Mit KI die Stuttgarter Luftqualität verbessern

Mit KI die Stuttgarter Luftqualität verbessern

Wie ist die Luftqualität in meiner Region? Diese Frage beschäftigt in Deutschland viele Bürger. Die Kommunen haben sich längst diesem Thema angenommen und arbeiten an Lösungen für die Transparenz der Schadstoffbelastung und deren Vermeidung.

Das Amt für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen begleiten als assoziierte Anwendungspartner das vom BMVI geförderte Forschungsprojekt SAUBER. SAUBER steht für  Satellitenbasiertes System zur Anzeige, Prognose und Simulation von Luftschadstoffen für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.

Die Anforderungen der Kommunen zu erarbeiten, ist derzeit eine wichtige Aufgabe des Projekts. Wir geben Einblick in die Projektbeteiligung der Kommunen und starten in Teil 1 mit Fragen an:

Herr Kapp, was hat Sie dazu motiviert, an dem Projekt mitzuwirken?

Wir messen natürlich schon seit vielen Jahren die Luftschadstoffe in Stuttgart, denn die lufthygienischen Verhältnisse sind in der Landeshauptstadt aufgrund der topografischen Situation der städtischen Kessellage seit Beginn der Besiedlung immer ein wichtiges Thema gewesen. Durch den Klimawandel verstärken sich stadtklimatische Probleme. Und herkömmliche Messstationen liefern nur punktuelle Daten zur Luftverschmutzung. Über unsere Messungen und Modellrechnungen hinaus erhoffen wir uns von SAUBER, mit den Satellitendaten  eine weitere Informationsquelle zu erhalten, insbesondere hinsichtlich der räumlichen Verteilung von Luftschadstoffen. Damit verfeinert sich das Gesamtbild über die Luftschadstoffe in Stuttgart.

Was heißt das konkret?

Wir erwarten Erkenntnisse zur witterungsabhängigen NO2-Bildung im Sommer und zwar zeitlich und räumlich hochaufgelöste Konzentrationswerte für das Stadtgebiet und darüber hinaus.

Welche Vision für die Luftqualität der Zukunft haben Sie?

Die verkehrsbedingten Schadstoffe (z. B. Stickoxide, Feinstaub, Ozon) verharren weiterhin auf einem hohen Niveau. In zahlreichen Stadtstraßen liegen die Schadstoffwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM10) über den Grenzwerten für verkehrsbeschränkende Maßnahmen.

Daher formulieren wir ganz klar das Ziel, die Grenzwerte einzuhalten und längerfristig Stuttgarter Luftqualitätszielwerte zu erreichen, damit die Bevölkerung in gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen leben kann.

Wie kann aus Ihrer Sicht SAUBER dazu beitragen, diese Vision umzusetzen?

SAUBER wird uns mit seinen Daten Erkenntnisse liefern, die dabei helfen, Maßnahmen für die Luftreinhaltung weiterzuentwickeln. Eventuell wird SAUBER ein Teil eines Monitoring-Tools bereitstellen und damit die Grundlage für stadtplanerische Fragen verbessern. SAUBER hat die Möglichkeit, Satelliten- mit bodengestützte Daten zu kombinieren. Damit können wir präzise und tagesaktuelle Informationen zur Schadstoffbelastung der Luft erlangen. Hinzu kommt, dass SAUBER über den Einsatz Künstlicher Intelligenz Prognosen und Simulationen durchführen wird. Die Ergebnisse sollen Kommunen und weiteren interessierten Akteuren zur Verfügung gestellt werden.

Sind Sie noch an anderen Forschungsprojekten für saubere Luft beteiligt?

Ja, wir wirken an dem europäischen Projekt ICARUS mit. Dessen Hauptziel ist die Entwicklung von Strategien zur effizienten Reduzierung von sowohl Luftverschmutzung in Städten als auch hier verorteter Ursachen für den Klimawandel. (https://icarus2020.eu/) . Außerdem wird Stuttgart zusammen mit 89 anderen deutschen Kommunen über das „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

Welchen Herausforderungen werden Sie sich bei SAUBER stellen müssen?

Das Monitoring und die direkte Nachsteuerung der Verkehrsleitzentrale sind wahrscheinlich nur bedingt machbar, weil wir die notwendige zeitliche Auflösung bzw. eine Prognose in der notwendigen Qualität noch nicht erhalten.

Mit welchen Daten werden Sie zum Projekt beisteuern?

Wir verfügen über Messdaten und Modelldaten, das heißt flächenhafte Berechnungen aus dem Stadtgebiet. Gegebenenfalls werden wir auch Basisdaten aus dem Stadtgebiet, wie z. B. über Gelände, Gebäude etc. in den Datenpool einfließen lassen.

Können Sie jetzt schon Aussagen über den Status Ihrer Arbeit machen?

Bisher haben wir Kontakte geknüpft und uns im Konsortium entsprechend vernetzt. Außerdem haben wir unsere Vorstellungen entwickelt und artikuliert und bereits Daten geliefert.

Welche Endlösung erwarten Sie von SAUBER?

Wir erhoffen uns ein webbasiertes, sicheres System, vielleicht auch eine mobile App für die Bürgerinformation.

Mehr Informationen unter www.sauber-projekt.de

 

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Der Deutsche Logistik-Kongress 2018 in Bildern

Der Deutsche Logistik-Kongress 2018 in Bildern

Der 35. Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) fand vom 17.-19. Oktober 2018 unter dem Motto „Digitales trifft Reales“ in Berlin statt. Rund 3.400 Fachbesucher, 200 Aussteller und 180 Fachjournalisten trafen sich in Berlin, um sich von den Keynotes hochkarätiger Logistik-Akteure inspirieren zu lassen und sich an den Ständen der Aussteller live davon zu überzeugen, wie die Digitalisierung die Logistik ganz konkret nach vorn bringt. Auch die Software AG war bei diesem Top-Event der Logistikbranche mit dabei:

Experten diskutieren am offenen Stand der Software AG

Die Software AG gehörte mit ihrem zentral gelegenen, offenen Stand zu den größten Ausstellern des DLK. In vier Showcases informierten wir ausführlich über die Themen Smart Goods, digitale Supply Chain, Mobilität der Zukunft und Blockchain sowie über das gemeinsame Angebot mit T-Systems, Cloud of Things. Zahlreiche Logistiker nutzten die Möglichkeiten zum Austausch mit unseren Experten.

Keynotes Speeches und Vorträge

In zahlreichen Keynotes und Vorträgen teilten Logistik-Experten aus aller Welt ihre Einschätzung der Branche und gaben tiefe Einblicke in Best Practices und strategische Überlegungen in ihren Unternehmen. Zu den Keynote-Speakern gehörten Wirtschaftsminister Peter Altmaier sowie hochrangige Vertreter von Top-Konzernen wie Lufthansa, UPS, Zalando oder Audi.

Teilnehmer des Gewinnspiels

Wie schon im letzten Jahr hatten alle Besucher des Kongresses die Gelegenheit, ihr Logistik-Know-how bei unserem Gewinnspiel unter Beweis zu stellen. Die Verlosung unter allen Teilnehmern mit der richtigen Antwort fand am Donnerstagabend auf der After-Work-Party des BVL am Stand der Software AG statt. Drei glückliche Gewinner durften am Ende eine Alexa (Amazon Echo) mit nach Hause nehmen.

Vor-Ort-Interviews mit unseren Experten

Auch für Fachmagazine, die über die Trends in der Logistik berichten, ist der DLK ein zentraler Treffpunkt und eine willkommene Gelegenheit, um sich mit gefragten Experten auszutauschen und aus erster Hand Details über die Trends der Branche zu erfahren. Thomas Alberti, Vice President Sales, Director Strategic Accounts Service & Retail bei der  Software AG, sprach unter anderem mit der Deutschen Verkehrs-Zeitung sowie dem stellvertretenden Chefredakteur der renommierten Zeitschrift „Logistik Heute“.

Neugierig geworden? Sehen Sie hier ein Video vom diesjährigen Logistik-Kongress.

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Warum die Digitalisierung der Supply Chain noch Fahrt aufnehmen muss

Warum die Digitalisierung der Supply Chain noch Fahrt aufnehmen muss

Erst 20 Prozent der deutschen Unternehmen haben damit begonnen, ihre Lieferkette zu digitalisieren, so das aktuelle Hermes-Barometer. Und lediglich acht Prozent haben eine digitale Supply Chain bereits umgesetzt. Das ist erstaunlich – gilt die Logistikbranche doch als Digitalisierungs-Vorreiter. Wo drückt der Schuh?

Tatsächlich haben viele Logistik-Entscheider noch nicht erkannt, welchen wirtschaftlichen Nutzen ihnen die Digitalisierung der Supply Chain bringt. Als wichtigste Technologien für ihren Bereich sehen sie selbstlernende Systeme, mobile Anwendungen und Blockchain-Technologie. IoT erachten laut der Hermes-Studie dagegen nur 32 Prozent der Befragten als relevant, Cloud-Dienste sogar nur 25 Prozent.

Vermutlich liegt das daran, dass Unternehmen bei der Digitalisierung noch zu sehr auf ihre eigenen Prozesse konzentriert sind. Derzeit kümmern sich die meisten um die Optimierung des Lagerbestandes. In der Anfangsphase ist dies sicher richtig. Doch der nächste Schritt muss über den Tellerrand hinausgehen. Denn die Supply Chain ist kein Single-Player-Spiel, sondern ein komplexes Konstrukt, an dem viele verschiedene Firmen beteiligt sind. Jeder davon hat sein eigenes proprietäres IT-System. Die große Herausforderung besteht darin, dass alle an der Lieferkette Beteiligten ihre Prozesse digitalisieren und vernetzen müssen. Wenn diese in der Lage sind, untereinander in Echtzeit Daten auszutauschen, kann Ende-zu-Ende-Transparenz über den gesamten Lieferprozess entstehen.

In der Supply Chain gibt es viel zu verbessern

Der Aufwand lohnt sich. Denn die Digitalisierung der Supply Chain hilft Unternehmen dabei, die sieben R’s der Logistik besser umzusetzen: Die Bereitstellung des richtigen Produktes, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, zu den richtigen Kosten, für den richtigen Kunden. Am Ende zahlt sich das in barem Geld aus. Denn durch die Transparenz lassen sich Prozesse optimieren, Reaktionszeiten beschleunigen und Kosten sparen.

Derzeit hat jeder der Beteiligten nur einen Teilausschnitt des Gesamtbildes. Ein Unternehmen erfährt zwar, wann die bestellte Ware versendet wurde. Was auf dem Transportweg passiert, ist jedoch wie ein großes schwarzes Loch. Wenn ein Schiff Verspätung hat oder die Ware gar beschädigt oder gestohlen wird – all das erfährt der Empfänger meist erst am Ende des Prozesses, wenn die Lieferung nicht ankommt. So verliert er wertvolle Zeit, bis er Ersatz bestellen kann.

Echtzeit-Informationen gewinnen und Medienbrüche vermeiden

In einer digitalisierten Lieferkette wäre der Empfänger dagegen jederzeit über den Standort und Zustand seiner Bestellung informiert. Er wüsste sofort über Verspätungen oder andere Probleme Bescheid und könnte umgehend reagieren – im Idealfall schon, bevor ein Problem überhaupt auftritt. So könnte ein System zum Beispiel anhand der Wetterprognose oder des Verkehrsberichts vorhersagen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Verzögerungen ist.

Indem die IT-Systeme aller Beteiligten miteinander kommunizieren, können sie auch Dokumente wie Frachtpapiere oder Empfangsbestätigungen digital und medienbruchfrei austauschen. Das vermeidet Übertragungsfehler von Papierdokumenten und beschleunigt bürokratische Prozesse.

Mit Asset Tracking Waren immer im Blick behalten

Eine wichtige Rolle innerhalb der digitalisierten Lieferkette spielt das Asset-Tracking. Dafür gibt es bereits zahlreiche Anwendungen. Asset-Tracking dient sowohl dazu, die Transportmittel wie LKW oder Container zu verfolgen, als auch die Ware an sich. Dadurch können Unternehmen eine Sendung über alle Kontaktpunkte der Supply Chain hinweg überwachen. Solche IoT-Anwendungen liefern nicht nur Informationen darüber, wo sich die Bestellung gerade befindet. Sie können zum Beispiel auch über Sensoren die Temperatur in einem Container kontrollieren und eine Warnmeldung absetzen, wenn es zu warm wird. Gerade beim Transport von verderblichen Lebensmitteln kann dies wichtig sein, um Aufschluss über den Zustand der Ware zu erhalten. Lichtsensoren erkennen, wann ein Container geöffnet wird. Passiert dies zu einer ungeplanten Zeit, kann das auf einen Diebstahl hindeuten.

Die Zukunft ist vernetzt

Laut der Hermes-Studie sind sich immerhin 42 Prozent der Unternehmen bewusst, dass sie digitalisierte Prozesse in der Lieferkette schaffen müssen. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, dass sie bei der Auswahl ihrer Logistik-Dienstleister künftig auch auf deren Digitalisierungs-Expertise achten wollen. Um Ende-zu-Ende-Transparenz über die gesamte Lieferkette hinweg zu schaffen, müssen sich alle Beteiligten vernetzen. Am besten geht das über eine zentrale Cloud-Plattform, die Schnittstellen zu den Einzelsystemen bietet und über die der gesamte Kommunikationsfluss läuft. Die Digital Business Platform der Software AG schafft dafür die Grundlage.

Erfahren Sie hier mehr über die Digitalisierung der Supply Chain oder sprechen Sie auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin direkt mit unseren Experten.

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Always-on-Business erfordert Kundenbetreuung rund um die Uhr

Always-on-Business erfordert Kundenbetreuung rund um die Uhr

Interne und externe Anwender erwarten problemlosen Zugriff auf Dienste – und das 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. IT-Ausfälle dagegen gefährden Digitalisierungsinitiativen sowie Innovationen und kommen Unternehmen teuer zu stehen. Durchschnittlich verliert jede Firma dadurch 20,4 Millionen Euro pro Jahr, so eine aktuelle Studie. Mit dem richtigen Support erhöhen Unternehmen die Verfügbarkeit von Anwendungen, Daten und Services. Diesen Trend hat auch die Software AG erkannt und bietet deshalb ihren Kunden mit dem den Enterprise Active Support (EAS) ein erweitertes Support-Paket an, um sie ganzheitlich bei der digitalen Transformation zu unterstützen.  

Die digitale Welt kennt weder Öffnungszeiten noch Ladenschluss. Die Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen rund um die Uhr ist in vielen Fällen längst kein Wettbewerbsvorteil mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit. Weil viele Prozesse digitalisiert und alternativlos nur noch über IT-Systeme machbar sind, ist die ständige Verfügbarkeit von Systemen Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg.

Rund um die Uhr verfügbar

Webseiten, etwa von Online-Shops, müssen 24 Stunden am Tag erreichbar sein – das hebt sie schließlich vom stationären Handel ab. Bei Apps, die Kunden in der Freizeit nutzen, wird ständige Erreichbarkeit sowieso vorausgesetzt. In Bezug auf Geschäftsanwendungen ist die permanente Verfügbarkeit in besonderem Maße in internationalen Unternehmen Grundvoraussetzung: Standorte und Büros in verschiedenen Zeitzonen brauchen jederzeit Zugriff auf interne Dienste. Support zu den üblichen Geschäftszeiten des Mutterlandes reicht in diesen Fällen nicht mehr aus. Das bestätigt auch eine Studie, in der 70 Prozent der Befragten den unterbrechungsfreien Zugang zu IT-Services als zentrale oder wichtige Voraussetzung für die digitale Transformation sehen. 44 Prozent der in Deutschland Befragten beobachten bei Ausfällen und Datenverlusten sinkendes Kundenvertrauen.

Steigende Anforderungen und Nachfrage nach IT-Experten

IT-Abteilungen stehen daher vor der Herausforderung, die Verfügbarkeit zu jeder Zeit und in jeder Zeitzone zu gewährleisten, gleichzeitig aber die Projekte der Fachabteilungen mit der nötigen IT-Kompetenz zu unterstützen, um die Digitalisierung voranzutreiben. Dabei haben sie selbst mit dem andauernden Fachkräftemangel zu kämpfen: Ende April 2018 waren rund 39.600 Stellen im IT-Bereich unbesetzt – die Zahl hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt. Das geht aus dem MINT-Frühjahrsreport 2018 hervor. Trotz dieser Herausforderung ist es bei Störungen an der Hardware oder Fehlern in der Software essenziell, schnell Experten für die einzelnen Komponenten an der Hand zu haben. Deshalb bietet die Software AG ihren Kunden den Enterprise Active Support.

Sechs gute Gründe für den Enterprise Active Support

  1. Der Telefon-Support sowie der Zugang zu Empower – das umfassende Self-Service-Extranet – stehen Anwendern täglich rund um die Uhr zur Verfügung.
  2. Kunden können eine unbegrenzte Anzahl technischer Ansprechpartner angeben, die der Hotline Support-Fälle melden können.
  3. Bei kritischen Support-Fällen erhalten EAS-Services-Nutzer innerhalb von vier Stunden einen Resolution-Plan.
  4. Die Support-Fälle priorisiert der Support und reagiert doppelt so schnell.
  5. Damit es gar nicht erst zu ungeplanten Ausfällen der Digital Business Platform sowie der kritischen Adabas- und Natural-Anwendungen kommt, gehören zu den EAS Services auch Beratungs- und Optimierungsangebote.
  6. Experten begleiten die Mitarbeiter der Anwender durch den Lebenszyklus der Produkte.

Wie Kunden der Software AG vom EAS profitieren

Das EAS minimiert Risiken und senkt Kosten, gerade in schwierigen Situationen, wie beispielsweise bei technischen und funktionalen Änderungen der Umgebung, bei Erweiterungen der IT-Landschaft und bei der Integration neuer Lösungen. Unternehmen erhalten technische Dokumente und können One-to-One-Online-Sessions mit den Experten buchen. Diese bieten Unterstützung beispielsweise beim Performance Tuning oder dem Load Balancing. Die EAS-Ansprechpartner stehen dabei im Austausch mit den Software-AG-Bereichen F&E, den Global Consulting Services und dem Produktmanagement. Damit fließen Informationen und Erkenntnisse – beispielsweise aus neuen Implementierungen – zwischen den Bereichen und den EAS-Anwendern, die so direkt bessere Prozesse erstellen und festlegen können. So generieren sie mit der richtigen Technologie und professionellem Support größeren Nutzen.

Weitere Informationen zum Enterprise Active Support erhalten Sie hier.

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IT-Architekturen im Wandel

IT-Architekturen im Wandel

Digitale Plattformen bieten Unternehmen die nötige Agilität und Flexibilität, um die unternehmenseigene IT-Architektur wirkungsvoll zu gestalten und den Weg der Digitalisierung erfolgreich zu beschreiten. Bisher eingesetzte Standardsoftware erreicht schnell die Grenzen der Flexibilität, wenn aufgrund eines neuen Geschäftsmodells neue Prozesse und  Organisationsstrukturen schnellstmöglich implementiert werden müssen. Über den Innovationsfaktor „Software“ und die richtige IT-Architektur für die Digitalisierung haben wir mit Dr. Wolfram Jost, Chief Technology Officer der Software AG, gesprochen.

Dr. Jost, sind Altsysteme – gerade in geschäftskritischen Bereichen – eine unüberwindbare Hürde auf dem Weg zum digitalen Unternehmen?

Nein, eine Anwendungs- und Technologie-Architektur wird selten von Grund auf neu entwickelt. Im Gegenteil: Ältere Systeme werden oft gebraucht, um zentrale Geschäftsprozesse entscheidend zu unterstützen. Der wesentliche Wert dieser Systeme liegt in der Geschäftslogik, die über viele Jahre entwickelt wurde und häufig einen Differenzierungsfaktor im Wettbewerb darstellt. Der geeignete Ansatz für die Digitalisierung ist daher eine Modernisierung, also ein Facelifting vorhandener Anwendungen. Diese Modernisierung kann sowohl am Front End (User Interface) als auch im Back End (Application Integration) stattfinden.

Wie sieht die Einbindung von traditionellen Systemen aus?

Über offene Programmierschnittstellen lassen sich ältere Anwendungen mit webbasierten, modernen Benutzeroberflächen ausstatten. Eine weitere Chance für digitale Wertschöpfung ist die Integration von traditionellen Applikationen in Cloud- oder mobile Anwendungen. Eine Modernisierung des „Bestands“ führt oft zuverlässiger und effizienter zum Erfolg, als eine bewährte Lösung komplett aufzugeben und durch eine Neuentwicklung zu ersetzen. Diese Neuentwicklungen scheitern in den allermeisten Fällen, weil man das, was man über Jahrzehnte mit viel Know-how entwickelt hat nicht mal „schnell“ neu entwickelt. Dabei handelt es ich hier primär nicht um ein technologisches, sondern vielmehr um ein fachliches Problem. Das domänenspezifische Know-how ist oft nicht mehr im dem Maßen vorhanden, wie es sein müsste, um alles nochmals neu zu entwickeln. Ein weiterer Punkt ist, dass bei solchen Neuentwicklungsprojekten häufig ein „Overengineering“ stattfindet. Es wird versucht, alles was man sich theoretisch vorstellen kann, in das System zu implementieren.

Was genau lässt sich an der genutzten Software ablesen?

Software war und ist DER Innovationsfaktor am Markt und blickt mittlerweile auf eine über 40-jährige Entstehungsgeschichte zurück. In den Anfangsjahren versorgten externe Entwickler Unternehmen mit individuellen, funktionsbezogenen IT-Programmen, die Geschäftsprozesse im Finanz- oder Personalwesen unterstützten. Hardware, Daten und Software waren eine monolithische Einheit. Damals galten Unternehmen als modern und innovativ, wenn sie überhaupt Software nutzten und die Entwicklung erfolgte ausnahmslos individuell für ein Unternehmen. Erstes und einziges Zielsystem war der Großrechner.

Damals beanspruchten Computer noch ganze Räume.

Genau, erst mit der Verkleinerung und „Beschleunigung“ der Hardware und den auf dieser neuen Hardware beruhenden Standardanwendungen fanden die Computer ihren Weg in die Büros. Die Anwendungen wurden von externen Softwareanbietern entwickelt und vermarktet. Softwarepakete von der Stange bedienten nicht mehr nur einzelne Funktionen, sondern mit der Zeit fast sämtliche administrativen Geschäftsprozesse eines Unternehmens. Vorteile waren konsistente Daten, integrierte Geschäftsprozesse, benutzerfreundliche Oberflächen und mehr Wahlfreiheiten bei Hardware und Datenbanksoftware. Durch das Aufkommen des Internets wurde der Browser zum neuen Front End und ermöglichte hierüber den Zugriff auf Geschäftsanwendungen. Damit eröffnete sich ein vollkommen neuer Kommunikations- und Vertriebskanal für Unternehmen, dessen Potenzial wir mit dem Schlagwort E-Business/E-Commerce umschreiben.

Welchen Stellenwert nimmt Software heute ein?

Während bisher Effizienz, Kostenoptimierung und Standardisierung administrativer Geschäftsprozesse im Vordergrund standen, geben digitale Plattformen den Unternehmen heute ihre Innovationsfreiheit zurück: Dank der schnellen Entwicklung und Integration innovativer Anwendungen auf der Basis von plattformbasierten Softwarearchitekturen können sie ganz neue Geschäftsmodelle entwickeln. Die Verbesserung der Customer Experience ist hierbei das Schlagwort. Die Wünsche, Bedürfnisse und das Kauferlebnis der Kunden und Partner stehen heute im Mittelpunkt des Unternehmens. Daten zum Kauferlebnis werden möglichst in Echtzeit analysiert. Deren Rückmeldungen bildet die Basis, um neue, digitale Kundenerlebnisse zu schaffen.

Welche Bausteine sind für eine digitale Plattform erforderlich?

In-Memory Data Stores, Integration, API-Management, Process Automation, Analytics sowie Business Design und IT-Portfolio-Management – das sind die zentralen Softwarebausteine einer digitalen Technologieplattform, die jedes Unternehmen braucht. Alle digitalen Fähigkeiten sind Microservice-orientiert, API-fähig und ereignisbasiert. Eine digitale Plattform bildet das Fundament für die digitale Architektur des Unternehmens. Sie stellt alle zentralen Funktionen und Komponenten bereit, um digitale Architekturen und Applikationen für innovative Anwendungsszenarien zu konzipieren, zu implementieren und zu managen. Damit bestimmen die Unternehmen wieder selbst ihren Innovationszyklus – nicht der Anbieter der Standardsoftware.

Wo liegen die Herausforderungen beim Aufbau einer solchen Architektur?

Zentral für den richtigen Zuschnitt einer Technologiearchitektur sind die von der Anwendung zu verarbeitende Datenmenge, Nutzerzahlen sowie die gewünschte Flexibilität, Performance und Skalierbarkeit. Ein Entwickler läuft stets Gefahr, dass er den Zuschnitt zu groß oder zu knapp dimensioniert. Die Folge können mangelnde Prozessunterstützung, fehlende Agilität und Skalierbarkeit, umständliches Betriebsmanagement und geringe Benutzerakzeptanz sein. Bei jedem Unternehmen ist der Aufbau einer digitalen Arichitektur anders – es gibt kein allgemeingültiges Standardkonzept. Solche Architekturen entstehen auch nicht über Nacht. Sondern sie entwickeln sich über die Zeit.

Gibt es so etwas wie ein Herzstück in einer digitalen Architektur?

Ja, das sind die Integrationstechnologien. In heterogenen und verteilten Architekturen ist Integration eine core capability. Sie dient dem Design, der Implementierung und dem Management von komplexen Integrationsflüssen. Ihre wichtigsten Funktionen sind Routing, Mapping, Transformation, Orchestrierung, Sicherheit und Mediation. Die entwickelten Integrationsflüsse werden als Microservices mit offenen Schnittstellen bereitgestellt, die kleinere Softwaremodule einer größeren, komplexen Integrationsanwendung sind. Sie können unabhängig voneinander implementiert, bereitgestellt, aktualisiert und verwaltet werden.

Digitale Architekturen sind also für Unternehmen das A und O auf dem Weg in die digitale Transformation?

Genau. Die Architektur bestimmt die Skalierbarkeit, Performance, Sicherheit, Wartbarkeit und Flexibilität der digitalen Anwendungen. Zu beachten ist außerdem, dass digitale Architekturen ihren vollen Nutzen nur dann entfalten, wenn die dahinter liegenden fachlichen Anwendungskonzepte differenziert und innovativ sind. Doch mindestens genauso wichtig sind Geschäftsmodellierung und IT-Portfolio-Management. Denn: Ohne zu wissen, was die eigentlichen betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge sind und wie man den Übergang vom Ist- zum Soll-Zustand managen kann, wird die digitale Transformation zwangsläufig scheitern.

Mehr zum Thema digitale Transformation lesen Sie hier.

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Robotic Process Automation – Erfolgsfaktor im Bankensektor

Robotic Process Automation – Erfolgsfaktor im Bankensektor

Seit Jahren steht bei deutschen Banken eine zentrale Frage im Vordergrund: Wie können die Kosten gesenkt werden, um zu den führenden internationalen Finanzhäusern aufzuschließen? Der wirkungsvollste Hebel dafür sind die Betriebskosten, da sie diese selbst beeinflussen können. Um diesen zu betätigen, entscheiden sich Banken für günstigeres Personal, die Verlagerung an kosteneffizientere Standorte oder Outsourcing in Near- oder Offshore-Zentren. Dem eigentlichen Kern des Problems – ineffizienten und teilweise manuellen Prozessen – hat man sich noch nicht ausreichend angenähert.

Mit Robotic Process Automation (RPA) hat sich innerhalb weniger Jahre ein Nischenprodukt zu einer validen Alternative für die Automatisierung und Optimierung von Abläufen entwickelt. Nach Schätzungen von Capgemini belaufen sich die Kosten für RPA nur etwa auf ein Drittel der Kosten einer Offshore-Ressource und nur etwa auf ein Fünftel einer Onshore-Ressource. McKinsey schätzt, dass in den nächsten Jahren etwa zehn bis 25 Prozent der Arbeit über alle Bankfunktionen hinweg von Maschinen übernommen wird. Für die Banken hat dies den Vorteil, dass sie Betriebskosten senken können und gleichzeitig den Mitarbeitern wieder mehr Zeit für Tätigkeiten wie beispielsweise Kundenservice und Innovationsprojekte zur Verfügung steht.

Den Anwendungsfeldern von RPA sind (fast) keine Grenzen gesetzt

Doch wo sollen Banken anfangen – bei den Klassikern im Front Office wie der Kontoeröffnung oder dem Kreditantrag? Oder bei Back-Office-Prozessen, etwa bei einem Geldwäsche-Verdachtsfall? Die Antwort lautet: sowohl als auch. Einsatzbereiche für RPA lassen sich in allen Bereichen der Bank finden, angefangen bei Tätigkeiten im Kundenservice (Verarbeitung eingehenden Schriftverkehrs der Kunden, Widersprüche, Wohnortwechsel), über Operations (falsche Kreditraten, nicht gezahlte Kreditkartenabrechnungen, überzogene Konten, Vertragsverlängerungen) und Compliance (Prüfungen bei Kontoauflösungen) bis in die Finanzabteilung (Rechnungseingang, Personalabrechnung, Kontoabgleich) und die IT (Bearbeitung einfacher Tickets wie etwa das Zurücksetzen von Passwörtern).

Roboter – allzeit einsatzbereit

In allen genannten Bereichen lassen sich Beispiele finden, bei denen Mitarbeiter mit verschiedenen Systemen arbeiten und Daten vom einen in das andere System übertragen müssen. Da nicht immer eine automatische Datenschnittstelle zur Verfügung steht, müssen sie sich mit Copy-and-Paste oder MS-Office selber helfen. Dies ist nicht nur eine langsame, sondern auch eine fehleranfällige Methode. RPA spielt immer dann seine Stärken aus, wenn Aufgaben routineartig durchzuführen sind, also mit einfachen Regeln, wenigen Ausnahmen und mittleren bis hohen Volumina. Der große Vorteil ist, dass ein Roboter im Vergleich zum Menschen nicht ermüdet oder unkonzentriert wird und seine Aufgabe ohne Pausen rund um die Uhr erledigen kann.

Um RPA erfolgreich einzusetzen, sollten folgende Aspekte beachtet werden:

  1. Der Roboter sollte für eine vollumfängliche (end-to-end) Automation von Prozessen eingesetzt werden. Dazu bietet sich der kombinierte Einsatz von RPA und BPMS (Business Process Management System) an, womöglich zusammen mit Künstlicher Intelligenz (KI). Dieser Aspekt wurde bereits von Matthias Rippert in einem vorangegangenen Blog-Beitrag erläutert.
  2. Der Roboter sollte in der Lage sein, unter Aufsicht („attended“, das heißt vom Benutzer gestartet), ohne Aufsicht („unattended“, also automatisch gestartet) und kombiniert („hybrid“) zu arbeiten. So lässt sich die gesamte Bandbreite an Automatisierungsaufgaben abdecken.
  3. Der Roboter muss ein breites Spektrum an vorhandenen Systemen bedienen können. Dies beinhaltet Systeme, die auf dem Mainframe, unter Linux/Unix, Windows oder Citrix laufen. Zudem muss ein Roboter in der Lage sein, mit Dokumenten umzugehen, um handschriftlich eingereichte Informationen in Systeme zu übertragen.

Bei der Auswahl eines geeigneten Use Cases und für eine erste Abschätzung des Nutzens von RPA bieten folgende Fragen Orientierung:

  • Welcher Anteil der Aufgaben in bestimmten Bereichen ist manuell? Wie häufig werden diese Tätigkeiten durchgeführt? Wie viel Zeit beanspruchen die Aufgaben?
  • Wie viele verschiedene Systeme werden von einem Mitarbeiter für die Ausführung der Aufgaben benötigt? Welche Technologien werden dafür verwendet?
  • Wie stark behindert die fehlende Integration von Systemen die Produktivität der Mitarbeiter? Wie viele Mitarbeiter sind davon betroffen?
  • Welche Vorteile würden entstehen, wenn die Mitarbeiter entlastet würden?
  • Welche Nachteile entstehen durch die fehlerhafte Bearbeitung der Aufgaben?

Mit RPA Prozesse optimieren und Betriebskosten senken

Zahlreiche internationale Geldinstitute haben bereits erfolgreiche RPA-Projekte durchgeführt und beweisen, dass hier echte Potenziale für eine Senkung der Betriebskosten liegen. Nun liegt es an den Banken hierzulande, mit eigenen, ganzheitlichen Ansätzen nachzuziehen.

Wenn Sie mehr über das RPA-Angebot der Software AG erfahren möchten, klicken Sie hier.

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