisieren und zu verwalten.

Veranschaulichung anhand eines Beispiels

Ein Beispiel: Ein Entwickler hat eine Integration zwischen einer Finanz- und einer Beschaffungsanwendung programmiert, um Bestellungen und Rechnungen abzugleichen. Die API funktioniert seit Jahren bestens. Jetzt soll eine Erweiterung für die Finanzanwendung programmiert werden. Woher soll ein Entwickler wissen, was im Vorfeld gemacht wurde? Bei großen Unternehmen gibt es solche Integrationen zuhauf, auf unterschiedlichen Plattformen und für unterschiedliche Anwendungen. AppMesh ermöglicht es jetzt Entwicklern, diese APIs zu finden und zu managen, und zwar anhand des Wortes „Rechnung“ und nicht anhand des Codes, mit dem sie gebaut wurden.

Erweiterungen für branchen- oder sogar unternehmensspezifische Satellitenanwendungen werden üblicherweise auf die vorhandene System-Landschaft aufgesetzt. Für Unternehmen zählt: Was sind die Kosten und die Zeit, die so etwas braucht? Je besser die API-Landschaft semantisch strukturiert ist, umso günstiger wird es. Ein Entwickler kann darauf aufbauen und weiß, dass alles mit der Infrastruktur- und Netzwerkschicht verbunden wird, in der der Service Mesh sitzt.

Mit AppMesh werden Microservices geschützt und mithilfe von Benutzeridentifikation und Sicherheitsregeln das Gefährdungsrisiko verringert. Es ermöglicht eine regelbasierte Steuerung, um Informationen über die Aktivität der Benutzer zu erhalten, und steuert die Reaktion der Anwendungen. Darüber hinaus bietet AppMesh Dashboards zur Nachverfolgung der Transaktionspfade innerhalb des Service Mesh und zur Analyse der App-Nutzung.

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Software AG unterstützt internationale Nachhaltigkeitsziele

Software AG unterstützt internationale Nachhaltigkeitsziele

Die 17 „Sustainable Development Goals“ (SDGs) geben eine Agenda vor im weltweiten Kampf gegen Missstände wie Hunger und Armut. Das Research-Team der Software AG unterstützt diese Ziele.

Software AG Research treibt und koordiniert alle öffentlich finanzierten Forschungsaktivitäten unseres Unternehmens. Das Team führt Forschungsarbeiten durch, die es uns ermöglichen, innovative Ideen und Technologien für Produkte umfassend zu evaluieren, damit sich unsere Kunden den zukünftigen Herausforderungen stellen können. Dabei werden die Kolleginnen und Kollegen von Research immer wieder mit den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit konfrontiert. Ganz konkret hat sich bei einigen Forschungsprojekten herauskristallisiert, dass die zu erarbeitenden Innovationen neue Optionen für die Umsetzung nachhaltiger Ziele bedeuten können.

Eine spannende Frage begleitet also das Forscherteam:

“Kann ich mit meinem Projekt bzw. mit meinem Konsortium aus Universitäten, Forschungsinstituten, Privatunternehmen, Behörden und Verbänden einen Beitrag zur Umsetzung der Sustainable Development Goals leisten? Und welche spezifischen und praktisch umsetzbaren Unterziele passen nun genau zu meinem Forschungsvorhaben?”

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Antwort auf diese Frage ist eine umfangreiche Tabelle, in der elf Projekte insgesamt 16 Unterzielen zugeordnet werden konnten. Eine motivierende Zahl. Lassen Sie uns beispielhaft einen Blick auf vier ausgewählte Forschungsprojekte mit der Einordnung in ein oder mehrere nachhaltige Ziele werfen.

 

Sustainable Development Goal # 3:

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Dieses Ziel verfolgen wir mit dem Projekt SAUBER. Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Projekt baut eine Informationsplattform für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung auf. Dabei werden die Daten und Services des Raumfahrtprogramms Copernicus erschlossen und in digitale Dienste überführt. SAUBER wird nicht nur einen flächendeckenden und detaillierten Überblick über die aktuelle Lage, sondern – dank des Einsatzes Künstlicher Intelligenz – auch Prognosen und Simulationen der zukünftigen Luftqualität bieten.

Neben ihrer Rolle als Konsortialführer entwickelt die Software AG in dem Projekt die SAUBER-Plattform, eine zentrale Infrastruktur für Geodaten. Dort werden alle relevanten Daten eingespielt und – sofern für Dritte geeignet – als Open Data zur Verfügung gestellt. Außerdem werden auf der Plattform die im Projekt entwickelten bzw. adaptierten Algorithmen der Künstlichen Intelligenz angebunden und den ebenfalls auf der Plattform integrierten SAUBER-Diensten bereitgestellt. Für die Realisierung der SAUBER-Plattform greift die Software AG auf Universal Messaging und Mashzone NG zurück.

Mit SAUBER trägt die Software AG dazu bei, das Unterziel 3. 9 zu erreichen, nämlich bis 2030 die Zahl der Todesfälle und Erkrankungen aufgrund gefährlicher Chemikalien und der Verschmutzung und Verunreinigung von Luft, Wasser und Boden erheblich zu verringern.

Und nicht nur das. SAUBER leistet darüber hinaus auch einen Beitrag zum Sustainable Development Goal # 13, in dem es darum geht, umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen.  Das Unterziel 13.3 benennt die Nachhaltigkeit von SAUBER präziser: Die Aufklärung und Sensibilisierung sowie die personellen und institutionellen Kapazitäten im Bereich der Abschwächung des Klimawandels, der Klimaanpassung, der Reduzierung der Klimaauswirkungen sowie der Frühwarnung verbessern.

 

Sustainable Development Goal # 7:

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern

Mit PHI-Factory, enera und SynErgie  forscht die Software AG in mehreren Projekten, in denen erneuerbare Energie im Fokus steht. Lasst Sie uns aber ein viertes Projekt herausgreifen: DESPRIMA, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, will es Getränkeabfüllern ermöglichen, ihren Stromverbrauch dem schwankenden Stromangebot flexibel anzupassen und damit ihre Stromkosten zu reduzieren. Ist das Stromangebot groß – z.B. an besonders sonnigen oder windigen Tagen – und der Strompreis damit niedrig, erhöhen die Abfüller ihre Stromnachfrage, indem sie die Produktion hochfahren bzw. energieintensive Prozesse vorziehen. Ist das Stromangebot  dagegen niedrig – der Strompreis also hoch – handeln sie gerade umgekehrt. Durch diese flexible Anpassung sparen die Getränkeabfüller nicht nur Geld, sondern tragen auch zur Stabilität der Stromnetze bei. Die Aufgabe der Software AG in DESPRIMA ist die Konzeption, Entwicklung und mithilfe von Cumulocity IoT prototypische Realisierung der Middleware.

DESPRIMA trägt dazu bei, die Unterziele 7.2. und 7.3 zu erreichen, nämlich bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich zu erhöhen und die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz zu verdoppeln.

 

Sustainable Development Goal # 8:

Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

sustAGE ist ein von der EU gefördertes Projekt. Darin geht es um die Entwicklung eines personenzentrierten, digitalen Empfehlungssystems, das die kognitive, emotionale und körperliche Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer steigern soll. Dazu entwickelt ein internationales Konsortium aus Ingenieuren, Softwareentwicklern und Psychologen gerade ein intelligentes System, das auf Basis von Herzfrequenzmessungen oder Sprachanalysen personenzentrierte Rückmeldungen zur aktuellen Arbeitsbelastung gibt und gesundheitsförderliche Empfehlungen ausspricht. Die Software AG bringt in das Projekt ihre Expertise in der Anwendungs- und Lösungsentwicklung sowie in der Streaming-Analyse ein, um den sustAGE-Prototypen zu entwerfen. Mit Apama, Zementis, Cumulocity und Universal Messaging stellt die Software AG Technologien für Echtzeit- und prädiktive Analysen zur Verfügung.  Bei den SDGs kann sich das Projekt gleich auf drei Teilziele beziehen:

2: eine höhere wirtschaftliche Produktivität durch Diversifizierung, technologische Modernisierung und Innovation erreichen, einschließlich durch Konzentration auf mit hoher Wertschöpfung verbundene und arbeitsintensive Sektoren.

4: die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen

5: produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle Frauen und Männer, einschließlich junger Menschen und Menschen mit Behinderungen, sowie gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit erreichen.

 

Sustainable Development Goal # 12:

Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen

Kürzlich ist das von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt REIF gestartet. Es will Lebensmittelverschwendung entlang der Lebensmittelkette verringern. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen Stellschrauben zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung bei der Molke-, Fleisch- und Backwarenproduktion erkannt werden. Denn diese Lebensmittel sind schnell verderblich und verursachen viel Lebensmittelabfall. In REIF verantwortet die Software AG die Entwicklung und den Aufbau der REIF-Plattform, die als Datendrehscheibe fungiert. Auf ihr laufen die Daten aus der Wertschöpfungskette zusammen. Sie werden über die Plattform den KI-Algorithmen sowie den auf ihnen basierenden Diensten bereitgestellt. Die Dienste und KI-Algorithmen können dann auf der Plattform bezogen werden, die dafür einen generischen Marktplatz bietet. Dafür wird die Software AG insbesondere auf Cumulocity IoT (z.B. zur Anbindung von Sensorik, Maschinen und Anlagen) sowie webMethods (z.B. zur Realisierung des generischen Marktplatzes) zurückgreifen.

Mit REIF unterstützt die Software AG das Teilziel 12.3, in dem es darum geht, bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten zu verringern.

Übrigens gilt die Agenda gleichermaßen für Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer. Im Gegensatz zu ihren Vorläufern, den Millenniumszielen, rufen die SDGs ausdrücklich alle Unternehmen auf, ihre Kreativität und ihr Innovationspotenzial zu nutzen, um die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Zwar haben sich alle Regierungen auf die SDGs geeinigt, doch wird der Erfolg bei der Umsetzung maßgeblich vom Handeln und der Zusammenarbeit aller Akteure abhängen. Ein enormer Ansporn für das Forscherteam der Software AG.

 

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Auch mit schlanken Teams, große Software entwickeln

Auch mit schlanken Teams, große Software entwickeln

– Die Conextrade-Plattform von Swisscom basiert auf webMethods

 

Im Jahr 2000 rief Swisscom – einer der führenden ICT-Provider der Schweiz – Conextrade, eine B2B-Plattform für digitale Prozesse, ins Leben. Seit 17 Jahren besteht für die Realisierung dieser Plattform eine Partnerschaft mit der Software AG, die um die Lösung webMethods kreist. Mit Eros Merlini, dem Leiter der Conextrade-Plattform, sprachen wir darüber, wie sein Entwickler-Team als KMU im Großkonzern agiert und wie auch eine schlank aufgestellte Expertengruppe große Lösungen bereitstellen kann.

 

Software AG: Herr Merlini, Sie selbst arbeiten seit beinahe 18 Jahren bei Conextrade/Swisscom und arbeiten mit webMethods, seitdem sich Ihr Unternehmen für die Software AG als Partner für den Aufbau der Plattform Conextrade entschieden hat.

Eros Merlini: Das ist richtig, im Jahr 2003 haben wir nach eingehender Evaluation und sorgfältigen Betrachtung einiger Referenz-Cases beschlossen, unsere B2B-Plattform Conextrade auf der Basis von webMethods aufzubauen.

 

Software AG: Die Software AG und Swisscom pflegen also bereits eine sehr lange Partnerschaft. Können Sie uns erklären, was die Kernfähigkeiten der mithilfe von webMethods über die Jahre immer weiter spezialisierten Plattform Conextrade sind?

Eros Merlini: Conextrade fungiert als Drehscheibe für die Beschaffung von Produktions- und Verbrauchsgütern, ebenso wie für alle Rechnungsprozesse. Unser Ziel war es, alle Prozesse für unsere Nutzer über eine einzige Schnittstelle, den „Single Point of Contact“, zu realisieren. Die Plattform ermöglicht einer Vielzahl von Anwendern von den Vorteilen der digitalen, unternehmensübergreifenden Prozessabwicklung zu profitieren.
Firmen können damit ihre Prozesse hinsichtlich Zuverlässigkeit und Durchlaufzeit verbessern und ihre Kosten durch die gewonnene Effektivität und Produktivität ihrer Abläufe drastisch und nachhaltig senken.

 

Software AG: Conextrade wird von der Swisscom als digitale Prozessmanagement-Plattform komplett inhouse entwickelt, betrieben und vermarktet. Was macht den Erfolg der zentralen Plattform aus?

Eros Merlini: Vorteile bieten vor allem die zahlreichen Automatisierungen. Firmen können über die Plattform beispielsweise digital Rechnungen, Bestellbestätigungen und weitere Dokumente austauschen – und das ganz zeitgemäß vollständig papierlos. Außerdem bietet Conextrade diverse Formatkonvertierungen an und stellt die Legal-Compliance für mehr als 50 Länder sicher. Erstellt ein Unternehmen beispielsweise in Deutschland eine Rechnung, ist diese möglicherweise nicht format- und legal-konform beim Kunden in Frankreich. Wir schaffen einen Mehrwert für die Nutzer, indem wir automatisiert die Formate der Rechnungen konvertieren und die entsprechenden rechtlichen Gegebenheiten wie z.B. digitale Signaturen etc. berücksichtigen.

 

Software AG: Das klingt nach einer gelungenen Programmierleistung! Mit wie vielen Mitarbeitern realisieren Sie so umfassende Projekte und wie unterstützt Sie dabei die webMethods-Lösung – und sind zufrieden mit deren Funktionalitäten?

Eros Merlini: Unser Team ist sehr schlank aufgestellt: 23 Mitarbeiter zählen zum festen Team, davon sind fünf in der Entwicklung tätig. Conextrade arbeitet sehr selbstständig, um die bestmöglichen Lösungen entwickeln zu können. Wir agieren sozusagen als KMU im Großkonzern.
Wir sind sehr zufriedene Nutzer von webMethods und stehen auch in Zukunft weiterhin gern für Referenz-Calls und -Besuche zur Verfügung, um zu zeigen, wie uns das Produkt der Software AG unterstützt. Um auch mit schmaleren Entwickler-Ressourcen schnell Software-Lösungen zu realisieren und auf den Markt bringen zu können, eignet sich webMethods ideal. Auch, dass die Programmierung in funktionalen Modulen erfolgt, ist sehr nützlich. So können wir bei neuen Services ausgewählte Bausteine wiederverwenden und brauchen nur den fehlenden Part neu zu programmieren. So lassen sich auch mit schlanken Entwickler-Teams leistungsfähige Plattformen wie Conextrade realisieren.

 

Software AG: Herzlichen Dank für Ihr Feedback, Ihre Zeit und das sympathische Gespräch, Herr Merlini!

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Ohne APIs läuft nichts im digitalen Geschäft?

Ohne APIs läuft nichts im digitalen Geschäft?

Wissen Sie noch, wie früher im Menü Ihres TVs die empfangbaren Kanäle angezeigt wurden? Als einfache Liste aller Serien, Sportsendungen, Nachrichtenprogramme und Filme. Farben? Fehlanzeige!

Wissen Sie auch noch, wie lange es dauerte, bis Sie eine Sendung gefunden hatten, die Sie wirklich interessierte? Heute bietet unser Smart-TV auf seiner Startseite eine riesige Fülle API-gesteuerter Menüoptionen. Mithilfe von Maschinenlernen unterteilt das Gerät die digitalen Unterhaltungsangebote in „neu“, „populär“ und (anhand Ihrer Sehgewohnheiten) in „das könnte ihnen gefallen“.

API-Management

Smart-TVs sind nur ein besonders spannendes und allen bekanntes Beispiel für den Einsatz von APIs. Schließlich sind APIs anwendungsunabhängig und stellen Web-Apps, Mobile-Apps, IoT-Sensoren und anderen Endgeräten Daten zur Verfügung.

Ihre digitale Geschäftsstrategie steht und fällt mit Ihren API-Projekten. Umso wichtiger ist es, die Sicherheit und den Lebenszyklus Ihrer APIs sorgfältig zu mangen. Wir laden Sie zu einem Webinar on demand ein, in dem wir folgende Themen behandeln:

  • Schnelle Entwicklung und Bereitstellung von APIs
  • Zusammenarbeit mit Ihrer Entwickler-Community, um Ihre APIs zu verbessern und die Akzeptanz der APIs zu erhöhen
  • Management der APIs als Produkte
  • Sichere Bereitstellung Ihrer APIs
  • Steuerung des gesamten API-Lebenszyklus

APIs helfen Ihnen, das Kundenerlebnis zu verbessern: Mithilfe Ihrer APIs finden Ihre Kunden neue Produkte und Services – und bedanken sich im besten Fall für ein unvergessliches Einkaufserlebnis.

Es hat schon seine Gründe, warum die Software AG ein „Leader“ für API-Management ist.

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Gestalten Sie ein reibungsloses Kundenerlebnis!

Gestalten Sie ein reibungsloses Kundenerlebnis!

Auf das Kundenerlebnis kommt es an! Unternehmen, die Ihren Kunden eine durchgängige, personalisierte Customer Journey bieten, haben den Schlüssel zum Erfolg in der Hand.

Laut einer neueren Gartner-Umfrage ist das Kundenerlebnis der Faktor, der die Kundenloyalität zu zwei Dritteln bestimmt. Damit liegt es weit vor Marke und Preis.

Warum bieten viele Unternehmen dann kein Kundenerlebnis, das einen reibungslosen Wechsel zwischen Geräten, online und offline, Server und in der Cloud erlaubt? Die einfache Antwort: Weil es wirklich kompliziert ist. Je komfortabler das Kundenerlebnis, umso komplexer sind die Abläufe hinter den Kulissen.

Nehmen wir als Beispiel eine regionale Lebensmittelkette, die in Zeiten von Social Distancing Online-Bestellungen anbietet. Bei Online-Bestellungen haben Lebensmittelhändler zwar ein Basisangebot, aber mit Online-Händlern mit jahrzehntelanger Erfahrung wie Amazon können sie nicht mithalten. Anhand der Einkäufe, die auf Kundenkarten erfasst sind, müssen sie umständlich individuelle Angebote schaffen oder ihre Kunden mit viel Aufwand benachrichtigen, wann die nächste Lieferung ihres Lieblingsartikels eintrifft.
Für Händler und Kunden ein sinnvolles Vorgehen, sieht es oft so aus: Wichtige Daten sind in eigenen Silos gespeichert (intern oder extern), „sprechen“ unterschiedliche Sprachen und können nicht miteinander kommunizieren. So gelingt es nicht, beim Lebensmitteleinkauf ein nahtloses Kundenerlebnis zu schaffen.

Stellen Sie sich jetzt eine fein abgestimmte, ausgeklügelte „Marketing-Maschine“ vor, die riesige Datenmengen erfasst und mit diesen exzellente personalisierte Kundenerlebnisse gestaltet. Mithilfe einer ausgeklügelten Logik erkennt sie intuitiv, was der Kunde jeweils wünscht und bietet ihm genau das an – welchen Kanal er auch immer als nächsten nutzt. Diese Maschine managt und analysiert systemübergreifend einen komplexen Datenfluss.

Damit sie das kann, braucht sie Daten aus unterschiedlichen Quellen und muss sicherstellen, dass diese Quellen integriert kommunizieren. Und genau das sind die Schwachstellen, an denen bei unzähligen Firmen die Bereitstellung eines reibungslosen, exzellenten Kundenerlebnisses scheitert.

Die Branche arbeitet an Projekten, die das ermöglichen. Dazu zählt insbesondere die Open Data Initiative (ODI), die 2018 von Adobe, Microsoft und SAP ins Leben gerufen wurde. Die ODI führt isolierte Daten in einer einzigen, wiederverwendbaren Quelle zusammen, die von unterschiedlichen Unternehmenssystemen genutzt werden kann. Das ist nach unserer Meinung ein wichtiger Schritt in Richtung eines nahtlosen Kundenerlebnisses. Deshalb ist die Software AG der einzige Anbieter von Integrationssoftware Mitglied im ODI Partner Advisory Council.

Daten müssen ungehindert fließen können

Wir bieten Lösungen, die lebendige Beziehungen zwischen Menschen und Systemen herstellen. Hier arbeiten wir intensiv mit Adobe zusammen. Adobe baut die weltweit erste Marketing-Maschine, die Adobe Experience Platform (AEP). Und webMethods.io der Software AG ist die erste Integrationsplattform, die Daten transportiert und in das Format übersetzt, das AEP nutzen kann. Der gebrauchsfertige webMethods.io AEP Connector transferiert Daten in und aus AEP. Er ermöglicht einen ungehinderten Datenfluss, transferiert Daten in und aus AEP: Früher war das ein aufwendiger Entwicklungsprozess, jetzt ist es Plug-and-play.

Webinar am 25. Juni 2020

In unserem Webinar am 25. Juni 2020 erläutern wir Ihnen gerne gemeinsam mit unserem Partner Adobe, wie das funktioniert. Es kann so einfach sein – Echtzeitkundenerlebnisse powered by webMethods.io. Wir freuen uns auf Sie!

Hier geht es zur Anmeldung.

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