Ungeheure Datenmengen? – Mit Streaming Analytics behalten Sie den Überblick

Ungeheure Datenmengen? – Mit Streaming Analytics behalten Sie den Überblick

Egal ob Unternehmen in ihren verschiedenen Fachbereichen unterschiedliche Transaktionssysteme nutzen oder sie sich mehr Transparenz in ihrer Lieferkette wünschen – leistungsfähige Streaming-Analytics-Lösungen ermöglichen es, wertvolle Erkenntnisse aus den eigenen Daten zu ziehen und unterstützen so bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsziele. Streaming Analytics ermöglicht es Unternehmen in Echtzeit Einblicke aus großen und sich schnell verändernden Datenmengen zu gewinnen und erlaubt die Vorhersage, was als nächstes passieren wird. Risiken und Chancen werden sofort erkannt, sodass die Firma optimal auf diese reagieren kann.

Nicht nur für IT-Profis
Mittlerweile ist selbst komplexe Software nicht mehr nur Sache von IT-Fachleuten, sondern bindet auch Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse ein. Durch übersichtliche Bedienungsoberflächen können beispielsweise Business Analysten die Tools von heute bedienen. Streaming Analytics steigert also die Effizienz von Prozessen – vor allem wenn die Lösung ohne Programmierung auf Seiten des Kunden auskommt. So erstellen auch Nicht-IT-Fachkräfte mithilfe einer übersichtlichen Benutzeroberfläche im leistungsfähigen Tool präzise Analyseszenarien. Durch grafisch dargestellte APIs gelingt eine schnelle Anwendungsentwicklung auch ohne Programmierkenntnisse. Der Einsatz von Lösungsbibliotheken zur Beschleunigung der Anwendungsbereitstellung ist immer verbreiteter und fördert die Entwicklung von individuellen Ansätzen für Unternehmen, um nach Bedarf schnell selbst die passenden Anwendungen entwickeln zu können.

Einsatz im echten Leben
Doch wie kommt Streaming Analytics nun tatsächlich zur Anwendung? Der Einzelhandel beispielsweise nutzt Streaming Analytics, um Echtzeitdaten zum Kaufverhalten des Kunden zu eruieren oder die Customer Journey zu optimieren. Letztendlich wird so das Kauferlebnis der Kunden für Marketer nachvollziehbar. In der Finanzbranche unterstützt Streaming Analytics dabei, den schnelllebigen Devisenmärkten immer einen Schritt voraus zu sein. Vermeintliche Betrugsfälle können außerdem leichter und effizienter aufgespürt werden. Vertriebskanäle eines Unternehmens nutzen Streaming Analytics, um eine größere Transparenz zu ermöglichen und bei der Produktsuche zu unterstützen.

Mit Streaming Analytics das ganze Potential der eigenen Daten ausschöpfen
Dank einer Streaming-Analytics-Technologie sind Unternehmen in der Lage, ihre Daten zu jeder Zeit im Blick zu halten und wie sie, sie optimieren können. Daher sind vor allem auch Echtzeit-Analysen entscheidend für Unternehmen, sodass sie aus der eigenen Datensammlung einen Mehrwert generieren und so einen maximalen Wettbewerbsvorteil erzielen.

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Mit TRAILAR und Cumulocity IoT auf Kurs zur nachhaltigeren Logistik

Mit TRAILAR und Cumulocity IoT auf Kurs zur nachhaltigeren Logistik

Der „Global Emissions Gap Report 2019“ des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) zeigt, dass die weltweite Emission von Treibhausgasen 2018 so hoch war wie nie zuvor und auf 55,3 Milliarden Tonnen gestiegen ist. Wir stehen in der Pflicht, etwas gegen den Klimawandel zu tun – gerade die Logistikbranche mit ihren riesigen Flotten. Für LKWs hat das Umweltbundesamt eine Treibhausgas-Emission von 103 g/tkm ermittelt. Zum Vergleich: Ein Güterzug emittiert 19 g/tkm. Es zählt also jede Tonne CO2, die ein LKW weniger ausstößt. Die Emissionen von Transportflotten drastisch zu reduzieren – an diesem Ziel arbeiten die strategischen Partner TRAILAR und Software AG.

Die Idee ist so einfach wie genial: Dünne Solarmatten auf LKW, Anhängern oder auf anderen Fahrzeugen erzeugen Strom, durch den Treibstoff und CO2 eingespart werden. Mit dieser Innovation ist die britische DHL-Tochter TRAILAR, die 2018 als Start-up ausgegründet wurde, bereits auf Erfolgskurs. In Großbritannien kommt das TRAILAR-System unter anderem bei Royal Mail zum Einsatz. Weitere Tests laufen in Südafrika, Thailand, Indien und in Deutschland, wo TRAILAR mit einer GmbH in Bonn ansässig ist. Erste Lösungen hat die selbständige Tochterfirma bereits an Dritte verkauft.

Ein entscheidender Schritt für diese Entwicklung fing im Frühjahr 2019 mit einem Test-Account für Cumulocity IoT an. Die Verantwortlichen von TRAILAR benötigten eine IoT-Plattfom, um Daten in Echtzeit auszuwerten und zu visualisieren. Die Testphase zeigte: Mit Cumulocity IoT, der Plattform der Software AG, lassen sich schnell Energiebilanzen für das Solarsystem erstellen. Sie liefert anhand übersichtlicher Datenauswertungen den Nachweis für den Mehrwert der TRAILAR-Lösung.

Wie das Solarsystem und Cumulocity IoT interagieren

Zunächst werden Solarmatten auf dem Dach eines Lkw-Aufbau, Sattelzuges, Kühlfahrzeuges oder Transporters montiert. Deren Solarzellen funktionieren sowohl mit direktem als auch mit indirektem Tageslicht und erzeugen mit einem Wirkungsgrad von 18 Prozent bis zu 1,5 Kilowatt Leistung. Der so erzeugte Strom fließt, gesteuert über den Smart Controller, in das Stromnetz des Fahrzeugs. Die Batterie nimmt die zusätzliche Kapazität auf, die sich zum Beispiel für Ladebordwand, Beleuchtung oder Kühlaggregate nutzen lässt. Das entlastet die Lichtmaschine und den Motor, wodurch der Spritverbrauch sinkt.

Die Daten über den verbrauchten Strom und die erzeugte Solarenergie werden im Smart Controller gespeichert, der sie an Cumulocity IoT sendet. Die Software berechnet und aggregiert Kennzahlen wie den eingesparten Kraftstoff und vermiedene CO2-Emissionen. Durch Apama, eine weitere Anwendung der Software AG, erfolgt die Auswertung in Echtzeit. Im nächsten Schritt visualisiert die IoT-Lösung die Kennzahlen anhand von vordefinierten Regeln und „Out of the box“-Dashboards. Auf die Weise quantifiziert Cumulocity IoT den Mehrwert des Solarsystems und macht ihn leicht greifbar.

Ausgezeichnete Lösung

So konnten TRAILAR und die Software AG die Vorhersagen validieren und stellten fest, dass ein LKW mit den Solarmatten etwa 2 Tonnen weniger CO2 im Jahr ausstößt – je nach Anwendungsfall und Nutzungsverhalten. Bezogen auf den Kraftstoffverbrauch bedeutet das: Ein 12-Tonnen-Lkw verbraucht bis zu fünf Prozent weniger Diesel. Zugleich verlängert sich die Reichweite des Lkw und seine Wartungskosten sinken, weil Lichtmaschine und Motor weniger leisten müssen. Insgesamt amortisiert sich die Lösung in 12 bis 18 Monaten. Das System lässt sich auch auf andere Nutzfahrzeuge wie Linienbusse, Abfahrtsammelfahrzeuge, Kleintransporter oder Kühlfahrzeuge übertragen.

Die Technologie kommt an, wie die positive Resonanz des Fachpublikums beim gemeinsamen Auftritt von Software AG und TRAILAR auf dem Logistik-Kongress des BVL 2019 gezeigt hat. Diverse Logistik- und Umweltvereinigungen haben TRAILAR bereits ausgezeichnet, so zum Beispiel der britische Handelsverbands Freight Transport Association (FTA) für das innovativste Produkt 2018.

Erfolg erweitern

TRAILAR schafft eine solide Basis für das Überwachen und Steuern des Stromverbrauchs von Nutzfahrzeugen. Das System lässt sich erweitern, um Logistikprozesse sicherer, schneller, effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Weitere Sensoren lassen sich mit dem System koppeln, um die Echtzeit-Analyse auszuweiten. Derzeit konzentrieren sich TRAILAR und die Software AG darauf, neue Daten- und Analysedienste zu entwickeln. Im Fokus stehen GPS-Datennutzung und Temperaturüberwachung von Kühlfahrzeugen. Logistikunternehmen können in Cumulocity IoT weitere IoT-Geräte über jede Cloud-Plattform einbinden und zahlreiche Anwendungen integrieren.

Erfahren Sie hier mehr über die Kooperation zwischen Software AG und TRAILAR oder besuchen Sie die TRAILAR Homepage für weitere Details zum Produkt.

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„Partner mit gemeinsamer Vision sind das A und O“

„Partner mit gemeinsamer Vision sind das A und O“

Interview mit Arne Aßmann, Head of Strategy and Business Development bei 1NCE

Herr Aßmann, Ende November 2019 wurde es offiziell verkündet: 1NCE und Cumulocity IoT bündeln ihre Kompetenzen, um IoT-Projekte für ihre gemeinsamen Kunden zu vereinfachen. Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft! Können Sie unseren Lesern beschreiben, welches Problem 1NCE löst?

A. Aßmann: 1NCE vereinfacht die Vernetzung von IoT Hard- und Software und fungiert somit als Bindeglied. Wir bieten die weltweit erste IoT-Flatrate an, also einen einfach zu nutzenden, günstigen Mobilfunktarif für IoT-Anwender. Unser Ziel ist es, die Verfügbarkeit unseres Services von derzeit Europa, Asien und den USA weiter global auszuweiten. Außerdem ist unsere Vision, für unsere Kunden einfach zu nutzende Ökosysteme zu schaffen, Fallstricke bei der Umsetzung von IoT-Projekten auszumerzen und somit zur Standardisierung der Vernetzung von Hard- und Software im IoT-Bereich beizutragen.

Wie können nun die Kunden von 1NCE die Plattform von Cumulocity IoT nutzen?

A. Aßmann: Wir sehen die 1NCE-Netzwerkplattform als ganz grundlegende und tiefliegende Layer im komplexen Ökosystem der IoT-Software. Wir möchten also unsere Kunden nicht unbedingt auf die 1NCE-Plattform zwingen, sondern unsere Lösung vielmehr in bestehende Anwendungs-Plattformen wie Cumulocity IoT einbinden. Damit die Nutzer sich voll auf ihre Projekte fokussieren können und die Steuerung ihres IoT-Mobilfunktarifs ganz unkompliziert und fast nebenbei durchführen können, haben wir eine API-Schnittstelle in die Cumulocity-Cloud geschaffen. Die Kunden brauchen also die Cumulocity-Plattform nicht zu verlassen und sparen sich so einen Umweg, den sie ansonsten zusätzlich steuern müssten.

Weshalb haben Sie sich entschieden, ausgerechnet mit Cumulocity IoT zusammen zu arbeiten?

A. Aßmann: Da beide Services auf ähnlichen cloud-basierten und damit dezentralen Server-Komponenten beruhen, war die Verknüpfung von Cumulocity und 1NCE unkompliziert. Die Dezentralität ermöglicht zusätzlich die komplett ortsunabhängige Nutzung der Lösungen. Derzeit entwickeln wir bei 1NCE noch einen Streaming-Modus, mit dessen Hilfe alle Services in der Cumulocity-IoT-Plattform stets aktuell dargestellt und ohne Latenz aktualisiert werden.
Auf unserer Mission, den Weg zu erfolgreichen IoT-Projekten für unsere Kunden zu ebnen sind gute Partner mit derselben Vision das A und O. Die gemeinsame Kundenzentriertheit ist also ein weiterer Grund, weshalb wir Cumulocity IoT als Partner ausgewählt haben.
Die gemeinsame Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Produkts io-key von autosen ist ein Paradebeispiel wie gute IoT-Partnerschaften idealerweise funktionieren sollten: jeder Partner bringt seine Best-in-Class-Expertise mit ins Spiel, um das finale Produkt zu einem echten Allrounder zu machen, der die Nutzung für die Kunden möglichst einfach macht.

Nach diesen erfolgreich geschlossenen Partnerschaften und gemeinsamen Produktentwicklungen – wie sehen die Zukunftspläne aus?

A. Aßmann: In naher Zukunft haben wir vor, die bereits erwähnte Streaming-Funktionalität zu finalisieren und so zu gestalten, dass der Kunde reibungslos Konnektivität für sein IoT-Projekt über die Cumulocity-IoT-Plattform buchen kann.
Mittelfristig widmen wir uns unter anderem auch dem Thema 5G, denn Netzwerkmanagement wird zunehmend auch Sache von Unternehmen. Ein Chemieunternehmen könnte sich beispielsweise sein eigenes Mobilfunknetz für den sicheren Austausch seiner Maschinen- und anderer Daten aufbauen. 1NCE hat speziell dafür bereits Lösungen entwickelt und wird diese weiter ausbauen. Unsere Funktionalität und technologische Expertise im Bereich Konnektivität werden wir weiter ausbauen und gerne auch schauen, welche Möglichkeiten sich dabei mit unseren Ökosystem-Partnern noch ergeben.
Auf langfristige Sicht arbeiten wir mit 1NCE daran, unsere Services weltweit weiter auszubauen, denn unsere Kunden fragen diese internationale Konnektivität bereits nach.
1NCE wächst mit den Anforderungen seiner Kunden – was von der Nutzerseite an neuen Herausforderungen auf uns zukommt, dafür sind wir sehr offen. Aus der Fragestellung, wie IoT-Konnektivität noch vereinfacht werden kann, ergeben sich für uns sicher in Zukunft noch neue Aufgabenfelder, die heute schlichtweg noch nicht abzuschätzen sind. Wir freuen uns auf das, was da kommt und blicken der Zukunft des IoT sehr positiv entgegen.

Herr Aßmann, vielen Dank für Ihre Zeit und die Einsichten in die Partnerschaft mit Cumulocity IoT!

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Ein Universalschlüssel für das Industrial Internet of Things

Ein Universalschlüssel für das Industrial Internet of Things

Ein Interview mit Thomas Naczenski, Prokurist von autosen:

Sie haben mit autosen in diesem Jahr zum ersten Mal die Innovation Tour unterstützt. Zu welchem Thema haben Sie gesprochen?

Naczenski: Ich habe einen Zuschauer aus dem Publikum gebeten, live auf der Bühne mithilfe unseres Produkts, dem io-key, einen Sensor mit Cumulocity IoT, der IoT-Plattform der Software AG, zu verbinden. Der io-key ist im Grunde ein IoT Gateway, welches mehr als 10.000 unterschiedliche Sensoren von etwa 200 verschiedenen Herstellern in unter einer Minute erkennt und deren Daten per Funk in die Cloud sendet. Und das Verbinden ist so einfach, dass es sogar eine völlig unbedarfte und ungeübte Person in kürzester Zeit schafft, Daten in die Cloud zu bringen. Etwas Vergleichbares gibt es aktuell in der Industriesensorik noch nicht.
Teil meines Vortrags auf der InnovationTour war außerdem, welchen Herausforderungen sich die Industrie derzeit noch gegenübersieht und wie in Zukunft der io-key diese vereinfachen kann und wird.
Was macht denn den io-key einzigartig?

Naczenski: Bis vor wenigen Jahren verarbeiteten Sensoren bloß einen Stromwert, der interpretiert und erst nachträglich einer passenden Einheit zugeordnet werden musste – handelte es sich beispielsweise um eine Distanz, einen Prozesswert oder einen Schaltzustand?
Heute sind wir durch das digitale Standard-Protokoll IO-Link in der Lage, direkt mit dem Messwert auch die Einheit zu übertragen. Der io-key kann die verschiedenen, für jeden Sensortyp individuellen Treiberdateien (so genannte IODDs) unterscheiden und somit unterschiedlichste Sensoren und deren Messwerte automatisch erkennen. Der io-key ermöglicht somit eine Plug-and-Play-Integration der Sensorik, die zuvor so nicht möglich war. Die Inbetriebnahme eines Sensors ist so einfach wie das Anschließen eines USB-Gerätes an Ihrem Computer.
autosen hat somit das erste IO-Link-fähige Plug & Play Funk-Gateway für Sensorik entwickelt.

Welche Entwicklungsschritte stehen uns im Bereich der Industrie 4.0 in der nächsten Zeit bevor?

Naczenski: Wir wissen, dass immer mehr Sensorik auf einen herkömmlichen Ausgang verzichten und stattdessen auf einen Standard wie IO-Link setzen wird. Dieser ermöglicht, das volle Potential aus den Daten zu schöpfen und eröffnet der Industrie außerdem lukrative Effizienzsteigerungen.
Die Sensorik wird in Zukunft generell kleiner, smarter und schneller einsetzbar werden.
In der Zukunft ist denkbar, dass auch Industriesensorik durch den Einsatz von Energy Harvesting zunehmend autonomer wird. So könnte es dazu kommen, dass neben der Datenübertragung per Kabel statt per Funk, auch die Notwendigkeit der Stromversorgung über Kabel abnimmt. Dies würde langfristig dazu führen, dass vollständig kabellose Sensoren auch in der Industrie zur Tagesordnung gehören.

Ein weiteres Thema ist 5G, das erstmals Echtzeitkommunikation von Sensorik über Funk ermöglicht. Des Weiteren ist eine Vorverarbeitung von Sensordaten durch Edge-Computing dank der hohen 5G-Bandbreite dann nicht mehr zwingend notwendig. Als Use-Case in diesem Bereich ist zum Beispiel die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) zu nennen.
Auf dieser Basis können außerdem neue Arten von Machine Learning / Künstlicher Intelligenz entwickelt werden, die in der Lage sind im Szenario der vorausschauenden Wartung auch selbstständig Schlüsse aus eingehenden Fehlermeldungen zu ziehen, beispielsweise verschleißende Teile rechtzeitig nachzubestellen und ein Ticket für die Montage des Ersatzteils für einen Wartungsmitarbeiter zu erstellen, bevor ein Maschinenausfall auftritt.

Wie hat Ihnen die InnovationTour gefallen?

Naczenski: Es war eine tolle Möglichkeit, unser innovatives Produkt, den io-key, auf der Messe der InnovationTour den Besuchern und Teilnehmern präsentieren zu können. Vielen Dank dafür! Auf der anderen Seite war die Tour für uns auch aus der Partner-Perspektive interessant zu sehen, was die Software AG sonst noch in der Pipeline hat und welche Produkt-Updates und Veränderungen es geben wird. Wir haben neben relevanten, neuen Kontakten, Insights und neue Ideen mitgenommen, was wir mit Cumulocity IoT und beispielsweise den Tools webMethods.io und TrendMiner in der Zukunft noch machen könnten.

 

Wir danken Herrn Naczenski für die Zeit und das wertvolle Gespräch und freuen uns auf die Projekte und Zusammenarbeit in der Zukunft.

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Die Software AG und Dell unterstützen Best Practices in IoT-Projekten

Die Software AG und Dell unterstützen Best Practices in IoT-Projekten

SMC als Paradebeispiel für den gelungenen Aufbruch in die Industrie 4.0

In Partnerschaft mit Dell Technologies entwickelte die Software AG ein leistungsstarkes IoT-Edge-Bundle, das Hardware, Software und relevante Services kombiniert. Unternehmen können damit ihre IoT-Projekte sofort anschließen und starten. Doch innovative Geschäftsmodelle im Bereich Industrie 4.0 lassen sich leichter umsetzen, wenn sich die Unternehmen an Best Practices orientieren können. Hier zeigt SMC, der Weltmarktführer für industrielle Automatisierungstechnik, wie echte Innovation in der Smart Factory aussehen kann.

Mit Cumulocity IoT Edge, powered by Dell Technologies, lassen sich beliebig viele Endgeräte und Sensoren in wenigen Minuten anschließen. Mithilfe relevanter Funktionen wie integrierter Streaming-Analyse, vorkonfigurierter Smart Rules und Feldbusanbindung können auch komplexe IoT-Lösungen schnell und reibungslos erstellt werden. Dank einer konsistenten Architektur ist die Skalierung für neue Einsatzgebiete und Geschäftsmodelle einfach.
Als führender Hersteller, Partner und Lösungsanbieter für pneumatische und elektrische Automatisierungstechnik hat sich SMC Deutschland ein hohes Ziel gesteckt: eine neue Automatisierungslösung zu entwickeln, die Daten von der Feldebene in die Cloud-Plattform transferiert. Innerhalb einer Projektpartnerschaft wurde der leistungsfähige und multifunktionale Aufbau namens „Smart Field Analytics“ in Zusammenarbeit mit Dell und der Software AG gemeinsam umgesetzt.

Vorausschauende Wartung durch schnellere Datenverarbeitung
SMC setzt beim Thema Industrie 4.0 auf den konsequenten Ausbau der Produktlinien in Richtung Vernetzung und dezentraler Intelligenz. Die Anbindung an übergeordnete Systeme soll so schnell und einfach wie möglich realisierbar sein und Anwender in die Lage versetzen, ihre Produktionsabläufe permanent zu optimieren.
Um also eine reibungslose Produktion und vorausschauende Planung sicherzustellen, müssen die Massen an Daten, die Maschinen und Sensoren in Werkshallen erzeugen, in Echtzeit an ihrem Entstehungsort überwacht werden. Dies ist mithilfe von Edge Computing möglich: Die Daten werden vor ihrer Analyse nicht zuerst in die Cloud übertragen, sondern direkt am Rand des Netzwerks, der „Edge“, verarbeitet. Latenzzeiten werden somit massiv verringert, drohende Fehlproduktionen oder -funktionen können verhindert und Maschinenstillstand oder Ausschuss vermieden werden – vorausschauende Wartung in ihrer Perfektion.

Mit Smart Field Analytics zu mehr Energieeffizienz
Der bewusste und schonende Umgang mit Ressourcen hat nicht nur gesellschaftliche Bedeutung – auch die Produktionsindustrie ist seit jeher mit der Herausforderung konfrontiert stets ressourcenschonend und gleichzeitig kosteneffizient zu agieren.
In einem innovativen Anwendungsfall konnte SMC durch die dauerhafte Überwachung der Maschinendaten auch die Energieeffizienz steigern. Auftretende Leckagen in den Maschinen, Druckschwankungen oder Verbrauchsspitzen werden erkannt, analysiert und bilden die Grundlage für Maßnahmen zur langfristigen Energieeinsparung. So konnte beispielsweise das Leckagemanagement von pneumatischen Zylindern unter Einsatz eines Machine-Learning-Modells analysiert und automatisiert werden: Anhand historischer Daten wurde einem Algorithmus durch Machine-Learning antrainiert, drohende Leckagen in der pneumatischen Anlage selbstständig sofort zu erkennen. Per Internet-Protokoll werden die Daten direkt an die Cloud-Plattform geschickt und automatisch ein Ticket für das Wartungspersonal erstellt.

Vom 26.11. bis 28.11. präsentieren SMC und die Software AG gemeinsam die genannten und weitere Use Cases auf der diesjährigen SPS in Nürnberg. Das Team ist in Halle 3 Stand 570 zu finden und steht gerne für Fragen bereit.

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„Die Digitalisierung macht uns unabhängiger – wenn wir Menschen klug damit umgehen.“

„Die Digitalisierung macht uns unabhängiger – wenn wir Menschen klug damit umgehen.“

Interview mit Frank Rauber, Associate Partner und​ Jörg Kircher, Senior Director von nterra

 

Herr Rauber und Herr Kircher, Sie beide arbeiten bei nterra und waren auch bei der diesjährigen InnovationTour wieder dabei. Zunächst zu Ihrem Unternehmen: Was macht nterra und wie arbeiten Sie in Partnerschaft mit der Software AG zusammen?

Kircher: Wir von nterra nennen uns gern „die Digitalisierer“: Unser Ziel ist es, Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Ob es um die Abschaffung analoger Prozesse, die Einführung neuer Unternehmenssoftware oder komplett neue, digitale Geschäftsmodelle geht – unsere Berater und Entwickler bringen das konzeptionelle und technische Know-how in die Teams unserer Kunden ein.

Rauber: Und beim Thema Technik rückt dann unsere langjährige Partnerschaft mit der Software AG in den Fokus: Seit rund 10 Jahren sind wir bereits ein „Preferred Partner“ und genießen diese langfristige Zusammenarbeit sehr. Seit jeher gehören wir zu den ersten Adressen, wenn es um die Integration von Lösungen mit webMethods geht. Aber auch zu neueren Produkten wie z. B. Cumulocity IoT und Apama haben wir schnell Know-how aufgebaut.

 

Auf der InnovationTour haben Sie einen wachrüttelnden Showcase ausgestellt, der es in sich hat. Können Sie mehr dazu sagen?

Rauber: Das Thema der Tour lautete ja „Integration & IoT“ – und da wollten wir den Besuchern wortwörtlich die Augen öffnen. Daher war unser Showcase ein smarter Kaffeeautomat, der in Zusammenarbeit mit Cumulocity IoT nicht nur einen effizienten Order-to-Delivery-Prozess abbildet, sondern auch IoT-Komponenten einsetzt.

Kircher: Auch, wenn ich persönlich ein großer Kaffee-Liebhaber bin: Unsere IoT-Kaffeemaschine steht selbstverständlich nur symbolisch für jede Form von Unternehmensprozessen – sei es in der Fertigung, in der Logistik, im Handel und so weiter. Wir zeigen, wie Prozesse effizient und mit minimaler, aber dafür nutzerfreundlicher Interaktion ablaufen können und wie smart eingesetzte Sensoren samt verknüpfter Aktionen zu Mehrwerten für Unternehmen und Nutzer führen.

 

Welche Entwicklungsschritte sehen Sie in naher Zukunft für Ihre eigene Branche?

Kircher: Als IT-Beratungshaus war es schon immer unsere grundlegende Aufgabe, die Wünsche und Anforderungen der Kunden aufzunehmen und mit unserer technischen Expertise – und oft der technischen Plattform der Software AG – umzusetzen. In den letzten Jahren haben wir uns hier weiterentwickelt: Wir nennen es das “Sherpa-Prinzip”. Das bedeutet, dass wir den Kunden nicht einfach nur die Koffer zum Gipfel tragen, im übertragenen Sinne. Wir sehen uns als Partner, Guide und Wegbereiter. Es ist mehr eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, die bereits bei der Suche nach Ideen, Konzepten und Geschäftsmodellen beginnt. Diese Entwicklung wird in den kommenden Jahren die Beratungsbranche zunehmend prägen.

Rauber: Nehmen wir das Beispiel “IoT”: Unternehmen wissen, dass smarte Devices und Prozesse unglaubliches Potenzial haben. Aber ihnen fehlt der Ansatzpunkt, dieses Potenzial zu nutzen. Also beginnen wir mit dem Kunden ganz am Anfang, erkunden in Workshops das Terrain mit ihnen und zeigen die Chancen und Anforderungen auf. Wir können die verlängerte Werkbank sein – aber noch stärker und wertvoller für den Kunden sind wir, wenn wir die ganzheitliche Lösung im Blick haben und gemeinsam umsetzen können.

 

Welche Technologien werden die größte Auswirkung auf die Gesellschaft/Endverbraucher haben?

Rauber: Ich habe die Anfänge der Personal Computer noch miterlebt. Einst gab es dedizierte Aufgaben für die man sich vor einen Computer gesetzt und sie erledigt hat. Heute lassen sich die meisten Aufgaben mit dem Computer erledigen – und dafür muss man nicht unbedingt vor ihm sitzen. Und morgen? Werden Aufgaben mehr und mehr sich selbst erledigen. Die Verbindung von Cloudtechnologien, Künstlicher Intelligenz, Sensortechnik und neuartigen, smarten Devices wird unser tägliches Leben mehr und mehr vereinfachen. Wie sagt die Software AG so gern?: „Freedom as a service“. Die Gesamtheit der Digitalisierung wird uns unabhängiger machen – solange wir als Gesellschaft klug mit den Möglichkeiten umgehen. Und auf technischer Seite? Da werden sich Lösungen, die auf Standards basieren und sich modular in IT-Landschaften einsetzen lassen gegenüber proprietären Lösungen durchsetzen.

Wie hat Ihnen die InnovationTour persönlich gefallen?

Kircher: Die Innovation Tour ist immer ein willkommener Anlass, mit unseren Partnern und Kollegen der Software AG in Kontakt zu treten. Die Fachvorträge geben spannende Impulse und sowohl der Austausch mit anderen IT-Experten als auch mit Interessenten ist immer wieder inspirierend.

Rauber: Zudem bietet die Umstrukturierung vom einstigen Ein-Tages-Event zur mehrtägigen Tour durch Hamburg, Frankfurt, München usw. die Möglichkeit, noch mehr potenzielle Partner und Interessenten im deutschsprachigen Raum anzusprechen. Auch, wenn uns die schöne Abendveranstaltung des alten Formats schon ein bisschen fehlt.

 

Wir bedanken uns bei Jörg Kircher und Frank Rauber für das Interview und hoffen auf weitere Jahre voller spannender und erfolgreicher Zusammenarbeit mit nterra.

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