„Die Digitalisierung macht uns unabhängiger – wenn wir Menschen klug damit umgehen.“

„Die Digitalisierung macht uns unabhängiger – wenn wir Menschen klug damit umgehen.“

Interview mit Frank Rauber, Associate Partner und​ Jörg Kircher, Senior Director von nterra

 

Herr Rauber und Herr Kircher, Sie beide arbeiten bei nterra und waren auch bei der diesjährigen InnovationTour wieder dabei. Zunächst zu Ihrem Unternehmen: Was macht nterra und wie arbeiten Sie in Partnerschaft mit der Software AG zusammen?

Kircher: Wir von nterra nennen uns gern „die Digitalisierer“: Unser Ziel ist es, Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Ob es um die Abschaffung analoger Prozesse, die Einführung neuer Unternehmenssoftware oder komplett neue, digitale Geschäftsmodelle geht – unsere Berater und Entwickler bringen das konzeptionelle und technische Know-how in die Teams unserer Kunden ein.

Rauber: Und beim Thema Technik rückt dann unsere langjährige Partnerschaft mit der Software AG in den Fokus: Seit rund 10 Jahren sind wir bereits ein „Preferred Partner“ und genießen diese langfristige Zusammenarbeit sehr. Seit jeher gehören wir zu den ersten Adressen, wenn es um die Integration von Lösungen mit webMethods geht. Aber auch zu neueren Produkten wie z. B. Cumulocity IoT und Apama haben wir schnell Know-how aufgebaut.

 

Auf der InnovationTour haben Sie einen wachrüttelnden Showcase ausgestellt, der es in sich hat. Können Sie mehr dazu sagen?

Rauber: Das Thema der Tour lautete ja „Integration & IoT“ – und da wollten wir den Besuchern wortwörtlich die Augen öffnen. Daher war unser Showcase ein smarter Kaffeeautomat, der in Zusammenarbeit mit Cumulocity IoT nicht nur einen effizienten Order-to-Delivery-Prozess abbildet, sondern auch IoT-Komponenten einsetzt.

Kircher: Auch, wenn ich persönlich ein großer Kaffee-Liebhaber bin: Unsere IoT-Kaffeemaschine steht selbstverständlich nur symbolisch für jede Form von Unternehmensprozessen – sei es in der Fertigung, in der Logistik, im Handel und so weiter. Wir zeigen, wie Prozesse effizient und mit minimaler, aber dafür nutzerfreundlicher Interaktion ablaufen können und wie smart eingesetzte Sensoren samt verknüpfter Aktionen zu Mehrwerten für Unternehmen und Nutzer führen.

 

Welche Entwicklungsschritte sehen Sie in naher Zukunft für Ihre eigene Branche?

Kircher: Als IT-Beratungshaus war es schon immer unsere grundlegende Aufgabe, die Wünsche und Anforderungen der Kunden aufzunehmen und mit unserer technischen Expertise – und oft der technischen Plattform der Software AG – umzusetzen. In den letzten Jahren haben wir uns hier weiterentwickelt: Wir nennen es das “Sherpa-Prinzip”. Das bedeutet, dass wir den Kunden nicht einfach nur die Koffer zum Gipfel tragen, im übertragenen Sinne. Wir sehen uns als Partner, Guide und Wegbereiter. Es ist mehr eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, die bereits bei der Suche nach Ideen, Konzepten und Geschäftsmodellen beginnt. Diese Entwicklung wird in den kommenden Jahren die Beratungsbranche zunehmend prägen.

Rauber: Nehmen wir das Beispiel “IoT”: Unternehmen wissen, dass smarte Devices und Prozesse unglaubliches Potenzial haben. Aber ihnen fehlt der Ansatzpunkt, dieses Potenzial zu nutzen. Also beginnen wir mit dem Kunden ganz am Anfang, erkunden in Workshops das Terrain mit ihnen und zeigen die Chancen und Anforderungen auf. Wir können die verlängerte Werkbank sein – aber noch stärker und wertvoller für den Kunden sind wir, wenn wir die ganzheitliche Lösung im Blick haben und gemeinsam umsetzen können.

 

Welche Technologien werden die größte Auswirkung auf die Gesellschaft/Endverbraucher haben?

Rauber: Ich habe die Anfänge der Personal Computer noch miterlebt. Einst gab es dedizierte Aufgaben für die man sich vor einen Computer gesetzt und sie erledigt hat. Heute lassen sich die meisten Aufgaben mit dem Computer erledigen – und dafür muss man nicht unbedingt vor ihm sitzen. Und morgen? Werden Aufgaben mehr und mehr sich selbst erledigen. Die Verbindung von Cloudtechnologien, Künstlicher Intelligenz, Sensortechnik und neuartigen, smarten Devices wird unser tägliches Leben mehr und mehr vereinfachen. Wie sagt die Software AG so gern?: „Freedom as a service“. Die Gesamtheit der Digitalisierung wird uns unabhängiger machen – solange wir als Gesellschaft klug mit den Möglichkeiten umgehen. Und auf technischer Seite? Da werden sich Lösungen, die auf Standards basieren und sich modular in IT-Landschaften einsetzen lassen gegenüber proprietären Lösungen durchsetzen.

Wie hat Ihnen die InnovationTour persönlich gefallen?

Kircher: Die Innovation Tour ist immer ein willkommener Anlass, mit unseren Partnern und Kollegen der Software AG in Kontakt zu treten. Die Fachvorträge geben spannende Impulse und sowohl der Austausch mit anderen IT-Experten als auch mit Interessenten ist immer wieder inspirierend.

Rauber: Zudem bietet die Umstrukturierung vom einstigen Ein-Tages-Event zur mehrtägigen Tour durch Hamburg, Frankfurt, München usw. die Möglichkeit, noch mehr potenzielle Partner und Interessenten im deutschsprachigen Raum anzusprechen. Auch, wenn uns die schöne Abendveranstaltung des alten Formats schon ein bisschen fehlt.

 

Wir bedanken uns bei Jörg Kircher und Frank Rauber für das Interview und hoffen auf weitere Jahre voller spannender und erfolgreicher Zusammenarbeit mit nterra.

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Vernetzte Wagons – Alles im Griff mit Cumulocity IoT

Vernetzte Wagons – Alles im Griff mit Cumulocity IoT

Interview mit Martin Zsifkovits, Senior Solution Manager Innovations bei Rail Cargo Austria AG

Herr Zsifkovits, Sie sind Senior Solution Manager Innovations bei Rail Cargo Austria, der Güterverkehrssparte der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Können Sie uns erzählen, welches Projekt Sie bei der InnovationTour vorgestellt haben?

Zsivkovits: Sehr gern! In meiner Rolle bei der RCA kümmere ich mich derzeit unter anderem um das Projekt „Smart Cargo”, das wir gemeinsam mit A1 Digital umsetzen. Gemeinsam mit meinem Kollegen Francis Cepero, Director Vertical Market Solutions bei A1 Digital, durfte ich auf dem Münchner Stopp der InnovationTour also vorstellen, was wir in dem Bereich bereits auf die Schiene bringen konnten.

Das klingt spannend! Können Sie genauer darauf eingehen, worum es bei „Smart Cargo” geht?

Zsivkovits: Die Herausforderungen, denen wir uns im Güterverkehr auf dem Schienenweg im Vergleich zur Logistik auf der Straße ausgesetzt sehen, sind vielfältig: Geringe Flexibilität, starke gesetzliche Regulierung in vielerlei Hinsicht und damit verbunden steigende Kosten. Um dem entgegenzuwirken und den Schienengüterverkehr effizienter zu gestalten, stattet A1 Digital im Rahmen des Projekts „Smart Cargo” in einem ersten Schritt aktuell rund 13000 Güterwaggons der Rail Cargo Austria mit Telematikgeräten aus. Diese energieautarken Geräte, die mindestens sechs Jahre ohne Stromversorgung auskommen, verfügen über eine Sensorik, die es erlaubt, Position sowie Bewegungen zu erkennen. Mithilfe der Telematik wird es also möglich, umfassende Daten wie beispielsweise den Standort der ausgestatteten Wagons in Echtzeit zu ermitteln. Diese Ausstattungsoffensive soll bis 2020 abgeschlossen sein. Parallel dazu wird daran gearbeitet die Daten zu verwerten um den Güterverkehr auch tatsächlich smart zu machen.

Ich kann mir vorstellen, dass dies enormes Potenzial für die Vernetzung des Frachtverkehrs im Generellen bietet.

Zsivkovits: Sie haben Recht, die fortschreitende Vernetzung der Logistik bietet enormes Potenzial – insbesondere um Prozesse effizienter zu machen. Sie können sich vorstellen, dass es bei so vielen einzelnen Einheiten, wie es im Güterverkehr der Fall ist, schwierig ist, diese ideal zu koordinieren. Echtzeit-Ortung und das automatisierte Signalisieren, dass bestimmte Routenpunkte erreicht sind, sind beispielsweise integral für einen reibungslosen Weitertransport der Waren. Neben den bereits genannten Ortungs- und 3D-Bewegungssensoren, die die Position eines Waggons ortbar und Erschütterungen erkennbar machen, existieren darüber hinaus weitere Sensormodelle, die die Möglichkeit bieten, Daten wie Temperatur oder Luftfeuchtigkeit an den Waggons zu messen. Dies ist zum Beispiel wichtig, wenn empfindliche Waren transportiert werden. Um die intelligente Vernetzung und Funktionen wie Echtzeit-Tracking und -Monitoring nutzbar zu machen, bedarf es natürlich einer leistungsfähigen IoT-Plattform im Hintergrund – wir arbeiten hierfür mit Cumulocity IoT.

Herr Zsifkovits, vielen Dank für Ihre Zeit!

Zsivkovits: Danke Ihnen!

 

Die InnovationTour der Software AG findet auch in diesem Jahr wieder statt. Mit Beiträgen zu den Themen API Management, Data Analytics und Industrie 4.0 stellt die Software AG selbst, aber auch namhafte Kunden spannende Projekte zur Schau – alles anhand realer Anwendungsbeispiele. Schauen Sie auf einem der drei Stopps im September vorbei: https://www.softwareag.com/de/company/events/iot_tour/default.ht

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API-Management macht Daten verwertbar

API-Management macht Daten verwertbar

In meinen Gesprächen mit Führungskräften internationaler Unternehmen kommt ein Thema fast unweigerlich zur Sprache: wie die Firmen ihre eigene digitale Transformation vollziehen und die dadurch endlich verfügbar werdenden Datenmengen verwerten können. Eine Frage, die Unternehmen fast jeder Branche und Größe beschäftigt, ist beispielsweise was der beste Weg ist, um mithilfe des Internets der Dinge die Daten nutzbar zu machen. Oder wie diese Datenfülle eingesetzt werden kann, um mit den Kunden noch besser zu interagieren, nutzerzentrierte Produkte und Services zu entwickeln und neue intelligente Ökosysteme zu schaffen. Die Antwort: Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt! Aber alles muss damit beginnen, sämtliche vorhandene Datenquellen zentral zu integrieren und mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zu interpretieren. Ohne Integration und Auswertung sind all diese Daten wertlos.

Wenn es um die Technik hinter der Integration geht, sprechen Unternehmer oft das Thema APIs an: „Brauche ich nicht auch APIs, wenn ich alle meine Datenquellen verknüpfen will?“ – dieses Missverständnis begegnet mir immer wieder. Ja, APIs können helfen, Transaktionssysteme, Kundensysteme und andere Datenquellen an ganz unterschiedlichen Standorten miteinander zu verbinden.
Zwei Dinge sind hierbei allerdings von besonderer Bedeutung. Erstens: Bei APIs geht es um mehr als nur um Integration. Sie können beispielsweise der Schlüssel zur Monetarisierung und gemeinsamen Nutzung von Systemen sein, die bereits im Unternehmen vorhanden sind. Zweitens: Für APIs (ebenso wie für Produkte) gilt, die Entwicklung ist nur der erste Schritt in einem Lebenszyklus. Ist der API-Lebenszyklus gut geführt, werden Daten zum Katalysator für Innovation und Wachstum. Ist er schlecht geführt, kann die Entwicklung entweder reine Zeit- und damit Geldverschwendung oder im schlimmsten Falle ein gigantisches Sicherheitsrisiko sein.

APIs sind also wichtig, um das Transformationspotenzial der eigenen Daten auszuschöpfen. Voraussetzung dafür ist das richtige Werkzeug, um den API-Lebenszyklus vernünftig zu steuern.

Der Markt für API-Management-Tools hat in den vergangenen Jahren einen grundlegenden Wandel erfahren: Sechs der führenden Anbieter wurden von Konzernen  übernommen. Die meisten dieser aufgekauften Firmen befinden sich derzeit auf einem absteigenden Ast.

Was bedeutet das für Unternehmen? Eine Firma muss den gesamten Lebenszyklus seiner APIs steuern, um den größtmöglichen Nutzen aus den eigenen Daten zu ziehen, Sicherheit zu garantieren und seine Unternehmenswerte zu monetarisieren.

Es gibt keinen Zaubertrick, mit dem Sie Ihre Organisation zum digitalen Unternehmen transformieren. APIs können Ihrem Unternehmen jedoch das Tor in eine Welt voll neuer Chancen öffnen. Was Sie dafür brauchen, ist ein umfassendes API-Management, das sicherstellt, dass die Innovationen, die durch APIs möglich werden, gewinnbringend genutzt werden.

Am besten wenden Sie sich hierzu an ein Unternehmen, das laut Gartner und Forrester zu den Marktführern gehört. Ein stabiles, unabhängiges und profitables Unternehmen, das seit 50 Jahren seinen Kunden ein zuverlässiger Partner ist.
Bei der Software AG geht es nicht um Zauberei, es geht um Innovation.

 

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Always-on-Business erfordert Kundenbetreuung rund um die Uhr

Always-on-Business erfordert Kundenbetreuung rund um die Uhr

Interne und externe Anwender erwarten problemlosen Zugriff auf Dienste – und das 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. IT-Ausfälle dagegen gefährden Digitalisierungsinitiativen sowie Innovationen und kommen Unternehmen teuer zu stehen. Durchschnittlich verliert jede Firma dadurch 20,4 Millionen Euro pro Jahr, so eine aktuelle Studie. Mit dem richtigen Support erhöhen Unternehmen die Verfügbarkeit von Anwendungen, Daten und Services. Diesen Trend hat auch die Software AG erkannt und bietet deshalb ihren Kunden mit dem den Enterprise Active Support (EAS) ein erweitertes Support-Paket an, um sie ganzheitlich bei der digitalen Transformation zu unterstützen.  

Die digitale Welt kennt weder Öffnungszeiten noch Ladenschluss. Die Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen rund um die Uhr ist in vielen Fällen längst kein Wettbewerbsvorteil mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit. Weil viele Prozesse digitalisiert und alternativlos nur noch über IT-Systeme machbar sind, ist die ständige Verfügbarkeit von Systemen Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg.

Rund um die Uhr verfügbar

Webseiten, etwa von Online-Shops, müssen 24 Stunden am Tag erreichbar sein – das hebt sie schließlich vom stationären Handel ab. Bei Apps, die Kunden in der Freizeit nutzen, wird ständige Erreichbarkeit sowieso vorausgesetzt. In Bezug auf Geschäftsanwendungen ist die permanente Verfügbarkeit in besonderem Maße in internationalen Unternehmen Grundvoraussetzung: Standorte und Büros in verschiedenen Zeitzonen brauchen jederzeit Zugriff auf interne Dienste. Support zu den üblichen Geschäftszeiten des Mutterlandes reicht in diesen Fällen nicht mehr aus. Das bestätigt auch eine Studie, in der 70 Prozent der Befragten den unterbrechungsfreien Zugang zu IT-Services als zentrale oder wichtige Voraussetzung für die digitale Transformation sehen. 44 Prozent der in Deutschland Befragten beobachten bei Ausfällen und Datenverlusten sinkendes Kundenvertrauen.

Steigende Anforderungen und Nachfrage nach IT-Experten

IT-Abteilungen stehen daher vor der Herausforderung, die Verfügbarkeit zu jeder Zeit und in jeder Zeitzone zu gewährleisten, gleichzeitig aber die Projekte der Fachabteilungen mit der nötigen IT-Kompetenz zu unterstützen, um die Digitalisierung voranzutreiben. Dabei haben sie selbst mit dem andauernden Fachkräftemangel zu kämpfen: Ende April 2018 waren rund 39.600 Stellen im IT-Bereich unbesetzt – die Zahl hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt. Das geht aus dem MINT-Frühjahrsreport 2018 hervor. Trotz dieser Herausforderung ist es bei Störungen an der Hardware oder Fehlern in der Software essenziell, schnell Experten für die einzelnen Komponenten an der Hand zu haben. Deshalb bietet die Software AG ihren Kunden den Enterprise Active Support.

Sechs gute Gründe für den Enterprise Active Support

  1. Der Telefon-Support sowie der Zugang zu Empower – das umfassende Self-Service-Extranet – stehen Anwendern täglich rund um die Uhr zur Verfügung.
  2. Kunden können eine unbegrenzte Anzahl technischer Ansprechpartner angeben, die der Hotline Support-Fälle melden können.
  3. Bei kritischen Support-Fällen erhalten EAS-Services-Nutzer innerhalb von vier Stunden einen Resolution-Plan.
  4. Die Support-Fälle priorisiert der Support und reagiert doppelt so schnell.
  5. Damit es gar nicht erst zu ungeplanten Ausfällen der Digital Business Platform sowie der kritischen Adabas- und Natural-Anwendungen kommt, gehören zu den EAS Services auch Beratungs- und Optimierungsangebote.
  6. Experten begleiten die Mitarbeiter der Anwender durch den Lebenszyklus der Produkte.

Wie Kunden der Software AG vom EAS profitieren

Das EAS minimiert Risiken und senkt Kosten, gerade in schwierigen Situationen, wie beispielsweise bei technischen und funktionalen Änderungen der Umgebung, bei Erweiterungen der IT-Landschaft und bei der Integration neuer Lösungen. Unternehmen erhalten technische Dokumente und können One-to-One-Online-Sessions mit den Experten buchen. Diese bieten Unterstützung beispielsweise beim Performance Tuning oder dem Load Balancing. Die EAS-Ansprechpartner stehen dabei im Austausch mit den Software-AG-Bereichen F&E, den Global Consulting Services und dem Produktmanagement. Damit fließen Informationen und Erkenntnisse – beispielsweise aus neuen Implementierungen – zwischen den Bereichen und den EAS-Anwendern, die so direkt bessere Prozesse erstellen und festlegen können. So generieren sie mit der richtigen Technologie und professionellem Support größeren Nutzen.

Weitere Informationen zum Enterprise Active Support erhalten Sie hier.

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Versicherungen auf dem Weg in eine von Algorithmen dominierte Zukunft

Versicherungen auf dem Weg in eine von Algorithmen dominierte Zukunft

Keine Frage: Künstliche Intelligenz (KI) ist derzeit eines der populärsten Trendthemen. Mit unzähligen Beispielen wird verdeutlicht, welche bahnbrechenden Entwicklungen wir zukünftig zu erwarten haben. Da wird optimistisch über selbstfahrende Autos und Drohnen spekuliert oder es werden Roboter gezeigt, die bald Arbeiten im Warenlager und bei der Altenpflege übernehmen. Und es gibt beunruhigende Szenarien von autonomen Kampfrobotern und der totalen (Video-) Überwachung von Aktivitäten im öffentlichen Raum, die sofort Erinnerungen an den Roman „1984“ hervorrufen.

Auch in der Versicherungsbranche kommt KI bereits zum Einsatz. Die Auswirkungen sind weniger spektakulär, aber nicht minder weitreichend. Schon heute gibt es zahlreiche Beispiele, welche die Richtung vorgeben:

  • Im Vertrags- und Bestandsmanagement kann sich der Kunde an einen Chatbot wenden (z.B. Uniqa ServiceBot), um sich über die verfügbaren Versicherungsprodukte zu informieren. Dies geschieht nicht nur, um die Mitarbeiter der Versicherung zu entlasten, sondern auch, um eine spezielle Zielgruppe zu adressieren: Menschen, die sich nicht mehr unbedingt mit anderen Menschen unterhalten wollen, sondern den asynchronen Dialog mit einem Algorithmus vorziehen.
  • Im Schadenmanagement werden für proaktive Schadensregulierungen bzw. Sofortregulierungen Algorithmen eingesetzt, um mit weniger Arbeitsaufwand (also Kosten) schneller Entscheidungen treffen zu können. Das Ziel dabei ist es, den Kunden zeitnah auszahlen zu können und an die eigene Versicherung zu binden. Bei Massenregulierungen, etwa nach einem Hagelsturm, können Algorithmen die Bilder der Schäden oder die Scans der beschädigten Karosserien mittlerweile mindestens so gut beurteilen wie Menschen. In jedem Fall können sie es schneller und ermüdungsfrei – bis zu 24 Stunden pro Tag.
  • Der Einsatz vernetzter Geräte (Internet of Things) wird mehr und mehr für die Bereitstellung von verhaltensbasierten Policen genutzt. Bei Krankenversicherungen kann das die Kontrolle sein, ob sich ein Patient an den verordneten Therapieplan hält. Fitness-Tracker werden mehr und mehr eingesetzt, um Versicherte zu einem gesünderen Lebensstil zu animieren. In beiden Fällen sind Algorithmen notwendig, um aus der Fülle an Daten relevante Einzelereignisse oder unerwünschte Entwicklungen zu identifizieren und schnellstmöglich darauf zu reagieren.
  • Im Bereich der internen IT ist schon heute das Abwehren von Cyberangriffen ohne den Einsatz von Algorithmen kaum noch vorstellbar. Bei geschätzten 600 Millionen Angriffen täglich wird schnell deutlich, dass Menschen alleine hoffnungslos überfordert sind und deshalb der Einsatz von KI unbedingt notwendig ist.

Diese Beispiele stellen nur den Anfang einer Entwicklung dar, die sich in den nächsten Jahren noch beschleunigen wird. Die Konsequenzen davon sind vielfältig:

  • Versicherungen werden zukünftig proaktiver entscheiden und handeln als in der Vergangenheit. Der Blick in den Rückspiegel weicht dem Blick durch die Windschutzscheibe.
  • Versicherungen werden Produkte viel stärker als heute auf Basis individueller Risiken und Verhaltensweise entwickeln und mit Preisen belegen, die nicht mehr pauschal für ein Jahr gelten, sondern für kürzere Zeiträume und personenbezogene Anforderungen.
  • Die Bedürfnisse des Kunden bei der Interaktion mit der Versicherung (Customer Experience) werden noch stärker in den Mittelpunkt treten. Der Kunde wird individuell und ganzheitlich gesehen und bekommt in Echtzeit Rückmeldungen von seiner Versicherung.

Dafür müssen sich Versicherungen umfassend auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz vorbereiten. Dies beinhaltet:

  • Organisation: Versicherungen müssen noch mehr internes KI-Know-how entwickeln und bereitstellen. Dem „Data Scientist“ kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Zudem müssen Versicherungen ihre Mitarbeiter von Routinetätigkeiten entlasten, sodass diese zusammen mit Data Scientists an der Umsetzung der KI arbeiten können. Durch diese Freiräume für neue Innovationen können durchaus erste, kleinere KI-Projekte entstehen.
  • IT: Versicherungen brauchen leistungsfähige IT-Plattformen, um KI erfolgreich einzusetzen. Das beste Modell eines Data Scientists nützt wenig, wenn es nicht in der Praxis eingesetzt werden kann. Das Modell muss mit echten Stammdaten, Daten des Kunden sowie externen Daten (beispielsweise Wetter-Daten) versorgt werden, um Entscheidungen unterstützen zu können. Es muss sozusagen „die letzte Meile“ überwinden.
  • Daten-Governance: Die IT-Plattform muss um eine entsprechende Daten-Governance ergänzt werden, die beschreibt, wo die Daten herkommen (aus dem eigenen Haus oder von extern) und wie und von wem die Daten verwendet werden. Schließlich muss sichergestellt sein, dass Datenqualität und Datenschutz gewährleistet sind. Nur wenn Daten klassifiziert sind, können sie für das Trainieren von Modellen (insbesondere Neuronale Netzwerke) eingesetzt werden.

Versicherungen müssen flexibel sein

Die Auswirkungen von KI auf Versicherungen werden massiv sein. Die aufgezeigten Anwendungsfälle sind nur der Anfang einer Entwicklung, die alle Sparten und alle Produkte der Versicherungen betreffen wird. Heute sind weder das genaue Zielbild noch der optimale Weg dorthin bekannt. Daher gilt es, sich so flexibel wie möglich aufzustellen. So verbaut sich die Versicherung nicht den Weg in eine von Algorithmen dominierte Zukunft.

Mehr über die Digitale Transformation von Versicherungen lesen Sie hier.

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Künstliche Intelligenz braucht schlaue menschliche Köpfe

Künstliche Intelligenz braucht schlaue menschliche Köpfe

Künstliche Intelligenz ist derzeit in aller Munde. Analysten sagen der neuen Technologie enormes Potenzial für die Wirtschaft voraus. Unternehmen quer über alle Branchen hinweg setzen sich mit den Möglichkeiten von maschinellem Lernen und automatisierten Entscheidungen auseinander. Doch die Umsetzung wird vor allem durch eines ausgebremst: den Fachkräftemangel.

Wenn man sich die Masse an Medien- und Social-Media-Meldungen zum Thema KI ansieht, scheint künstliche Intelligenz heute nahezu allgegenwärtig. Produktankündigungen, Forschungsergebnisse und Artikel, die sich mit den Möglichkeiten von KI auseinandersetzen, überfluten den Markt. Im privaten Alltag findet KI bereits große Akzeptanz. So zeigt eine aktuelle Studie des Branchenverbandes Bitkom, dass drei Viertel der befragten Bundesbürger KI-basierte Empfehlungen für optimale Reiseverbindungen gut finden, und 69 Prozent freuen sich, wenn bei der Internetsuche dank künstlicher Intelligenz die besten Ergebnisse ganz oben stehen.

KI ist in der Praxis angekommen

Auch im Unternehmensumfeld rauchen derzeit viele Köpfe, wie man am besten von KI profitieren kann. Über alle Branchen hinweg gibt es bereits zahlreiche Anwendungen. In der Industrie optimieren selbstlernende Algorithmen zum Beispiel mit vorausschauender Wartung die Produktion. Im Banken- und Versicherungsumfeld helfen intelligente Systeme dabei, Betrugsfälle in Echtzeit aufzudecken und zu vermeiden. Und in der Automobilbranche entwickeln die Hersteller mit Hochdruck das autonome Fahren. Laut einer aktuellen IDC-Studie hat ein Viertel der deutschen Unternehmen bereits KI-Projekte umgesetzt, und 69 Prozent planen dies in den nächsten zwölf Monaten. Den Analysten zufolge werden die weltweiten Ausgaben für künstliche Intelligenz und Machine Learning bis 2020 auf über 40 Milliarden US-Dollar steigen.

Warum diese Begeisterung? Die Antwort liegt auf der Hand: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen bieten Unternehmen die Möglichkeit, das Potenzial ihrer Daten erst richtig auszuschöpfen. Denn mit dem Internet der Dinge wächst die verfügbare Datenmenge ins Unendliche. Es reicht jedoch nicht aus, Informationen einfach nur zu sammeln, man muss sie auch in Wissen verwandeln. Um dies bei der wachsenden Datenflut zu meistern, kommen selbstlernende Algorithmen ins Spiel.

Fachkräftemangel als größte Herausforderung

Künstliche Intelligenz ist allerdings kein Selbstläufer. Damit sie überhaupt erfolgreich sein kann, braucht sie nicht nur Hochleistungs-Technik, sondern auch Menschen. Unternehmen benötigen Data Scientists, die geeignete Datenquellen für eine Fragestellung identifizieren und die Analysen vorbereiten. Sie müssen unter anderem passende analytische Modelle erstellen, Tools auswählen und interdisziplinär über den Tellerrand hinausschauen. Außerdem sind Data Engineers gefragt, die die Daten bereinigen, aufbereiten und analysefähig machen.

Doch solche Fachkräfte sind Mangelware und auf dem Markt heiß begehrt. Laut der bereits oben erwähnten IDC-Studie fehlt es in mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen an geeigneten Spezialisten. Händeringend gesucht werden Data Scientists, Entwickler, Datenbank-Manager, Business-Analysten sowie Trainer. Zwar gibt es an deutschen Universitäten bereits zahlreiche Studiengänge mit dem wohlklingenden Abschluss Data Scientist, doch bis diese Absolventen auf den Arbeitsmarkt kommen, dauert es noch einige Zeit. International sieht es nicht viel besser aus. McKinsey beispielsweise prognostiziert, dass bis 2024 alleine in den USA 250.000 Data Scientists fehlen werden.

Keine Zeit zu verlieren

Unternehmen sollten sich daher nicht nur darauf konzentrieren, neue Fachkräfte zu rekrutieren. Genauso wichtig ist es, Mitarbeiter weiter zu qualifizieren und fehlendes Know-how aufzubauen. Die Bitkom Akadmie bietet z.B. hierfür seit Kurzem in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für KI (DFKI) den bundesweit ersten Zertifikatslehrgang „Ausbildung zum KI-Manager“. Außerdem können Unternehmen durch Zusammenarbeit mit externen Spezialisten Know-how-Lücken schließen. Denn eines ist klar: Abwarten ist keine Lösung. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland im KI-Bereich nur im Mittelfeld, so die IDC-Studie. Es wird also höchste Zeit, mit der Aufholjagd zu beginnen.

Hier erfahren Sie mehr über die KI-Angebote der Software AG.

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