IoT-Trends 2019 für die Banken- und Versicherungsbranche

IoT-Trends 2019 für die Banken- und Versicherungsbranche

Vom offenen Bankwesen über die nutzungsorientierte Finanzierung bis hin zur Beschleunigung des Internet of Things (IoT). Versicherungen und Finanzdienstleister stehen an der Schwelle zu einem neuen digitalen Zeitalter. Hier kommen die fünf Top-Trends für dieses Jahr:

 

1. Das richtige API-Management

Open Banking (auch API Banking) gewinnt im Zuge der kundenorientierten, digitalen Transformation zunehmend an Bedeutung. Dabei werden APIs nicht nur als reine technische Schnittstelle verstanden, die den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Das gesamte Lebenszyklusmanagement zur Skalierung, Kontrolle, Steigerung und Wiederverwendung von APIs spielt eine tragende Rolle. Unternehmen müssen sich Gedanken machen, welche APIs sie zur Verfügung stellen wollen und wo sie Synergien nutzen können. Sowohl intern als auch mit anderen Marktteilnehmern, die in Zeiten der Plattformökonomie zu Kooperationspartnern werden können. Einige Banken haben bereits ihre Strategien für Open Banking definiert und haben ein für sie passendes Modell festgelegt. Andere werden feststellen, dass sie zu spät dran sind, da die attraktivsten Partner bereits Geschäftsbeziehungen eingegangen sind.

 

2. Einfachheit siegt

In den letzten Jahren haben Finanzdienstleister viel Geld für mobile und kundenorientierte Technologien ausgegeben. Sie werden allerdings feststellen, dass sie die Grenzen dessen, was sie ihren Kunden in kontextbezogener Erfahrung liefern können, wenn sie ihre Prozesse nicht vollständig und intelligent automatisieren und dadurch vereinfachen, erreichen werden. Dabei geht es nicht mehr um das Gerät selbst, sondern auch den Kontext, in dem das Gerät verwendet wird. Insbesondere bei einem möglichen Konjunkturrückgang sind Business-Teams gefordert, schnell einen ROI für Technologieprojekte nachzuweisen. Ein pragmatischer und zielgerichteter Einsatz von maschinellem Lernen und robotergesteuerte Prozessautomatisierung wird dazu beitragen, manuelle Fehler und teure Arbeitskräfte, die für Nebentätigkeiten eingesetzt werden, zu reduzieren. Es gilt, Prozesse stark zu verschlanken, um besser auf die zukünftigen Bedürfnisse von Kunden reagieren zu können.

 

3. Die jungen Wilden werden erwachsen

Herausforderer, die bisher noch in die Kategorie Start-Ups und FinTechs fielen, werden bedeutende Marktanteile hinzugewinnen und zu etablierten Banken aufholen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Firma Wirecard, die in diesem Jahr in den DAX aufgestiegen ist und so die Commerzbank verdrängt hat. Eine Herausforderung, der sich sowohl etablierte Banken als auch junge Marktteilnehmer stellen müssen, ist ihre wachsende eigene IT-Infrastruktur. Wenn es zusätzlich zu Kooperationen kommt – zwischen FinTech und Bank oder InsurTech und Versicherung –, müssen sie sich Gedanken darüber machen, wie sie diese erhöhte Komplexität sinnvoll managen und kontrollieren können. Wenn beispielsweise eine Bank ein FinTech übernimmt und in das eigene Haus integriert, müssen Systeme abgelöst oder zeitweise zwei Systeme parallel betrieben werden. Das ist Aufgabe eines IT-Portfolio-Managements.

 

4.  Steigende Relevanz des IoT

Für Versicherungen gewinnt das Internet of Things zunehmend an Relevanz. Gerade für den Industrieversicherungsbereich ist es interessant, IoT-Daten zu erheben und zu verarbeiten. Mithilfe von Sensoren und dem Internet of Things können Flotten, Industrieanlagen, Fabriken oder auch Gebäude überwacht werden. Wie auch im Privatkundengeschäft wird das IoT zu einer Wertschöpfung in der Risiko- und Betrugsprävention und zu verbessertem Schadenmanagement und Kundenbindung beitragen. Innovative Versicherungsunternehmen werden von dieser Wertschöpfung profitieren, indem sie Ökosysteme auf der Basis von IoT-Daten aufbauen und sich intern auf die Verkürzung von Geschäftszyklen konzentrieren.

 

5. Die Qualität zählt

Mit dem Anstieg von ergebnis- und nutzungsbezogenen Kostenmodellen wird sich auch die Finanzierung von Sachanlagen wie Maschinen drastisch verändern. Darlehen werden nicht mehr auf Basis von Zeit, sondern auf Basis des Einkommensstroms, der durch einen Teil der Industrieanlage anhand eines Sensors gemessen und der Bank mitgeteilt wird, vergeben. Je nachdem wie viel der Kunde produziert und verkauft, ist die Tilgungsrate entsprechend hoch. Da Banken grundsätzlich an Ergebnissen interessiert sind, liefern die Sensoren auch einen nützlichen Beitrag für das Risikomanagement. Wie viele Geräte werden benötigt, um denselben Ertrag zu generieren wie ein einzelnes, hochwertiges und gut funktionierendes Gerät? Die Produktqualität wird so zur wichtigsten Komponente des Risikomanagements.

Grundsätzlich gilt es, Prozesse so flexibel und einfach wie möglich zu gestalten, um damit die Bedürfnisse des Kunden befriedigen zu können. Der Kunde steht nach wie vor im Mittelpunkt. Die Technologie ist dabei nur Mittel zum Zweck.

Weitere Informationen zur digitalen Transformation in Banken und Versicherungen erhalten Sie hier.

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Software AG und SAP präsentieren „Smart City Plattform“

Software AG und SAP präsentieren „Smart City Plattform“

Mit einer offenen Smart City Plattform präsentierten Software AG und SAP auf der diesjährigen Smart Country Convention in Berlin eine Innovation für die öffentliche Hand: Die technische Basis bildet dabei Cumulocity IoT.

Cumulocity IoT

Die IoT-Plattform der Software AG. Sie erfasst Sensordaten und verarbeitet diese in Echtzeit auf einer zentralen Datenplattform in der Cloud zur weiteren Analyse und Auswertung (etwa mit S/4 HANA). Die Smart City Plattform geht aus einer Initiative von Software AG und SAP hervor.  Sie waren unter anderem auch am Software-Cluster beteiligt und unterstützten Darmstadt 2017 beim Titelgewinn im Wettbewerb „Digitale Stadt“.

Die Smart City Plattform

Die Smart City Plattform liefert Organisationen im öffentlichen Sektor eine zuverlässige Datengrundlage, Prozesse möglichst effizient und schlank zu gestalten. Wie es beispielsweise dann im Flottenmanagement oder im Waren- und Personaleinsatz möglich wäre. Durch die offene Gestaltung, lässt sich die Technologie auch auf andere – für Gemeinden relevante – Szenarien übertragen. Darunter zum Beispiel für die Messung der Luftqualität oder die Planung von Straßensperrungen.

Da alle Partner der Plattform ihre Kernkompetenzen eingebracht haben, bietet die Technologie den Kommunen und öffentlichen Einrichtungen eine betriebsfertige Best-of-Breed-Lösung. So können sie künftig evidenzbasierte Entscheidungen treffen und dadurch Zeit, Material und Kosten sparen.

Für die Besucher der Smart Country Convention visualisierte die Software AG die Smart City Plattform am Beispiel eines Salzstreuers für ein Winterdienst-Fahrzeug. Dieser war mit Sensoren von Sensor-Technik Wiedemann versehen. Via Cumulocity IoT stehen die Daten, die der Salzstreuer sammelt, in Echtzeit für Analysen bereit. Ein Umweltdatensensor von Greatech liefert weitere Informationen über Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit oder Wettervorhersage. Diese Daten fließen in der Steuerungszentrale zusammen und werden mittels Cumulocity IoT für Standardprogramme bereitgestellt. Anhand der analysierten Daten können Verantwortliche Maßnahmen treffen und viele Straßen mit möglichst wenig Material bestreuen. An dem Exponat auf der Smart Country Convention wurden reale Straßenverhältnisse simuliert, sodass Besucher sich ein detailliertes Bild von den Komponenten der Lösung machen konnten.

Weitere Informationen zu der Smart City Plattform erhalten Sie hier.

Das Standteam des Software AG Standes auf der Smart Country Convention mit Demo. Präsentation der Smart City Plattform in Kooperation mit SAP und Cumulocity IoT als treibende Kraft

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Gibt IoT dem Handel neue Möglichkeiten für die Zukunft?

Gibt IoT dem Handel neue Möglichkeiten für die Zukunft?

In den letzten Jahren hat sich der Handel stetig weiterentwickelt. Vor einigen Jahren kam der Katalog- und Versandhandel hoch – heute boomt das Geschäft im Internet. Kunden erwarten eine ständige Verfügbarkeit und eine breite Produktauswahl. Hier kann das klassische Einzelhandelsgeschäft nur schwer mithalten. Allerdings können sich auch Onlinehändler nicht entspannt zurücklehnen. Worauf sie sich in Zukunft einstellen müssen, beleuchtet der folgende Beitrag.

Ähnlich wie im Bank- und Finanzwesen werden sich auch im Einzelhandel geringe oder gar fehlende Investitionen in Technologie rächen. Die veraltete Software kann beispielsweise zusammenbrechen, das Geschäft behindern und Händler können so ihre Marktanteile verlieren. Das amerikanische Marktforschungsunternehmen RSR stellte bereits im letzten Jahr fest: „Wer in den letzten 20 Jahren zwei Prozent des Umsatzes oder weniger in IT investiert hat, ist unterinvestiert. Das ist heute wahrscheinlich die größte Bedrohung für jedes Geschäft.“ Dem britischen Online-Supermarkt Ocado beispielsweise steht laut Medienberichten eine feindliche Übernahme bevor. Doch wer wird das Rennen machen und die Technologie und die Kunden von Ocado übernehmen? Wer hat rechtzeitig erkannt, dass Technologie der Schlüssel für die Zukunft des Handels ist? Und wer hat genügend Geld in den Taschen: Amazon, Microsoft, JD.com oder Alibaba?

Die Existenzangst wächst

Die Konkurrenz am Markt wird immer größer. Laut einer Studie des Handelsverbands Deutschland (HDE) beherrscht beispielsweise Amazon fast die Hälfte des deutschen Onlinehandels, wodurch klassische Versandhäuser vom Markt verdrängt werden. Hinzu kommt der sogenannte „neue Handel“: Onlinehändler aus China wie JD.com oder Alibaba wollen den Markt in Europa und auch Nordamerika erobern. Es sind zwar noch keine Details bekannt, wie der Auftritt aussehen wird – vielleicht tritt der Händler als Marke direkt auf, möglicherweise übernimmt er eine vorhandene Marke. Wahrscheinlich wird er jedoch als Service-Provider für einen etablierten Händler oder eine etablierte Marke auftreten und „Retail as a Service“ anbieten.

Eines ist sicher: Sobald es neue Schlagzeilen zu Datenlecks gibt, wird die Technikskepsis der Konsumenten wachsen und sie werden sich um den Schutz ihrer persönlichen Daten sorgen. Das könnte die Einführung neuer Technologien wie beispielsweise IoT bremsen. Um den Endkunden die Angst zu nehmen, müssen Unternehmen bei der Auswahl von Lösungen viel mehr Wert auf Technologien legen, die ein hohes Sicherheitsniveau bieten.

Predictive Shopping als Zukunftsmodell

Mit der fortschreitenden Digitalisierung werden auch Zukunftsvisionen wie beispielsweise „Predictive Shopping“ immer realistischer. Jenseits des Abo-Commerce bietet Predictive Shopping einem Händler die Möglichkeit, die Verkaufshistorie eines Kunden zu analysieren. Er bekommt die Möglichkeit dem Kunden ein Produkt vor die Haustür zu stellen, bevor dieser überhaupt auf den Gedanken kommt, dass er es brauchen könnte. Wird sich dies als extreme Form der Personalisierung etablieren? Und hat Predictive Shopping das Potenzial, dem Händler, der als erster damit auf den Markt kommt, ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal und somit einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen? Beides ist zu diesem Zeitpunkt schwer abzusehen. Es hängt davon ab, ob die Endkunden neuen Technologien und den Handelsunternehmen in Bezug auf die Datensicherheit ausreichend vertrauen, um ein solches Modell möglich zu machen.

2018 war ein aufregendes Jahr für den Handel und auch 2019 werden disruptive Technologien für Wirbel in der Branche sorgen. Gartner prognostiziert sogar, dass im Handel die Wahrscheinlichkeit eines radikalen Wandels am größten ist.

Mehr zur Digitalisierung im Einzelhandel lesen Sie hier.

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Wie IoT den Verkehr revolutionieren kann

Wie IoT den Verkehr revolutionieren kann

Es stinkt in deutschen Großstädten. Umtauschaktionen für ältere Diesel und Hardwarenachrüstungen sollen die Luft wieder sauberer machen und drohende Fahrverbote abwenden. Doch auch die Digitalisierung kann dabei helfen, den Verkehr umweltfreundlicher und effizienter zu gestalten. Innovative Projekte aus dem öffentlichen Nahverkehr und der Logistik zeigen, wohin die Reise geht.

Die deutschen Autofahrer sind verunsichert. Vor allem, wer einen Diesel hat, muss sich derzeit Gedanken darüber machen, ob er künftig damit noch in die Stadt fahren darf. Dass man etwas gegen die hohe Feinstaubbelastung tun muss, ist klar. Denn schließlich geht es dabei um unser aller Gesundheit – und die unserer Kinder. Fahrverbote würden jedoch viele Verbraucher und Unternehmen schmerzhaft treffen. So warnt zum Beispiel der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV), dass Speditionen und Paketlogistiker trotz moderner Fahrzeugflotten ihren Versorgungsauftrag für den innerstädtischen Handel und die Wohnbevölkerung dann nur noch eingeschränkt erfüllen können. Während Politiker und Autohersteller um Lösungen ringen, lohnt es sich, einen Blick auf innovative Mobilitätskonzepte zu werfen. Denn auch die Digitalisierung kann dabei helfen, den Verkehr effizienter zu gestalten und die Luftqualität zu verbessern.

Emissionen im öffentlichen Nahverkehr kontrollieren

Wie sich dies bewerkstelligen lässt, zeigt das Beispiel einer europäischen Metropole. Sie hat in einem IoT-Projekt damit begonnen, ihre Busse mit einem Filtersystem nachzurüsten, das den Ausstoß von Rußpartikeln und Stickoxiden reduzieren soll. Um die Effizienz der Filter zu kontrollieren, messen Sensoren kontinuierlich die Emissionen und übertragen die Daten an eine zentrale IoT-Plattform. Über GPS-Module in den Fahrzeugen lässt sich zudem verfolgen, wo sich ein Bus gerade befindet und welche Strecke er fährt. So kann die Stadt jederzeit kontrollieren, wie viele Schadstoffe die Busse zu welcher Zeit an welchem Ort ausstoßen. Die Sensor-Daten geben darüber hinaus Aufschluss, in welchem Zustand sich ein Filtersystem befindet und wann es gewartet werden muss. Außerdem kann das Nahverkehrsunternehmen anhand der GPS-Informationen feststellen, wo und zu welchen Zeiten es auf der Strecke häufig zu Staus und Verspätungen kommt. So ist es in der Lage, Routen entsprechend zu optimieren. Bis 2021 sollen mehr als 5000 Busse des öffentlichen Nahverkehrs in das Projekt eingebunden sein.

Den Kraftstoffverbrauch in der Flotte senken

Auch beim Flottenmanagement in der Logistik kann IoT dazu beitragen, die Umweltbelastung zu reduzieren. Dabei helfen zum Beispiel Telematiksysteme. Bisher kennt man sie vorwiegend aus dem Bereich der KFZ-Versicherung. Wer einen Telematiktarif nutzt, kann durch umsichtiges Fahrverhalten seine Versicherungskosten deutlich reduzieren. Dafür erklärt er sich bereit, Echtzeitdaten aus dem Fahrzeug an den Versicherer zu übertragen. Diese Daten sind zum Beispiel Informationen über das Brems- und Beschleunigungsverhalten sowie die Fahrgeschwindigkeit. Solche Daten lassen sich im Flottenmanagement auch dazu einsetzen, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Indem Logistik-Unternehmen die Echtzeitinformationen aus dem Fahrzeug auf einer IoT-Plattform auswerten, können sie erkennen, wo und wie sich das Fahrverhalten kraftstoffoptimierter gestalten lässt. Fahrer erhalten anschließend entsprechende Trainings.

So sparen die Flottenbetreiber langfristig Kosten und reduzieren gleichzeitig die Schadstoff-Emissionen. Außerdem können sie anhand der Daten auch den Gesundheitszustand der Fahrzeuge überwachen. Dadurch wissen sie genau, wann welche Fahrzeugteile gewartet werden müssen, und können Ausfälle vermeiden.

E-Fahrzeuge besser einsetzen

Um den Verkehr sauberer zu machen, werden künftig in der Logistik zunehmend E-Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Auf der internationalen Messe IAA Nutzfahrzeuge in Hannover präsentierten dieses Jahr fast alle großen Hersteller emissionsfreie LKWs mit Elektroantrieb. Um Fahrten besser planen zu können, spielt IoT eine wichtige Rolle. Anhand von Echtzeitdaten aus dem Auto wissen Logistik-Unternehmen zum Beispiel jederzeit, welchen Ladezustand und welche Reichweite ein Fahrzeug hat. Mithilfe von Umgebungsdaten können sie ermitteln, ob und wo es auf der geplanten Route Ladestationen gibt. Das ermöglicht es ihnen, die Fahrzeuge optimal einzusetzen und für reibungslose Abläufe zu sorgen.

Dass die Elektrifizierung des Güterverkehrs kommen wird, zeigt auch das vom Bundesumweltministerium geförderte Pilotprojekt Elektro-Highway. Auf der A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt soll die erste Autobahnstrecke für E-LKWs entstehen. Auf einem fünf Kilometer langen Abschnitt werden derzeit 231 Masten aufgestellt und Oberleitungen gespannt, die die Lastwagen beim Fahren mit Strom versorgen. Ab Januar 2019 soll die Strecke als Feldversuch in Betrieb gehen. Zwei weitere Teststrecken auf der A1 bei Lübeck und der B462 in Baden-Württemberg sind geplant.

Verfügbarkeit beim Carsharing planen

Ein weiteres Mobilitätskonzept, um den Verkehr in Städten zu reduzieren und damit die Luftqualität zu verbessern, ist Carsharing. Anbieter haben jedoch häufig das Problem, dass sie die Verfügbarkeit der Fahrzeuge schlecht planen können. Auch hier bieten IoT-Technologien eine einfache Lösung. Indem Carsharing-Unternehmen Daten aus den Fahrzeugen und dem Buchungssystem auf einer zentralen Plattform auswerten, sehen sie, an welchen Stationen zu welchen Zeiten wie viel Andrang herrscht. Das hilft ihnen dabei, ihre Flotte bedarfsgerecht zu disponieren. So können sie dafür sorgen, dass zu den Stoßzeiten an den stark nachgefragten Orten stets ausreichend viele Fahrzeuge bereitstehen. Das steigert die Kundenzufriedenheit und führt zu mehr Akzeptanz der Angebote.

Fazit

Die Schadstoffbelastung zu reduzieren, geht uns alle etwas an. Doch es müssen nicht gleich Fahrverbote sein. Die oben genannten Beispiele zeigen, wie man mithilfe von IoT Emissionen kontrollieren, reduzieren und die Luftqualität verbessern kann. Auch Carsharing-Angebote und Elektromobilität lassen sich durch intelligente Datenanalysen optimieren. Das sind nur einige Möglichkeiten, wie die Digitalisierung den Verkehr sauberer und effizienter machen kann. Mit innovativen Konzepten und einer guten IoT-Plattform lässt sich noch viel bewegen.

Mehr zum Thema IoT in der Logistik erfahren Sie hier.

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Die Annäherung zwischen KI und IoT

Die Annäherung zwischen KI und IoT

Künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge (IoT) wachsen mit der Digitalisierung immer weiter zusammen. Dabei übernimmt Edge Computing eine immer wichtigere Rolle.

In der heutigen Arbeitslandschaft sind Sensoren und Analytik-Lösungen oftmals noch voneinander getrennt. Doch immer mehr Experten sprechen sich für eine Verbindung von beidem aus. Dabei wird die Intelligenz, die aus Sensordaten gewonnen wird, so wichtig werden, dass sich auch IoT-Plattformen in diese Richtung weiterentwickeln werden. Hinzu kommt die Erweiterung von zentralen IoT-Umgebungen um sogenanntes Edge Computing. Hierunter versteht man die analytische (Vor-)verarbeitung von Daten möglichst nah an ihrer Quelle.

Die Ergänzung um Edge Computing

Je ausgefeilter die von IoT unterstützten Anwendungsfälle werden sollen, umso mehr Analytik wird dafür benötigt. Je mehr Intelligenz in digitale Prozesse einfließt, die sich auf Echtzeitdaten (Near Real Time) stützt, umso entscheidender wird auch das Zusammenspiel der zentralen IoT-Umgebung mit der Edge.

Die zentrale IoT-Umgebung übernimmt initial die Aufgabe, die Daten aus der dinglichen Welt über Sensorik aufzunehmen und so bereit zu stellen, dass damit Algorithmen aufgebaut werden können. Diese werden dann von der zentralen IoT-Umgebung an die Edge „transportiert“, wo sie gegen die aktuellen Datenflüsse ausgeführt werden. Auftretende Ereignisse (zum Beispiel negative Korrelationen von Schwingung und Betriebstemperatur einer Maschine) werden dann an das zentrale IoT-System gemeldet und dort im Zusammenspiel mit den prozessführenden Fachanwendungssystemen weiterverarbeitet. Das „Trainieren“, also das kontinuierliche Verbessern der Algorithmen, erfolgt ebenfalls unter Einsatz der zentralen IoT-Umgebung. Zum Beispiel nutzt diese hierfür dann nur noch Daten aus einem Subset der angeschlossenen Maschinen einer gleichen Baureihe.

Dieser verteilte Ansatz ist vorteilhaft, wenn die Übertragung von Daten zu einer zentralen IoT-Umgebung mit für den Business Case unangemessenen hohen Kosten (zum Beispiel für verbrauchte Bandbreite) verbunden ist. Zum anderen ist er für IoT-Anwendungszenarien relevant, die eine deterministische Echtzeitkommunikation in Millisekunden erfordern. Hier können Daten aus Latenz-Gründen zur Verarbeitung nicht erst an eine zentrale IoT-Umgebung weitergegeben werden.

Eine Kombination ist gefragt

IoT-Architekturen sind heute horizontal verteilt. Es gibt neben der zentralen IoT-Umgebung noch Edge-Computing-Einheiten mit Use Case spezifischer Rechenkapazität. Des Weiteren ist auch die nahtlose Verzahnung der zentralen IoT-Umgebung mit den prozessführenden Fachanwendungen wichtig. Denn das Zusammenführen von Daten aus der dinglichen Welt mit Daten aus der Prozesswelt liefert oftmals deutlich bessere Ergebnisse beim Aufbau (und gegebenenfalls Ausführung) von belastbaren Algorithmen.

Die Nutzung von Edge Computing im IoT erfordert aber eine neue Klasse von intelligenter Hardware. Diese muss nicht nur auf die Nutzungsumgebung (zum Beispiel Staub, Erschütterungen) hin ausgerichtet und abgesichert sein. Diese Geräte sollten auch aufwandsarm mit den verschiedenen dinglichen Datenquellen sowie mit der zentralen IoT-Plattform verbunden werden können. Die Edge Gateways müssen des Weiteren leistungsstark genug sein, um lokal intelligente Anwendungen ausführen zu können. Und da diese Geräte im „Feld“ verbaut sind, müssen sie von einem zentralen Ort aus verwaltbar sein. Neue Software aber auch neue lokale Verarbeitungslogik muss einfach eingespielt werden können.

Informationen zu Cumulocity IoT, der IoT-Plattform der Software AG, erhalten Sie hier.

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Das war die SIBOS 2018

Das war die SIBOS 2018

Mitte Oktober trafen sich mehr als 7.000 Banker aus über 150 Ländern in Sydney zur SIBOS 2018, um über die Zukunft von Banken in einer immer stärker digitalisierten Welt zu diskutieren. Dabei lag der Fokus auf der Kombination von Technologie und menschlichen Fähigkeiten.

Gleich im Eröffnungsvortrag brachte es Shayne Elliott, Vorstandsvorsitzender der ANZ Bank, treffend auf den Punkt: Nur Banken, die agil sind, schnell reagieren und die richtigen Antworten auf veränderte Kundenbedürfnisse finden, werden zukünftig erfolgreich sein. Es reicht nicht mehr, als Bank „einfach da zu sein“. Der „Banker der Zukunft“ entspricht dabei dem „6 Million Dollar Man“, bekannt aus der gleichnamigen Serie aus den 1970ern. In dieser geht es um die perfekte Kombination von Technologie und menschlichen Fähigkeiten. Denn auch wenn derzeit für Banken Technologie immer mehr an Bedeutung gewinnt, geht es letztlich darum, durch Technologie in Kombination mit menschlichem Einfühlungsvermögen dem Kunden eine möglichst positive Customer Experience zu bieten.

Zukünftige Erfolgsfaktoren für Banken

Im Bereich der Unternehmensführung spielen neben der Customer Experience und den notwendigen Soft Facts, um diese zu erreichen, Agilität, Neugier und Offenheit der Mitarbeiter eine wichtige Rolle, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. So sollen Banken beispielsweise offen gegenüber Kunden kommunizieren, welche Daten sie besitzen, wer diese sehen kann und was damit passiert. Doch das erfordert Mut, denn Banken sind an Gesetze und Regulierungsauflagen gebunden. Um nicht von anderen Marktteilnehmern überholt zu werden, müssen Banken ein anderes Verständnis von Produkten und Services entwickeln. Durch das Prinzip des „Design Thinking“ etwa muss viel mehr vom Bedürfnis des Kunden ausgehend gedacht werden. So können erfolgreiche neue Angebote kreiert werden. Der Ansatz, ein existierendes Angebot, das ursprünglich für Filialen entwickelt wurde, auf einen digitalen Kanal zu übertragen, ist dagegen wenig erfolgversprechend.

Die Relevanz des Internet of Things

Auf der Technologieseite wurden viele Themen diskutiert, die bereits seit längerem bekannt sind: Blockchain, Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Cybersecurity. Neu in diesem Jahr: Experten betonten häufiger als früher die Bedeutung von Ökosystemen und Plattformen. Im Kontext von Cybersecurity wurde darauf hingewiesen, dass Banken sich nur dann erfolgreich gegen die zunehmende Gefahr von Cyberangriffen wehren können, wenn sie viel stärker als früher kooperieren.

In Bezug auf Start-ups im Fintech-Bereich sollten Banken auf Kooperationen setzen. Start-ups verstehen besser als alteingesessene Unternehmen, was Kunden wollen und wie sie ihnen eine positive Customer Experience anbieten. Banken, die als „First Mover“ agieren, gewinnen Marktanteile hinzu. Als Beispiel geht hier die Deutsche Bank voran: Zusammen mit anderen Instituten startete sie das „Handelsinformationsnetzwerk“ zur Digitalisierung von Trade Finance. Bei der Vorstellung des World Payments Reports 2018 von Capgemini wurde darauf hingewiesen, dass das IoT auch für Banken relevant und hier gerade für Effizienz im Betrieb und für Customer Experience wichtig wird. Die Experten gehen davon aus, dass in Zukunft immer mehr Zahlungen von Geräten ausgelöst werden (Internet of Payments – IoP).

Fazit

Digitale Transformation und die damit verbundenen Innovationen auf Basis neuer Technologien, neuer Produkte und Services, die Bedeutung der Customer Experience und eine zunehmende Kooperation in digitalen Ökosystemen wird für Banken in den nächsten Jahren massive Veränderungen bringen. Viele dieser Veränderungen können heute nur grob beschrieben werden. Ein Referent fasste die Erkenntnisse der SIBOS so zusammen: „Die Gewinner werden jene sein, die mit allen und allem verbunden sind.“ Bei aller Unsicherheit über die in Zukunft relevanten Marktteilnehmer, Plattformen und Technologien unterstreicht dieser Satz einmal mehr die Notwendigkeit einer offenen, flexiblen und skalierbaren Digitalisierungsplattform.

Die nächste SIBOS findet im September 2019 in London statt. Wir sind gespannt, wie sich die Themen und Technologien bis dahin weiterentwickeln werden. Erfahren Sie hier mehr über die Innovationen, die die Software AG in der Finanzbranche umsetzt.

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