Edge-Analytics: IoT am Wendepunkt

Edge-Analytics: IoT am Wendepunkt

Das IoT steht an einem Wendepunkt: eine Vielzahl an Daten wird zwar heute von Geräten und Sensoren erfasst, bleibt aber häufig ungenutzt. Warum? Weil niemand sie versteht! Zum Teil liegt dies daran, dass IoT-Daten, insbesondere IIoT-Daten, auf zentralen Servern erfasst werden. Diese Server liegen meist in der Cloud oder gehören zu einem internen Datensystem. Das führt bei Herstellern, die Echtzeit-IIoT-Daten aus Geräten und Sensoren analysieren müssen, zu Verzögerungen und zusätzlicher Komplexität.

Edge-Analytics schafft hier Abhilfe, weil sie Daten dort analysiert, wo sie entstehen – an der Anlage selbst. So müssen keine vernetzten Cloud- oder Serverdaten durchsucht werden, wodurch die Latenz sinkt und wiederum die Sicherheit steigt.
Edge-Analytics eignet sich perfekt für Hersteller, die von IIoT-Sensoren erzeugte Daten oder Produktionsdaten analysieren und ohne Zeitverzögerung auf diese riesigen Datenmengen reagieren müssen. Edge-Analytics verkürzt Reaktionszeiten und verbessert die Datensicherheit, insbesondere in Produktionsanlagen, die einen kontinuierlichen Datenstrom erzeugen, der für Angriffe anfällig ist. Hersteller, die Edge-Analytics-Prozesse in ihren IIoT-Programmen implementieren, profitieren aber auch von einigen anderen Vorteilen.

Verminderung von Netzwerkunterbrechungen und erhöhte Datenmobilität
Edge-Technologie beseitigt bei Fertigungsanlagen und Produktionszentren mögliche Risiken durch Ausfälle und Probleme mit der Netzwerkverbindung. Edge-Analytics-Systeme funktionieren auch dort, wo die Verbindung zur Cloud eingeschränkt oder nicht dauerhaft aufrechterhalten werden kann.

Echtzeit-Entscheidungen
Edge-Analytics kann Daten in Sekundenbruchteilen verarbeiten. Hersteller hochentwickelter Elektronik, spezieller Komponenten oder Robotertechnik, um nur einige Beispiele zu nennen, haben nur ein sehr kleines Zeitfenster, um Probleme zu erkennen, Daten zu analysieren und tatsächlich einen Nutzen daraus zu ziehen. Damit Entscheidungen schnell gefällt werden können, müssen IIoT-Geräte und Sensoren in der Lage sein, Daten direkt am Ort ihrer Entstehung zu analysieren, ohne sie zuerst in die Cloud zu übertragen.

Rechenleistung vor Ort
Viele IIoT-Sensoren und -Geräte dürfen aus produktionstechnischen Gründen eine bestimmte Größe nicht überschreiten. Edge-Analytics-Hardware ist leichtgewichtig und robust und damit ideal geeignet für den Einsatz in produzierenden Anlagen, Lagern und ähnlichen Einrichtungen. So entsteht eine Umgebung, in der ohne umfangreiche Rechnerleistung auf Geräteebene Entscheidungen schnell und sicher getroffen werden können. Durch diese Verarbeitung der Daten am Entstehungsort werden die Zuverlässigkeit von Entscheidungen und Verfügbarkeit der vollen Rechenleistung gewährleistet.

Neue Anforderungen an Speicherplatz und Sicherheit
Die Anzahl der Sensoren- und Endgeräte in IIoT-Fertigungseinrichtungen, die immer mehr Daten produzieren, steigt stetig. Entsprechend müssen Betriebe einerseits ausreichend Speicherplatz zur Verfügung stellen und andererseits gewährleisten, dass die Daten in den unterschiedlichen Umgebungen abgesichert werden. Beschränkt man den Datentransfer auf einen Schritt, anstatt die Daten in mehreren Schritten an einen Server oder die Cloud zu übertragen, verringert sich auch die Angriffsfläche für Hacker.
Die Integration von Edge-Analytics in der Fertigungsindustrie ist vergleichbar mit der Einführung eines IoT-Systems. Empfehlenswert ist, mit einem System einzusteigen, das Warnmeldungen ausgibt, wenn beispielsweise an einer Maschine bestimmte Schwellenwerte erreicht werden. Diese Meldungen sollten für Produktionsingenieure, Produktmanager und Servicetechniker schnell und leicht verständlich sein, um den Einstieg zu erleichtern. An die Stelle eines proaktiven IIoT-Ansatzes tritt mit Edge-Analytics ein wirklich prädiktives Modell für Datenerfassung und -analyse.

Live erleben Sie Edge Analytics auf einem der sechs Stopps unserer Innovation Tour 2019 – wir freuen uns auf Sie!

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Software AG und SAP präsentieren „Smart City Plattform“

Software AG und SAP präsentieren „Smart City Plattform“

Mit einer offenen Smart City Plattform präsentierten Software AG und SAP auf der diesjährigen Smart Country Convention in Berlin eine Innovation für die öffentliche Hand: Die technische Basis bildet dabei Cumulocity IoT.

Cumulocity IoT

Die IoT-Plattform der Software AG. Sie erfasst Sensordaten und verarbeitet diese in Echtzeit auf einer zentralen Datenplattform in der Cloud zur weiteren Analyse und Auswertung (etwa mit S/4 HANA). Die Smart City Plattform geht aus einer Initiative von Software AG und SAP hervor.  Sie waren unter anderem auch am Software-Cluster beteiligt und unterstützten Darmstadt 2017 beim Titelgewinn im Wettbewerb „Digitale Stadt“.

Die Smart City Plattform

Die Smart City Plattform liefert Organisationen im öffentlichen Sektor eine zuverlässige Datengrundlage, Prozesse möglichst effizient und schlank zu gestalten. Wie es beispielsweise dann im Flottenmanagement oder im Waren- und Personaleinsatz möglich wäre. Durch die offene Gestaltung, lässt sich die Technologie auch auf andere – für Gemeinden relevante – Szenarien übertragen. Darunter zum Beispiel für die Messung der Luftqualität oder die Planung von Straßensperrungen.

Da alle Partner der Plattform ihre Kernkompetenzen eingebracht haben, bietet die Technologie den Kommunen und öffentlichen Einrichtungen eine betriebsfertige Best-of-Breed-Lösung. So können sie künftig evidenzbasierte Entscheidungen treffen und dadurch Zeit, Material und Kosten sparen.

Für die Besucher der Smart Country Convention visualisierte die Software AG die Smart City Plattform am Beispiel eines Salzstreuers für ein Winterdienst-Fahrzeug. Dieser war mit Sensoren von Sensor-Technik Wiedemann versehen. Via Cumulocity IoT stehen die Daten, die der Salzstreuer sammelt, in Echtzeit für Analysen bereit. Ein Umweltdatensensor von Greatech liefert weitere Informationen über Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit oder Wettervorhersage. Diese Daten fließen in der Steuerungszentrale zusammen und werden mittels Cumulocity IoT für Standardprogramme bereitgestellt. Anhand der analysierten Daten können Verantwortliche Maßnahmen treffen und viele Straßen mit möglichst wenig Material bestreuen. An dem Exponat auf der Smart Country Convention wurden reale Straßenverhältnisse simuliert, sodass Besucher sich ein detailliertes Bild von den Komponenten der Lösung machen konnten.

Weitere Informationen zu der Smart City Plattform erhalten Sie hier.

Das Standteam des Software AG Standes auf der Smart Country Convention mit Demo. Präsentation der Smart City Plattform in Kooperation mit SAP und Cumulocity IoT als treibende Kraft
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Worauf Sie bei einer erfolgreichen IoT-Implementierung achten müssen

Worauf Sie bei einer erfolgreichen IoT-Implementierung achten müssen

Drei Stopps der IoT Innovation Tour 2018 fanden bereits statt – am 17. Mai der Halt in München. Verschiedene Showcases demonstrierten die Umsetzung von IoT in der Praxis. Business- und IT-Verantwortliche stellten in Vorträgen das nötige Rüstzeug für die Umsetzung von IoT-Projekten vor und lieferten unter anderem Antworten auf die Frage: Wohin bewegt sich das IoT? Eine anschließende Podiumsdiskussion bot Gelegenheit zum Austausch von Zuhörern und Experten. Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, hier einmal die wichtigsten Take-aways der Vorträge aus München:

Einen Partner suchen Viele Unternehmen, die das „Internet der Menschen“ verschliefen, wurden von Start-ups wie Airbnb oder Amazon überholt. Um nicht das gleiche Schicksal beim „Internet der Dinge“ zu erleiden, sind Unternehmen jetzt zum Handeln gezwungen. Die Geschwindigkeit von Entwicklungen ist hoch, weshalb die Gefahr besteht, von der Konkurrenz überholt zu werden. Unternehmen müssen jetzt mit IoT-Projekten starten und ihre Produkte und Dienstleistungen in den Markt einführen. Um Startschwierigkeiten und Ressentiments zu vermeiden, rät Oliver Edinger, Vice President Competence Center IoT EMEA bei der Software AG, die Umsetzung von IoT-Projekten mit Partnern. Für ein erfolgreiches IoT-Projekt benötigen Firmen ein Netzwerk und die Erfahrung, wie man an solche Projekte herangeht. In einem Netzwerk profitieren Partner untereinander nicht nur technologisch – auch der Erfahrungsaustausch hilft, beim Thema IoT nicht den Anschluss zu verlieren.


Oliver Edinger, Vice President Competence Center IoT EMEA bei der Software AG

Bewährte Techologien weiterentwickeln

GPS ist ein altbewährtes System, das früher hauptsächlich zur Ortung und Navigation benutzt wurde. In Kombination mit IoT wird GPS-Tracking für den Nutzer intelligent sowie komfortabel und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten“, schildert Bodo Erken, Geschäftsführer von Trackerando. Um die neue, cloudbasierte Tracking-Lösung Trackerando auf den Markt zu bringen, entschied sich Amparos, ein deutscher Anbieter von GPS-Trackern, für die IoT-Plattform Cumulocity der Software AG. In diese werden GPS-Tracker aller Hersteller eingebunden und Daten durch vorhandene API-Schnittstellen an bestehende Systeme mühelos übergeben. So können beispielsweise Safes nach einem Diebstahl wieder aufgefunden werden.


Bodo Erken, Geschäftsführer von Trackerando

Ressourcen einplanen

Die Automobilbranche macht es vor: Mit car2go, drivenow und MOIA ergeben sich im digitalen Zeitalter neue Paradigmen für die Produktentwicklung: Besitzen wird zu Nutzen, Investment zu Pay-per-Use, indirekter Vertrieb zu Kundenbeziehungen, Produktwelten zu Ökosystemen und aus Customer Support wird Customer Succes. Physische Produkte werden zu vernetzten digitalen Services. Die sogenannte Shared Economy boomt. Dabei spielen Daten eine wichtige Rolle. Daten, die von Unternehmen gesammelt werden, müssen zu brauchbaren Informationen umgewandelt werden, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Francis Cepero, Director Vertical Market Solutions von A1 Digital weiß jedoch, dass die finanzielle Belastung in einer solchen Transformationsphase hoch ist. Zu Beginn liegen Investitionen in neue Kompetenzen und Kapazitäten über dem Umsatz. Aber es lohnt sich: Nach einiger Zeit lassen höhere Umsätze und geringere Investionen Unternehmen wachsen.


Francis Cepero, Director Vertical Market Solutions von A1 Digital

Verbindungen herstellen – auch ohne Internet

Grundsätzlich geht es bei der Vernetzung von verschiedenen technologischen Geräten darum, zwei Dinge, die ursprünglich nichts miteinander zu tun haben, zu kombinieren. Ein Beispiel hierfür ist die Smartwatch, bei welcher Uhr und Handy zusammengeführt wurden. Mögliche Ideen für Verbindungen lassen sich beispielsweise im Haushalt finden: „Was im privaten Bereich gut funktioniert, funktioniert auch in der Geschäftswelt“, meint Boubacar Traoré, IT Transformation Director von Capgemini. Ein wichtiger Faktor bei IoT ist es, zu überlegen, wie das Gerät auch ohne Internet funktioniert. Die Smartwatch ist beispielsweise auch ohne Internet immer noch eine Uhr.


Boubacar Traoré, IT Transformation Director von Capgemini

2018 – das Durchbruchsjahr für IoT

Gründe, warum Unternehmen in IoT investieren sollten, zeigt Mark Alexander Schulte, Senior Consultant bei IDC: Der Einsatz von IoT reduziert operative Kosten, verbessert die interne Effizienz und optimiert die Produkt- und Servicequalität. Bereits jetzt planen laut der Multi-Client-Studie „Internet of Things in Deutschland 2018“ 72 Prozent der Unternehmen ein neues IoT-Projekt. Bei der IoT-Umsetzung ist aber noch viel Luft nach oben: 36 Prozent der Unternehmen haben Startschwierigkeiten. Die größten Hürden seien die hohe Komplexität, das Fehlen ganzheitlicher Lösungen und die Gewährleistung der Software-Sicherheit.


Mark Alexander Schulte, Senior Consultant bei IDC

IoT-Plattformen: Das Rückgrat für IoT-Initiativen

Erfolgreiche Projektumsetzungen erfordern einen durchdachten Technologieansatz. Für IoT-Initiativen können IoT-Plattformen das Rückgrat bilden. Achten sollten Unternehmen bei der Auswahl einer IoT-Plattform zum Beispiel auf Skalierbarkeit, Integrierbarkeit und die Setzung von Standards. Um am Markt zu bestehen, müssen Unternehmen den Fokus nicht nur auf interne Optimierungen, sondern auf neue Produkte, Services und Geschäftskonzepte setzen.

Nach der IoT Innovation Tour ist vor der IoT Innovation Tour! Diejenigen, die zu keinem der drei bisherigen Stopps erscheinen konnten, können die Experten, Kunden und Partner der Software AG im September noch in Düsseldorf, Wien oder Zürich treffen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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Lang lebe der Mainframe!

Lang lebe der Mainframe!

Millennials wurden in eine Welt des rasanten technischen Fortschritts geboren – eine Welt, die mobil und smart funktioniert und in der Großrechner scheinbar keinen Platz haben. Für sie ist der Mainframe das Echo einer fernen Vergangenheit. Dennoch wird die Generation Y den Mainframe im kommenden Jahr unter ihre Fittiche nehmen müssen – und seine künftige Entwicklung begleiten.

Schon oft wurden Mainframes totgesagt. Doch all die Pessimisten wurden eines Besseren belehrt. Das Debut des IBM-z14-Systems im Sommer 2017 hat wieder einmal gezeigt: In puncto Zuverlässigkeit, Sicherheit, Skalierbarkeit und Kosteneffizienz sind Mainframes nach wie vor unschlagbar. Auf ihnen liegen mehr geschäftskritische Programme und wertvolle Daten als auf allen anderen Plattformen zusammen. Viele tun sich schwer zu verstehen, wie wichtig Mainframes sind, was sie bedeuten und was sie leisten. Auch die Generation Y wird sich der Bedeutung des Mainframes und der Systeme, die darauf ablaufen, bewusst werden.

Millennials haben große Ziele. Die besten und smartesten unter ihnen möchten im Job nicht nur Vorhandenes verwalten. Sie wollen die Welt mit Software verändern. Unternehmen brauchen die besten Köpfe, um die Plattform zu betreuen, auf der die zentralen Geschäftsanwendungen laufen. Spitzenleistung war immer das Markenzeichen des Mainframes. Wer dies untergräbt, geht ein inakzeptables Risiko ein.

Millennials werden ältere Generationen inspirieren

Die Millennials arbeiten mit völlig anderen Methoden als ihre Vorgänger-Generationen und sind ganz anders gestrickt. Sie beherrschen Programmiersprachen wie Java und nutzen integrierte Entwicklungsumgebungen (Integrated Development Environments, IDEs) wie Eclipse. Kryptischer Code und Greenscreen-Anwendungen vertragen sich nicht mit ihrer Vorstellung von Programm- und Datenvisualisierung. Für sie sind agile Entwicklungsmethoden und DevOps eine Selbstverständlichkeit.

Wenn Mainframe-Nutzer die wichtige Geschäftslogik auf ihren Mainframes weiterentwickeln und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten wollen, haben sie nur eine Wahl: Innovation. Die Generation X muss sich an den modernen Ideen orientieren. Um den Mainframe für die Millennials attraktiv zu machen, müssen sie ihnen moderne Tools zu Verfügung stellen, die vergleichbar sind mit denen, die sie in der verteilten Entwicklung nutzen.

Den Mainframe mit neuen Tools modernisieren

Im Rahmen der Digitalisierung muss sich die Mainframe-Entwicklung von alten Gewohnheiten verabschieden: Langwierige Prozesse und schwerfällige Werkzeuge wie ISPF müssen agiler Softwareentwicklung und DevOps weichen. Entwickler haben heute keine Lust mehr, mit 3270-basierten Tools zu arbeiten. Sie wollen Tools, die in einer modernen, offenen, gemeinsam nutzbaren Entwicklungsumgebung laufen und mit allen anderen Tools zusammenarbeiten. Um dies zu erreichen, sind Integrationen mit DevOps-Tools erforderlich. Eine für den Mainframe geeignete DevOps-Tool-Chain sollte ungefähr so aussehen:

Eine Eclipse-basierte IDE mit erstens: einem Programm-Analyse-Tool zur Visualisierung nicht dokumentierter, alter oder komplexer Mainframe-Programme und zweitens: einem Dateneditor, mit dem Mainframe- und Nicht-Mainframe-Daten lokalisiert, visualisiert und geändert werden können. Diese Tools sind unbedingt erforderlich, sollen Entwickler produktiv und den zweiwöchigen Sprints gewachsen bleiben.

Die Millennials werden die Sicherheit der Mainframe-Jobs schätzen lernen

Die Millennials werden erkennen, dass sie in Branchen, die auf Mainframe-Technologie setzen, viel bewegen können. Eine garantierte Karriereentwicklung spielt für sie eine wichtige Rolle – ganz zu schweigen vom Gehalt. Bedenkt man, dass Millennials es nicht leicht haben, eine passende Stelle zu finden, sind finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit ein starkes Argument.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie den Generationenwechsel in Ihrem Unternehmen mit links meistern können? Weitere Informationen finden Sie hier.

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Gruß aus der Küche: IoT-Integration nach Rezept

Gruß aus der Küche: IoT-Integration nach Rezept

Bei der Integration vom Internet der Dinge verfährt man am besten wie bei der Zubereitung einer leckeren Mahlzeit: Man hält sich an ein bewährtes Rezept und ergänzt je nach Anlass eine persönliche Note. Im Fall der IoT-Hauptspeise sind die Zutaten vernetzte Geräte und als Gewürz dienen die Daten, die von den Geräten erzeugt werden und dem ganzen sinngemäß den richtigen Geschmack geben. Spannend wird es in der Versuchsküche dann, wenn es im eigenen Unternehmen noch nie ein Rezept, sprich noch nie eine IoT-Integrationsstrategie gab.

Man nehme eine Million Internet-fähiger Geräte, vernetze sie in einer Rührschüssel namens IoT-Plattform und mixt sie solange, bis die gewünschten Daten im Data Lake zusammenfließen. Als Ofen dienen Big-Data- und Analyse-Tools und bei 180 Grad Umluft, auch als Algorithmen bekannt, entfaltet die Mahlzeit ihren endgültigen Geschmack in Form konkreter Mehrwerte.

Die Herausforderung ist, die richtigen Zutaten in der richtigen Menge in die Rührschüssel zu geben und sicherzustellen, dass sie sich gut miteinander verbinden. In der Küche braucht es für neue Gerichte, wie eben IoT-Lösungen, zum Teil auch neue Küchengeräte. Doch auch Bestandswerkzeuge der IT-Abteilung können zum Einsatz kommen – Mixer bleibt Mixer. Integration ist der Schlüssel für die Verbindung aller vorhandenen Lösungen – von der neuesten ERP-Lösung bis zur Legacy-Technologie – zu einem IoT-Framework.

Ein Modul für die IoT-Integration kann diesen Prozess vereinfachen und ermöglicht folgende Integrationsschritte:

  • Integration von Anwendungen
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IoT-Programme benötigen häufig Daten aus Backend-Systemen, um Kontext und Erkenntnisse zu den Daten aus den Sensoren und anderen Geräten bereitzustellen. Die Point-zu-Point-Integration dieser Systeme ist aber teuer und komplex. Anwendungsintegration senkt die Integrationskosten und die Entwicklungszeit, verbessert die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens und macht alle Systeme durchgängig transparent – vom ERP- bis zum Backoffice-System.

  • Integration von Big Data

Sobald ein Unternehmen Datenanalysen einsetzen will, um sich von der Konkurrenz abzusetzen, spielt eine entsprechende Integration eine enorm wichtige Rolle. Eine Integrationsplattform kann Unternehmen helfen, Sensordaten in Big-Data-Quellen einzuspeisen und zu visualisieren. Das wiederum vereinfacht die Gestaltung und Verbesserung der Customer Experience und ermöglicht so präventive Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette.

  • Integration von Cloud-Services

Moderne Unternehmen wünschen sich die Flexibilität, ihre Anwendungen On-Premises oder in der Cloud betreiben zu können – oder beides. Die Herausforderung besteht darin, die Anwendungen zu integrieren, und zwar unabhängig davon, wo sie betrieben werden und ob sie als Cloud-Service innerhalb der Unternehmens-Firewall oder bei einem Partner implementiert sind. Wie jede traditionelle Anwendung muss auch ein IoT-Projekt in die Cloud eingebunden werden können, um sicherzustellen, dass alle IT-Komponenten immer verfügbar sind. So können jederzeit Daten erfasst und Prozesse angestoßen werden.

  • B2B-Integration

B2B-Integration bezieht sich auf den elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten zwischen Unternehmen. Ein B2B-Gateway vereinfacht den Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen B2B-Systemen und verbessert die Effizienz und Effektivität. In einem vollständig automatisierten IoT-Projekt optimieren Unternehmen ihren Service, indem sie ihre B2B-Prozesse integrieren, zum Beispiel die Teilebestellung oder die Planung von Serviceterminen.

  • API-Management

API-Management ist in vielerlei Hinsicht eine Erweiterung der Integrationstechnologie. Viele Unternehmen definieren über Integrationstechnologien ihre Datenstrukturen und bauen damit die Services auf, die sie dann als APIs bereitstellen. Bei einem offenen IoT-Projekt, bei dem dritte Teilnehmer Endgeräte für die Datenerfassung liefern, können Unternehmen die gesamte Entwickler-Community über ein dafür eingerichtetes Portal darüber informieren, wie die Verknüpfung mit ihrem System funktioniert. APIs werden außerdem oft eingesetzt, um Data-as-a-Service-Erkenntnisse aus dem IoT internen und externen Empfängern bereitzustellen.

Mehr zum Thema IoT-Integration finden Sie hier.

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